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Für GOTT und Sein Reich.

Der Fall Barbara Weigand von Schippach.
Der Feldzug von Presse und Obrigkeit gegen Barbara Weigand.
Barbara Weigand, Bahnbrecherin für eine eucharistische Erneuerung.


Teil I.

Der Fall Barbara Weigand von Schippach.


Schon in den Jahren 1909 bis 1914, aber ganz gewiss in der Zeit von 1914 bis 1921, bildete der Fall „Barbara Weigand“, also das Leben der dort geborenen Jungfrau Barbara Weigand aus Schippach, ihre außergewöhnlichen seelischen Zustände, ihre besonderen Mahnrufe, ihren Blick in die Zukunft und der mit ihrem Namen eng verbundene Schippacher Kirchenbau und die Offenbarungen des Herrn an sie, sehr beliebte und oft behandelte Themata in der öffentlichen Erörterung, besonders in den katholischen Zeitungen und Zeitschriften des gesamten deutschen Sprachgebietes. Zwar hatte Barbara Weigand schon seit dem Jahre 1869 durch ihre aussergewöhnlichen seelischen Vorgänge und ihr auffallendes Verlangen nach der öfteren heiligen Kommunion Aufsehen erregt, und seit dem Jahre 1887 auch die Geistlichkeit und die bischöfliche Behörde von Mainz, wohin sie 1885 verzogen war, beschäftigt, aber erst mit der Inangriffnahme des Kirchenbaues in Schippach im Jahre 1914 begann die katholische Presse sich näher mit ihr und ihren Werken zu befassen. Der  Tenor jener zahlreichen Artikel in der Tages- und Fachpresse war mit Ausnahme der schweizerischen und österreichischen Blätter ausgesprochen schippachfeindlich. der Erfolg jenes Pressefeldzuges, hinter dem nach heutiger gefestigter Erkenntnis Teile des Würzburger Klerus maßgeblich beteiligt waren, vor allem ein gewisser Dr. Vitus Brander,  Subregens des Würzburger Priesterseminars, war das Verbot des Weiterbaus der Kirche durch das zuständige Bischöfliche Ordinariat Würzburg. Es ist dem mutigen und in der Schippacher Sache sehr engagierten Pfarrers von Schippach, Msgr. Dr. Dr. Wilhelm Büttner, und mit ihm vielen anderen geistlichen Persönlichkeiten, zu verdanken, dass die Wahrheit über diese ungeheuerlichen Vorkommnisse um die Schippacher Jungfrau Barbara Weigand akribisch erforscht, zusammengetragen und mit peinlicher Genauigkeit und Wahrheitstreue protokolliert und in einem Archiv bis in die jetzige Zeit aufbewahrt worden ist. Diesem Pfarrer von Schippach und Beichtvater von Barbara Weigand, Msgr. und Päpstlicher Geheimkämmerer Dr. Dr. Wilhelm Büttner, ist zudem zu danken für sein unermüdliches Forschen und der Wahrheitssuche in der Schippacher Sache. Als Pfarrer von Schippach arbeitete er, der wegen des knappen Kirchenraumes in der Region um Schippach sehr zu leiden hatte, seit dem Jahre 1923 unentwegt und unablässig für die Zurücknahme des Bauverbotes der bereits begonnenen Bauarbeiten an der neuen Kirche und verfasste zudem mehrere Denkschriften und Brandbriefe deswegen an die Bischöflichen Behörden, darunter auch eine ausführliche im Jahre 1947, in welcher er den gesamten Schippacher Fragenkomplex erneut ausführlich darstellte und die wahren Hintergründe über den Baustopp und das Lügenkomplott gegen Barbara Weigand bis ins Detail behandelte. Diese Denkschrift, die auch dem damaligen Bischof von Würzburg ausgehändigt wurde, gelangte auf gleichem Wege auch nach Rom an den Heiligen Stuhl. Man lese dazu doch das Buch „Die Wahrheit über Barbara Weigand von Schippach“, das in unserer Homepage www.barbara-weigand.de nachzulesen ist. Auch kann dieses Buch, das als Manuskript in kleiner Auflage noch verfügbar ist, bei unserer bekannten Bestelladresse gegen Spende bezogen werden.

Der Feldzug von Presse und Obrigkeit gegen Barbara Weigand.

Aber warum all dieser Widerstand gegen die Schippacher Schriften , den Kirchenbau und letztlich auch gegen die Gründung des Eucharistischen Liebesbundes des göttlichen Herzens Jesu? Was bewog diese kirchlichen Amtsträger eigentlich dazu, überhaupt eine solche unglaubliche Verleumdungskampagne gegen eine unbescholtene Kirchgängerin und  gläubige Katholikin anzuzetteln? Gegen eine Frau, die nach einhelliger Auffassung vieler Priester, Ordenschristen und Laien, die sie gekannt und  auch begleitet haben, als Beichtväter, als Pfarrer und als Gesinnungsfreunde, ein in jeder Hinsicht treues und gehorsames Diözesankind gewesen ist und sich durch nichts etwas zu schulden kommen ließ, was zu den Pflichten eines katholischen Christen zählt.  Sie galt als eine überaus fleißige Magd und zudem treue Kirchgängerin. Die Kenner ihres einfachen Lebens und Wirkens bezeugen immer wieder übereinstimmend, dass es sich bei Barbara Weigand um eine auffallend demütige, aufopfernde und sittlich überzeugende Frau gehandelt hat, die für GOTT und Sein Reich alles auf sich nahm, was nur erdenklich war. Sie hätte wahrlich ein Aushängeschild und Privileg für die kirchliche Obrigkeit sein können, das zur Nachahmung hätte sein können. Welche wahren Kräfte standen also hinter dieser im höchsten Maße abstoßenden und diffamierenden Kampagne gegen die Wahrheit dieser Frau, die ihr jungfräuliches Leben in den Schmutz zu ziehen und ihre Unbescholtenheit in Zweifel zu ziehen suchten? Nun - wir wissen es nicht, können aber dank der umfassenden Aktenlage, wir sprechen hier ganz gewiss von annähernd 100.000 Schriftstücken, Dokumenten und Abhandlungen, darunter auch etliches beglaubigte Dokumente und Schriftgut von höchsten kirchlichen Stellen. Es ist also alles zusammengetragen, um den Fall Schippach seriös, authentisch und Lebensnah erforschen und öffentlich machen zu können. Nur - wollen muss man auch, auf Seiten der Verantwortlichen in der Kirche, die dazu sowohl eine sittliche Verantwortung tragen als auch ein pflichtgemäßes Verlangen. Die Gerechtigkeit jedenfalls verlangt danach, und die katholische Sittenlehre fordert es gar. An dieser Wahrheitsfindung mitzuarbeiten, ist unser Verlangen und dafür setzen wir uns seit vielen Jahren entschieden und unerschrocken ein und schreiben uns im wahrsten Sinne des Wortes die Finger wund daran.

Wir wollen in unseren Büchern und Schriften Zeugnis ablegen für das Leben und Wirken der Schippacher Jungfrau und Seherin Barbara Weigand, die ihr jungfräuliches Leben und Wirken ganz in den Dienst von Kirche und Gottesvolk gestellt hat, weil der HERR ihr dazu den Auftrag gab. Ihre Sendung ist es gewesen, den christussuchenden Menschen Wege und Inhalte aufzuzeigen, den katholischen Glauben in Wahrheit leben zu können und ihr Heil in GOTT und Seiner Kirche zu suchen. Zudem sollte ein Damm gebildet werden gegen den Unglauben, Sittenlosigkeit und Irrglauben, und der rauch Satans aus der Kirche verbannt werden.

Unmittelbar  nach der Heiligsprechung des Papstes Pius X., dem diese besagte  Kirche in Schippach als Dankeskirche und als Stätte der Ewigen Anbetung gewidmet werden sollte, weil er unserer Weltkirche durch päpstliches Dekret die Oft- und Kinderkommunion geschenkt hat, wonach es im ausdrücklichen Willen Gottes gelegen ist, dass dem katholischen Gottesvolk die tägliche Feier des heiligen Messopfers und Kommunionempfang zu gewähren sei. Man ist, was den Kirchenbau in Schippach betrifft, dort immer noch geneigt zu meinen, mit dem Bau der jetzigen Kirche in Schippach und ihre Einweihung im Jahre 1960, übrigens von dem damaligen Bischof von Würzburg und späteren Kardinal Julius Döpfner geweiht, habe sich der Wunsch Barbara Weigands für den Bau der vom Herrn ausdrücklich geforderten und bestimmten Dankeskirche und eucharistisches Anbetungszentrum erfüllt und damit sei diese große Verpflichtung Schippachs abgetragen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Anhänger Barbara Weigands, die im tiefen Glauben an das wirkliche Geschehen um die Sendung der Barbara Weigand viel, sehr viel Geld gespendet hatten, man weis um mehr als 500.000 Gold- und Reichsmark, fühlen sich um ihr Vermögen betrogen und sehen sich von den Amtsträgern der Kirche in ihrer  Gutgläubigkeit entschieden getäuscht. Auch ich kann dieser Annahme der Kirchenleitung, die jetzige Pfarrkirche in Schippach erfülle den Wunsch und die Weisung des Herrn dazu, nicht nachvollziehen, aus den bereits zuvor genannten Gründen. Insbesondere verspüre ich in meiner Tätigkeit in dieser Angelegenheit bis hinauf in die Spitze der Diözesanleitung Abwehr und Abneigung, ja gar Ausgrenzung und geistige Verfolgung.

Barbara Weigand, Bahnbrecherin für eine eucharistische Erneuerung.

Obwohl eine solche Rechtfertigung, wie gefordert, in Anbetracht der großen Verdienste Barbara Weigands, aber auch im Interesse der Glaubwürdigkeit kirchlicher Behörden längst überfällig ist,  ist derzeit nichts erkennbar, was zu berechtigten Hoffnungen dazu Anlass geben könnte. Barbara Weigand hatte ja nicht nur die Initiative zum Bau der Schippacher Dankeskirche, so wie es der liebe Heiland wollte gegeben, sondern sie hatte in überzeugender Weise die Tugenden des häuslichen Lebens in heroischem Maße geübt, wie man weiß, und so ein Idealbild moderner Laienfrömmigkeit geboten, und sie ist auch zudem Bahnbrecherin für die eucharistische Erneuerung der Welt durch ihr Apostolat für die Gewährung der heiligen Kommunion, ausgeübt zu einer Zeit, als das Kommuniondekret Papst Pius X. noch lange nicht erschienen war. Darin aber liegt eine einzigartige, über ihr persönliches Tugendleben weit hinausgreifende Bedeutung dieser heiligmäßigen Frau aus Schippach, die auch in ehrenden Publikationen im Vatikanischen Rundfunk und im Ossrvatore Romano zum Ausdruck kam, 1947 und 1949. Schließlich ist Barbara Weigand auch die Stifterin eines Schwesternhauses, einer Pfarrei Rück-Schippach und auch die Stifterin vieler anderer Werke, darunter auch einer kompletten Neuausstattung an Paramenten, Kelchbestecken und einen Tragehimmel für die Würzburger Kirche und ihren ersten Fronleichnamszug nach dem schweren Bombardement dort.  Sie hat die eucharistische Anbetung in einer Weise gepflegt, wie es kaum noch zu steigern gewesen ist, mit ihren täglichen Tabernakelanbetung, ihrem unermüdlichen Fleiß und Beständigkeit zur Förderung dieser Gnade und letztlich auch ihren ganz besonderen Dienst, den sie der Kirche gestiftet hat, in dem sie ihr ganzes Leben in den Dienst des eucharistischen Königs gestellt und dafür schwerste Belastungen aller Art auf sich genommen hat. Ihre Liebe, Opferbereitschaft und tiefe Verehrung des höchsten Gutes im heiligen Tabernakel sind beispielhaft für alle Christussuchenden in unserer heutigen Zeit. Ihre Offenbarungen geben Aufschluss über unseren Weg in der einen wahren Kirche, die der Herr Selbst gestiftet hat und in der wir alles haben, was wir brauchen, um heilig zu werden und unser Lebensglück und damit unsere Bestimmung zu finden.

Fortsetzung folgt.


Wolfgang E. Bastian