Offener Brief
An S. Exz. Dr. Friedhelm Hofmann
Bischof von Würzburg,
Kardinal-Döpfner-Platz 4
97070 Würzburg
Hochwürdigster Herr Bischof!
Priester und die katholische Presse haben sich mit Barbara Weigand und ihren Werken insbesondere in den Jahren um 1915 bis 1925 ausgiebig befasst. In ungezählten Presseartikeln, in Fachzeitschriften und in dickleibigen Bänden ist von ihrer Person und ihrem Wirken geschrieben und in der kirchlichen Öffentlichkeit ein Bild vorgeführt worden, das alles andere, nur keine geschichtliche Wahrheit ist, und leider bis heute noch in manchen kirchlichen Kreisen so gefördert wird. Das konnte und kann aber gar nicht anders sein: das damals und auch heute noch vorgetragene Bild ist und bleibt ein Zerrbild, da - wie authentisch feststeht - die aktivsten Gegner weder jemals eine Originalurkunde von Schippach in den Händen gehalten haben, noch auch die geistliche Hinterlassenschaft und das umfassende Akten- und Schriftenmaterial unvoreingenommen studiert und nach den echten Kriterien einer untadeligen und fachlich ausgewiesenen Aufarbeitung der Schippacher Sache vorgenommen haben. Viel schlimmer noch: auch heute noch, nach fast 90 Jahren, sind die verantwortlichen Stellen immer noch nicht bereit, die Schippacher Sache aufzuhellen und begangenes Unrecht an Barbara Weigand und mit ihr unzähliger Priester und gläubiger Christen wieder gutzumachen.
Es gab aber auch Priester, und dazu zählen vor allem auch die Autoren der in unserer Verteidigungsschrift „Die Wahrheit über Barbara Weigand“ sowie der im Quellennachweis darin aufgeführten Theologen, welche aus genauer Kenntnis Barbara Weigands, die sie als Seelsorger, Beichtväter, Gewissensberater oder durch gründliches Aktenstudium gewonnen hatte, den Schippacher Vorgängen gegenüber traten und darum in der Lage waren, nicht nur das äussere Gehabe der Jungfrau mit scharfem Blick und theologischem Sachverstand zu verfolgen und präzise zu beurteilen, sondern auch in ihr Inneres zu schauen und die tiefsten Wurzeln ihres Wollens und selbstlosen Handelns zu erkennen: diese Priester aber haben der Jungfrau Barbara Weigand und ihren Werken und erkennbaren Sendung allesamt ein hohes Lob widerfahren lassen und sich trotz massiver Androhungen ihrer kirchlichen Oberen nicht gescheut, dafür einzutreten und ihr Diözesankind Barbara Weigand in Schutz zu nehmen und ihre Verteidigung aufzunehmen. Vorangestellt sei hier ihr langjähriger Beichtvater, Seelsorger und Autor unzähliger Bücher, Aufsätze und Schriften, aber auch unzähliger Manuskripte, Msgr. Dr. Dr. Wilhelm Büttner, Päpstlicher Geheimkämmerer und Bischöflicher Geistlicher Rat. Sie haben umfassende Studien als theologische Prüfungen und Gutachten erstellt und ihre Ergebnisse der aufgestachelten Presse und den damit befassten Kirchenoberen mutig entgegengestellt. Alles dies und alle sonstigen wesentlichen Umstände um den Fall Barbara Weigand sind bei Ihnen in schriftlicher Form bekannt und den noch lebenden Zeitzeugen aus dieser Zeit und den folgenden Amtsträgern ganz gewiss im Gedächtnis. Es ist jetzt an der Zeit, dies alles öffentlich zu machen.
Als theologische Prüfung und Würdigung stellen sie das Leben und Wirken von Barbara Weigand ins Licht katholischer Lehre und Grundüberzeugungen und geben somit der einen Wahrheit Zeugnis und die Ehre. Beides ist unverzichtbar und unwiederbringbar. Es sind Stimmen, die aus allen Perioden ihres langen Lebens genommen sind, authentisch wiedergegeben und sich somit zu einer lückenlosen Kette von Zeugnissen für das Vollkommenheitsstreben und den lauteren Charakter der Schippacher Jungfrau zusammenschliessen; es sind Dokumente und eidesstattliche Versicherungen von Augen- und Ohrenzeugen, Wegbegleiter und Gesinnungsfreunde, engagierte und treukatholische Menschen in der Nachfolge Jesu Christi, die unvoreingenommen und mit wachem Verstand und Empfinden die Sendung von Barbara Weigand auch als ihre Sendung empfunden und dafür mit ihrem eigenen Lebensbeispiel Zeugnis abgelegt haben.
Noch in ihrem höchsten Greisenalter schrieb sie innere Erleuchtungen auf und brachte sie ihrem Beichtvater. Zur Niederschrift ihrer Erleuchtungen glaubte sich Barbara Weigand durch die innere Stimme gedrängt, wie sie z. B. im Jahre 1904 ihrem Beichtvater meldet: „Am Anfang der Woche sagte der Herr: Diese Woche schreibe auf, was Ich dir sage, und richte dich, es bis Samstag deinem Beichtvater auszuhändigen.“ Schon zuvor im Jahre 1901 hatte sie in einem Brief an das Ordinariat Mainz die Versicherung abgegeben: Alles, was ich schreibe, tue ich, weil ich innerlich dazu aufgefordert werde.
Barbara Weigand und mit ihr alle ihre Berater aus dem priesterlichen Stand wussten, dass es katholische Lehre ist, dass derjenige, welcher die Stimme Gottes in sich vernimmt, dieser Stimme folgen muss, auch wenn er in Konflikt mit seinen kirchlichen Organen gerät. Barbara Weigand hat keinen Augenblick in ihrem ganzen Leben auf den geistlichen Rat ihres Beichtvaters verzichtet und wusste sich stets in der Obhut ihrer geistlichen Berater. Sie hatte ihr Treuegelöbnis und Treueversprechen zum Herrn und der Gottesmutter Maria stets vor Augen und bis zum Tode in Treue geübt.
Diese geistlichen Begleiter Barbara Weigands kannten alle ihre Aufschreibungen und beobachteten genau ihr Frömmigkeitsleben und ihre Treue zu Papst und Kirche. Sie wussten aus eigenem Studium der Schriften, dass bei Barbara Weigand keine Anzeichen wahrnehmbar waren, welche die Theologen zur Annahme bestimmen hätte müssen, Barbara Weigand sei im ganzen Zusammenhang ihres frommen Wirkens von bösen Feinden getäuscht worden. Sie wussten auch, und konnten das sehr fundiert bestimmen, dass Barbara Weigand nicht die Absicht hegte, andere hat täuschen oder betrügen zu wollen und sie erkannten auch unvoreingenommen, dass der Zweck der Gründung des eucharistischen Liebesbundes ein guter, ein echt katholisches Verlangen war und die Erbauung einer Sakramentskirche in Schippach der allgemeinen Verehrung des Allerheiligsten Sakramentes erheblichen Auftrieb in dieser Region hätte verleihen können, und sie machten sich diese Punkte zu eigen und berichteten auch darüber an dafür zuständige kirchliche Stellen. Allerdings musste ihr Versuch, in einer ruhigen, sachlichen, bescheidenen und pietätvollen Beantwortung auf die von Presse und kirchlichen Stellen vorgebrachten überstürzten Urteil und Vorwürfen einzugehen, scheitern angesichts der höchst einseitigen Pressefehde und Verfolgungstendenzen, die allesamt ihren geistigen Ursprung vor allem in dem damaligen Subregens Dr. Vitus Brander der Diözese Würzburg hatten, der letztendlich für die Schippacher Sache und ihre kirchliche Vereitelung Verantwortung zu übernehmen hat.
Pfarrer Hugo Holzamer, der in der Zeit Barbara Weigands lebte und sich gleichfalls in der Angelegenheit Barbara Weigands hervorgetan hatte und sie mit seinem priesterlichen Beistand begleitete, hatte wegen der Pressehetze und der zwiespältigen Handlungsweise der Würzburger Diözesanleitung eigens eine Verteidigungsschrift herausgegeben, angelegt als theologisches Gutachten mit dem Buchtitel „Das Problem von Schippach und seine Behandlung in der gegnerischen Presse“, und er kommt darin zu einer eindeutigen Wertung, die nach herrschender Ansicht der Freunde der Schippacher Sache auch heute noch uneingeschränkt gilt, wenn er darin u. a. feststellt: Offenbar ist also Barbara Weigand eine jener einfachen frommen Seelen, von welchen die Welt und die in deren Geist Gebildeten, die Männer moderner Wissen¬schaft, die führenden Persönlichkeiten der Zeitgeistströmungen und die Aufpeitscher der öffentlichen Meinung sich wenig beeinflussen lassen. Der Kurswert des Ansehens solcher frommer Personen steht gerade auch heute in den von dem Zeitgeist berührten Kreisen im katholischen Lager nicht hoch. Und doch will in unserem Falle eine dieser verkannten Personen eben auf die genannten Kreise Einfluss gewinnen. Noch mehr, diese einfache Dienstmagd richtet den Aufruf zu einer katho¬lischen Welterneuerung selbst an die Mächtigen der Erde, die Fürsten, an die Führer im Gebiet der Politik und des sozialen Lebens, ja sogar an die kirchliche Autorität, an Priester, Bischöfe und Papst. Rein natür¬lich betrachtet scheint da doch eine kaum überbrückbare Kluft zwischen der Niedrigkeit der rufenden Stimme und der Erhabenheit und Schwierigkeit ihrer Aufgabe zu stehen. Ist es nicht erstaunlich, wie sehr diese Einschätzung auch bis in unsere heutige Zeit Geltung hat, besonders auch auf dem Hintergrund der anhaltenden Untätigkeit und möglicherweise auch bewussten Verschleppung dieser Schippacher Sache?
Dabei war das Interesse an einer geschichtlich-historischen Aufarbeitung des Lebenswerkes Barbara Weigands bedeutsam, durchzog ganze Konvente und hatte bei vielen damals noch im aktiven Dienste stehenden Priestern einen hohen Vorrang. Dieses Bemühen war auch noch lange nach Barbara Weigands Tod, ja bis hinein in die achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Damals hatte eine Gruppe von Priestern und Laien aus der Diözese Würzburg sich in einer schriftlichen Eingabe vom 5. November 1975 an den Bischof von Würzburg gewandt und ihn gebeten, ein Verfahren zur Seligsprechung Barbara Weigands doch alsbald einzuleiten.
Der damals in der Diözese Würzburg lebende und in der katholischen Welt für sein Engagement in katholischen Grundfragen bekannte Graf von Magnis, der sich sehr um die Schippacher Sache bemüht und engagiert hatte, vertraute sich seinerzeit dem Würzburger Generalvikar Justin Wittig an, mit dem er sich gut verstand. Von ihm beraten und ermutigt, bereitete er einen schriftlichen Antrag vor, mit dem der Bischof von Würzburg gebeten werden sollte, ein Verfahren zur Seligsprechung Barbara Weigands einzuleiten, zumal zu diesem Zeitpunkt das heiligmässige Leben von Barbara Weigand alle, die sie kannten und auch solche, die sie zwar nicht gesehen hatten und/oder ihr nur flüchtig begegnet waren oder aber nur von ihr gehört oder gelesen hatten und ihre Schriften kannten, nur ein allerbestes Zeugnis ausging. GV Wittig empfahl, den zuständigen Dekan Erwin Happ, Pfarrer von Mechenhard, sich an dem Vorhaben unbedingt zu beteiligen. Wir wissen aus den Aufzeichnungen von H. H. Pfarrer Dr. Dr. Adam Zirkel auch, dass sich am 5. November 1975 in Rück-Schippach etwa 20 Priester und Laien, von denen einige Barbara Weigand noch persönlich gekannt hatten, unter ihnen Pfarrer Josef von Traitteur, der von 1932 bis 1957 Pfarrer von Rück-Schippach gewesen war und ein halbes Jahr später, nämlich am 2. Mai 1976, im Alter von 86 Jahren gestorben ist, trafen, um das gemeinsame Anliegen der Angelegenheit Barbara Weigand bei der Bischöflichen Behörde in Würzburg neu anzustoßen und erstellten demgemäß ein weiteres Schriftstück an diese Behörde. Sie unterschrieben als erste den vorbereiteten Antrag und trugen sich in das „Unterschriftenbuch für die Seligsprechung Barbara Weigands“ ein, das damals angelegt wurde. Es lag bis November 1979 in der St. Pius-Kirche auf. Die Zahl der Unterschriften wuchs im Laufe der Zeit auf über 4000 an. Das Bischöfliche Ordinariat Würzburg gab im Würzburger Diözesanblatt vom 15. März 1976 bekannt, dass es „auf Anregung einer Gruppe von Priestern und Laien prüfe, ob ein ortsoberhirtliches Erhebungsverfahren zur Seligsprechung Barbara Weigands zu eröffnen sei“, und forderte dazu auf, Wissenswertes mitzuteilen. In der folgenden Zeit wurde eine Anzahl von Personen, die Barbara Weigand noch gekannt hatten, auch als Zeugen gehört und darüber Niederschriften verfasst. Pfarrer Dr. Dr. Adam Zirkel, der sich seit Jahren anhaltend für die Aufarbeitung der Schippacher Angelegenheit und die Verbreitung der Schippacher Schriften eingesetzt und darüber auch einen Redaktionsbeitrag in der Obernburger Zeitung in einem Artikel „Prozeß der Seligsprechung“ berichtet hat, bat darin ebenfalls das Gottesvolk, sich für die alsbaldige Seligsprechung der Dienerin Gottes Barbara Weigand zu interessieren und, soweit vorhanden, hierzu Unterlagen dazu bereitzustellen und diese dem Bischöflichen Ordinariat Würzburg mitzuteilen, damit dieses dieselben einsehen und ablichten kann.
Am 19. Mai 1976 schrieb Frau Eugenie Hetzer, eine gleichfalls in der Schippacher Angelegenheit sehr engagierte Katholikin aus Nürnberg, an den Bischof von Würzburg, Dr. Josef Stangl, dass sie „mit großer Freude“ im Bistumsblatt gelesen habe, „dass Sie die Vorbereitung der Eröffnung eines Seligsprechungsprozesses für die Dienerin Gottes, Barbara Weigand eröffnet haben“. Und weiter: „In den letzten Monaten habe ich 1132 Unterschriften in Würzburg mit der Bitte um Eröffnung des Seligsprechungsprozesses gesammelt. Spontan und freudig haben ganze Konvente geschlossen unterschrieben: Franziskanerinnen von Maria Stern, 87 Würzburg, Bohnesmühlgasse 16; Töchter des Allerheiligsten Erlösers, 87 Würzburg, Ebracher Gasse 6; Ursulinen, 87 Würzburg, Augustinerstr. 17; Englische Fräulein, 87 Würzburg, Annastr. 6; Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu, 8702 Kloster Oberzell sowie die Ritaschwestern, 87 Würzburg, Friedrich-Spee-Str. 32. Als Anlage fügte Frau Hetzer die entsprechenden Unterschriftslisten bei.
Weitere 3500 Unterschriften waren zu diesem Zeitpunkt in Unterschriftenlisten im Pfarramt der St. Pius-Kirche in Schippach bereits gesammelt worden und wurden später an den Würzburger Bischof nachgereicht. Insgesamt kamen dadurch 8400 Unterschriften zusammen. Im Text der Petition wird um die Eröffnung des Seligsprechungsprozesses für Barbara Weigand ersucht, „um in dieser Zeit des erfreulich häufigen Kommunionempfangs das Bewusstsein für die reale Gegenwart Jesu Christi im eucharistischen Sakrament lebendig zu halten“. Dazu dann noch der wichtige Satz: „Barbara Weigand wird aufgrund ihres auf die Eucharistie hinge-ordneten Lebens als Zeugin der realen Präsenz Christi in der Eucharistie bezeichnet“. In dieser Pressemitteilung (POW) des Würzburger Bischöflichen Ordinariats wird ausdrücklich mitgeteilt, „Das Bischöfliche Ordinariat Würzburg hatte am 15. März 1976 bekanntgegeben, dass die Voruntersuchung für die eventuelle Eröffnung des Seligsprechungsprozesses begonnen hat; wer mündlich oder in schriftlichen Dokumenten Auskunft über Barbara Weigand geben kann, wurde gleichzeitig aufgefordert, diese dem Ordinariat zur Verfügung zu stellen“. Diese Bischöfliche Pressemitteilung wurde auch im Sonntagsblatt ausdrücklich bestätigt. Warum wird seit Jahrzehnten diese Wahrheit durch kirchliche Stellen in der Diözese offenkundig geleugnet und warum wird das nachhaltige und so sehr überzeugende Verlangen so vieler angesehener und unbescholtener Theologen und engagierter Laien in dieser Schippacher Sache so ignoriert und demonstrativ ungeschehen und unbeachtet gelassen? Wo bleibt da die katholische Moral und das Gewissen der Kirche?
Daraus, aber auch aus anderen uns vorliegenden wichtigen Dokumenten, lässt sich unzweifelhaft erkennen, dass der verstorbenen Bischof von Würzburg, Dr. Josef Stangl, die Vorbereitung des Seligsprechungsprozesses der Barbara Weigand noch zu seinen Lebzeiten angestossen hatte, zumal Zeugen aus dieser Zeit eindeutig berichteten, dass es ihm wohl ein Herzensanliegen gewesen ist, das Frömmigkeitsleben von Barbara Weigand kirchlich angemessen würdigen zu wollen.
Auch muss an die Initiative hierzu durch die Arbeitsgemeinschaft „Das große Zeichen - die Frau aller Völker E.V“ mit Sitz in Würzburg, zu der auch Graf Franz von Magnis zählte, erinnert werden, die diese in Abstimmung mit dem Bischöflichen Ordinariat Würzburg und mit Gutheißung des verstorbenen Kardinals Julius Döpfner ergriffen hat. Diese Unterschriftenlisten lagen in einem „Unterschriftenbuch für die Seligsprechung Barbara Weigands“ in der St. Pius-Kirche in Schippach während der Zeit vom 5. November 1976 bis einschliesslich 15. November 1979 offen und enthielten nach Angaben des Pfarrers Wilhelm Kley allein 4597 Unterschriften. In das Buch sind die einzelnen Unterschriftenlisten lose eingefügt. Darin waren auch die Namen von 29 Priestern aus der Region enthalten, wie wir glaubhaft machen können. „Die Unterschriften können mit Hilfe der auf der Liste in Klammern gesetzten Daten leicht nachgeschlagen werden“, so Pfarrer Dr. Dr. Adam Zirkel in einem Brief an den Bischof von Würzburg. Auch eine gehörige Zahl von Ordenspriestern und Priestern aus anderen Regionen haben sich in dieses Buch eingetragen und damit Partei ergriffen und Zeugnis abgelegt für das heiligmässige Leben der Schippacher Jungfrau und Seherin Barbara Weigand.
Aus den Unterlagen im Vereinsarchiv in Schippach entnehmen wir, dass sich allein an dieser Aktion einer Petition an den zuständigen Bischof folgende Diözesanpriester der Diözese Würzburg ausdrücklich für eine alsbaldige und endliche kanonische Prüfung eingesetzt, mit ihrem Namen gezeichnet und dafür ausdrücklich vor ihrem Bischof eingestanden sind, allesamt mit der Erwartung, dass aufgrund des heiligmäßigen Lebens ihres Diözesankindes Barbara Weigand eine kanonische Würdigung mit dem letzten Akt der Seligsprechung höchst angemessen sei:
Pfarrer Josef von Traitteur am 5. November 1975;
Dekan Erwin Rapp, am 5. November 1975;
Pfarrer Robert Brendel am 5. November 1975;
Pfarrer Franz Sikora am 8. November 1975;
Pfarrer Karl Roth am 11. November 1975;
Pfarrer Josef Ullrich am 11. Januar 1976;
Kaplan Alfred Stürmer am 23. Februar 1976;
Pfarrer Albert Gliesche am 1. Mai 1976;
Pfarrer Dr. Max Rößler am 5. Mai 1976;
Pfarrer Walter Stier am 24. Mai 1976;
Pfarrer Theo Hain am 25. August 1976;
Pfarrer Waldemar Müller am 31. August 1976 (ord. 1977);
Pfarrer Gerd Goldhammer am 27. September 1976;
Pfarrer Herbert Neeser am 7. Oktober 1976;
Pfarrer Peter Pretscher am 12. Oktober 1976;
Pfarrer Lorenz Wirth am 14. Oktober 1976;
Pfarrer Karl Dietz am 22. Oktober 1976;
Pfarrer Hans Schwarz am 28. Dezember 1976;
Pfarrer Lorenz Heilmann am 28. Juli 1977;
Pfarrer Hermann Wolpert am 14. August 1977;
Pfarrer Hermann Josef Ludwig am 16. August 1977;
Pfarrer Dr. Ludwig Pfeifer am 28. August 1977;
Pfarrer Walter Lederer am 3. Oktober 1977;
Pfarrer Ludwig Gerstenberg am 9. Oktober 1977;
Pfarrer Ferdinand Welzbacher am 11. Oktober 1977;
Pfarrer Ernst Janik am 23. Oktober 1977;
Pfarrer Hans Link am 13. September 1978;
Pfarrer Ludwig Müssig am 3. Oktober 1978 sowie
Pfarrer Berthold Scheuring am 12. August 1979.
Zudem sind folgende Priester aus anderen Diözesen ausdrücklich aufgeführt:
Pater Friedbert Branz, SDS am 5. November 1975;
Pater Arnold Renz, SDS am 5. November 1975;
Pater Ernst Alt am 5. November 1975;
Pater Franz Georg von Waldburg-Zeil SJ., München am 10. Januar 1976;
Prälat Othmar Weis, Mainz, am 14. September 1976 sowie
Pater German Heß am 14. September 1977.
Danach kam es nach unseren Unterlagen auch noch zu weiteren Einzelaktionen von Priestern aus dem näheren Umfeld der Schippacher Sache, darunter des späteren Vorsitzenden der „Barbara-Weigand-Gesellschaft“ E.V., Herrn Pfarrer Alfred Stürmer, Fellen.
Aber auch rund zehn Jahre später drängten engagierte Priester und Ordenspriester in der Diözese Würzburg, voran der spätere Mitbegründer und Vorsitzende der 1990 gegründeten „Barbara-Weigand-Gesellschaft E.V. “ Elsenfeld, Pfarrer Dr. Dr. Adam Zirkel, den damaligen hochwürdigsten Herrn Bischof Dr. Paul Werner Scheele erneut, die Kanonisation der Dienerin Gottes Barbara Weigand einzuleiten bzw. fortzuführen und zu diesem Zweck Erhebungen über ihr Leben, ihre Tugenden und den Ruf ihrer Heiligkeit anzustellen, wie in den Archivunterlagen nachzuschlagen ist. In einem Aufruf an einige seiner Mitbrüder in der Diözese Würzburg erinnerte sodann Pfarrer Dr. Dr. Adam Zirkel anlässlich des 25. Jahrestages der Weihe der St. Pius-Kirche in Schippach in einem festlichen Dankgottesdienst in der St. Pius-Kirche in Schippach erneut an die beim Würzburger Ordinariat vorliegende Petition zwecks Kanonisation der Schippacher Jungfrau Barbara Weigand und bat um endlichen Vollzug derselben. Bei einem anschliessenden Mittagsessen hatte der Pfarrer i. R. und Bischöflicher Geistlicher Rat Peter Klement, der zur Zeit des Kirchenbaues Dekan von Obernburg gewesen war und an dem Dankgottesdienst als Konzelebrant teilgenommen hatte, in einer Tischrede angeregt, die bereits früher in Angriff genommene Seligsprechung Barbara Weigands doch weiter zu betreiben und zu einem guten Abschluss zu bringen. Diesem frommen Wunsch hatten sich viele dort anwesende Mitbrüder im geistlichen Amt und viele andere Anwesende sichtbar gerührt angeschlossen. Dabei erinnerte die anwesende Geistlichkeit daran, dass Papst Johannes Paul II. durch seine Apostolische Konstitution „DIVINUS PERFECTIO-NIS MAGISTER“ vom 25. Januar 1983 das Kanonisationsverfahren neu geordnet hat und demzufolge es gerade auch für einen solchen Fall wie Barbara Weigand ein ausdrückliches kirchliches Interesse gibt, die eine Wiederaufnahme eines in Augenschein gefassten Verfahrens nützlich und auch für angebracht hält. Darin heisst es u. a.: Den Diözesanbischöfen.. kommt innerhalb der Grenzen ihrer Jurisdiktion das Recht zu, sei es von Amts wegen, sei es auf Antrag einzelner Gläubiger oder rechtlich anerkannter Gruppen und deren Vertreter, Erhebungen anzustellen über das Leben, über die Tugenden oder das Martyrium und den Ruf der Heiligkeit bzw. des Martyriums, über behauptete Wunder sowie gegebenenfalls über eine althergebrachte Verehrung des Dieners Gottes, dessen Kanonisation beantragt wird.
Pfarrer Dr. Dr. Adam Zirkel fährt dann in seinem schriftlichen Aufruf fort: „Wenn Sie sich dem Wunsch nach der Seligsprechung Barbara Weigands anschließen wollen, bitte ich Sie, dies durch Ihre Unterschrift und die übrigen Angaben auf dem beiliegenden Blatt zu bekunden, wenn möglich, weitere Personen, die dies ebenfalls wünschen, zur Unterschrift einzuladen und mir das Blatt zurückzuschicken, damit ich es dem Herrn Bischof übergeben kann“.
Dieser Brief ging an folgende Geistliche Herren:
Msgr. Max Rößler;
Pfarrer Peter Klement;
Pfarrer P. Wilhelm Kley;
Dekan Erwin Happ;
Pfarrer Alfred Stürmer;
Kaplan Gregor Weinbeer;
Pfarrer Heinz Hepp;
Pfarrer Anton Emge;
Pfarrer Dr. Benno von Bundschuh sowie
Pfarrer Leo Giegerich.
Pfarrer Dr. Dr. Adam Zirkel war auch Hauptzelebrant und Festredner anlässlich des Silberjubiläums (25. Jahrestag) der Kirchweihe der St. Pius-Kirche in Schippach am 29. September 1985. Diese Festpredigt begann er mit den Worten: „Was ist das Besondere an dieser Kirche? Was unterscheidet sie von allen Kirchen auf der ganzen Welt? Es ist die Geschichte ihrer Entstehung. Diese Geschichte beginnt mit einer Frau aus dieser Gemeinde, aus Schippach: Barbara Weigand. Darum darf ich, darum muss ich heute ihr Leben erzählen.“ Pfarrer Dr. Dr. Zirkel war auch kirchenamtlicher Notar im Auftrag von Würzburg bei der Umbettung der sterblichen Überreste von Barbara Weigand am 12. September 1984. Zufall oder Vorsehung? Schon damals wäre er, mit Pfarrer Alfred Stürmer, mit Barbara Weigand verwandt, der rechte Mann gewesen, um die causa von Barbara Weigand in die Hand zu nehmen. Auch die Anbetung in der Sakramentskapelle in Schippach, jeweils drei Tage in der Woche, während des ganzen Jahres, geht auf Barbara Weigand zurück.
Auch hatte sich der Priesterrat der Diözese Würzburg in seiner ordentlichen Plenum-Sitzung vom 5. November 1985 ausführlich mit dieser und anderen Fragen zur Angelegenheit Barbara Weigand befasst, und soweit wir wissen, sich positiv zu dem Verlangen der Diözesanpriester zur Fortentwicklung dieser Angelegenheit aus-gesprochen. Auch diese Tatsache ist aktenkundig, wie auch alle anderen angebotenen Schriftstücke jederzeit unter Beweis gestellt werden können.
Es waren also vor allem angesehene und ehrwürdige Priester der Diözese Würzburg, die an vorderster Stelle sich für die Aufarbeitung und ein würdiges Gedenken der Schippacher Jungfrau und Seherin Barbara Weigand engagiert haben. Das führte letztlich auch zur Gründung dieser Gesellschaft, zur Förderung der causa Barbara Weigand, um eine gründliche theologische Aufarbeitung der Materie voranzutreiben und letztlich durch ihre wiederholte gemeinsame Initiative einen weiteren Vorstoß zu machen, um damit in der Angelegenheit Barbara Weigands und damit der gesamten Schippacher Sache ein unübersehbares Zeichen zu setzen, letztlich natürlich auch, die Einleitung eines Oberhirtlichen Verfahrens für ein kirchliches Seligsprechungsverfahren für Barbara Weigand anzuregen. Dafür haben sich viele Jahre auch andere Stellen im innerkirchlichen Leben im gesamten Diözesanbereich Würzburg eingesetzt und mit ihren guten Wünschen und anhaltendem Gebet begleitet.
So hat die „Barbara-Weigand-Gesellschaft“ in ihrer Satzung auch festgeschrieben, „die Erinnerung an Barbara Weigand wachzuhalten, sowie ihre Berufung und Sendung kennenzulernen, in die Gegenwart zu übersetzen und zu leben“.
In einem Brief des Pfarrers Alfred Stürmer (1989) an den damaligen Bischof von Würzburg, Paul-Werner Scheele, bittet er eindringlich wie auch nachhaltig um mehr Beachtung und Wohlwollen der Diözese für die Angelegenheit der Schippacher Sache und mit ihr Barbara Weigands und ihre Mystik, „ja, die für uns alle und für die ganze Kirche brennend aktuell geworden ist, bzw. immer schon war.. und der Geist der Schippacher Schriften mehr erkannt und von der Kirche mehr gewürdigt werde.“ Diesen Standpunkt bekräftigt Stürmer auch in seinem Brief an Pfarrer Dr. Dr. Adam Zirkel, in dem er seine verschiedenen Briefe und Anstösse in gleicher Sache an die Bischöfe von Würzburg und Mainz noch erinnerlich macht und auch, warum er die geistlichen Persönlichkeiten um grössere Beachtung und Engagement bei der Wahrheitsfindung in der Schippacher Sache immer wieder aufs neue bittet, und darin den dringenden Bedarf nach veränderter Sicht- und Handlungsweise in der Kirche anmahnt, „dass ich mir oft wünsche, dass doch der Geist, der in den ‚Schippacher Schriften‘ atmet, auch unsere heutige Pastoralarbeit und alle Gläubigen erfassen möge“.
Unserem Alt-Weihbischof Helmut Bauer sind wir auch heute noch zu grossem Dank verpflichtet, dass er die 7 Bände „Offenbarungen an Barbara Weigand“ mit einem mit Unterschrift signierten Vorwort gewürdigt hat. Bischof Helmut fand darin bemerkenswerte und höchst beachtliche Worte der Würdigung des Lebenswerkes von Barbara Weigand: „Was die einfache Frau Barbara Weigand in ihren Privatoffenbarungen erfahren und niedergeschrieben hat, ist erstaunlich.. Ihre Aussagen haben zuweilen eine ungemein prophetische Kraft und zeugen davon, dass sie mit den Augen des Glaubens die geistigen Verwerfungen ihrer Zeit erkannte.. Man muss dieser Frau bestätigen, dass sie leidenschaftlich für die Sache Gottes eintrat und in Christus ihren Orientierungspunkt hatte. Solchen Menschen im Gedächtnis der Kirche, einen würdigen Platz zu geben, ist Auftrag auch für unser Bistum.. Mögen viele mit dieser Veröffentlichung Zugang zu dieser außergewöhnlichen Frau bekommen!“ Dennoch ist auch heute noch eine unübersehbare Gegenwehr gegen die berechtigten Anliegen der Schippacher Sache in den bischöflichen Amtsstuben wahrnehmbar.
Dabei konzentriert sich die Abwehr und Gegnerschaft der Schippacher Sache und ihrer Trägerin Barbara Weigand, vor allem auf den Bestand und die Ziele des vom Herrn begründeten Eucharistischen Liebesbundes. In Wahrheit bekämpft der Liebesbund die massiven Übel unserer Zeit durch deren direkte Gegensätze: Die Kirchenfeindlichkeit durch den engsten und innigsten Anschluss an die Kirche; die antireligiöse Gleichgültigkeit durch den häufigen Sakramentsempfang; die Vergnügungssucht durch die Weltflucht; die Unzufriedenheit, aus der die Unbotmässigkeit entspringt; durch das geduldige Kreuztragen im eigenen Berufe. Dass die Sakramentsverehrung nur gute Früchte für die Kirche und für die Menschheit zeitigen kann, ist eine Wahrheit, die der Diskussion entrückt ist. Auch der Liebesbund kann, wenn seine Weisungen sinngemäß und getreu beachtet werden, nur gute Früchte bringen. Im übrigen wird niemand leugnen können, dass die Freunde von Schippach schon jetzt durch ihren kirchlichen Geist und ihren religiösen Eifer bewiesen haben, dass die Früchte von Schippach gute sind. Diese Freunde bekennen aber, dass sie ihren religiösen Eifer neben der Gnade Gottes zumeist den Anregungen von Schippach verdanken. Man beachte nur, dass seit der Errichtung der Pfarrkirche von Schippach, St. Pius, dort Ewige Anbetung an drei Tagen in der Woche gehalten wird. So offenbart der Herr: Das äußere Zeichen des Liebesbundes soll sein die Bruderliebe, die Gottes- und Nächstenliebe, die Liebe zu Mir im heiligen Sakrament. Es wird in seiner Seele ein Licht aufgehen, das wachsen wird bis zum vollen Tag. In Vereinigung und in Verbindung mit diesem Licht werden all diejenigen, die sich vereinigen in diesem Bund, eine hohe Stufe der Vollkommenheit erreichen, was immer für einem Stande sie angehören mögen, ob arm oder reich.
Jedoch wird seit Jahrzehnten gegen den Liebesbund angekämpft, er schon in seinem Werden angefochten und verworfen. Gleichwohl ist das Vertrauen der Freunde von Schippach unerschütterlich geblieben. Sie harren in den schwersten Anfechtungen aus und sie harren weiter mit der festesten Überzeugung, dass das Gute letzten Endes doch den Sieg davontragen werde. Dass den Gegnern von Schippach kein Mittel zu schlecht gewesen ist, um Schippach vor aller Welt ins Unrecht zu setzen, das zeigen die schriftlichen Berichte über „Die Kampfmittel gegen Schippach“ und „Dr. Branders Kampfesweise gegen Schippach“.
Aber nicht nur Barbara Weigand allein ist ein lebendiger Gegenbeweis zu den Behauptungen und Schlussfolgerungen der Urteilsbegründung. Ihre Schriften gelangten ja auch in die Hände von Priestern und Laien, die nicht anstehen würden zu bekunden, dass ihre Liebe zur Kirche und ihr Eifer im Tugendleben und im Empfang der heiligen Sakramente durch die Lektüre der Schriften geweckt und gefördert wurden. Ihnen allein blieb der von den Gegnern Schippachs vorgebrachte unkirchliche Sinn und die häretische Absicht in den Offenbarungen der Barbara Weigand vollständig verborgen; erst die anonymen Artikelschreiber in der politischen Tagespresse, die heute an den Offenbarungen der Barbara Weigand und morgen an der Herz-Jesu-Verehrung oder einer sonstigen kirchlich approbierten Andacht oder Einrichtung Anstoß und Ärgernis nehmen, glaubten die Entdeckung gemacht zu haben, dass die Offenbarungen der Barbara Weigand kirchlich anfechtbar und zu verwerfen seien. Der moderne Zeitgeist ist eben allem Übernatürlichen abhold. Die Kirche, als die höchste Hüterin des Rechtes und als die Freundin der Wahrheit, kann nie und nimmer auf der Seite derjenigen stehen, welche das Recht gebeugt, die Wahrheit verleugnet haben. Ich brauche keine weiteren, und es gibt keine besseren Beweise für die Güte der Sache von Schippach, als der Kampf und die Kampfmittel gegen Schippach. Dies sind die eigentlichen Offenbarungen für Schippach, die Sakramentskirche und der Liebesbund.
Der Grundgedanke der Weigand’schen Offenbarungen ist der: Bei der heutigen ungeheuren Verbreitung von Unglauben und Sittenlosigkeit sind die Kinder der katholischen Kirche vielfach von dem Gebrauch der ordentlichen Heilsmittel bedeutend abgekommen. Ihnen den eifrigen Gebrauch derselben wieder erfolgreich nahezulegen, ist schwierig und bedarf besonderer Heilsmittel. Ein solches ist der „Eucharistische Liebesbund des göttlichen Herzens Jesu“. Was an diesem Gedanken häretisch oder unkirchlich oder gar unsittlich sein soll, ist nicht einzusehen. Von einer Ausschaltung oder Ersetzung der ordentlichen Gnadenmittel durch den Liebesbund ist nirgends in den Offenbarungen die Rede. Vielmehr soll ja durch den Liebesbund gerade der lebendige Glaube, der eifrige Empfang der Sakramente, die Nachfolge Christi im Kreuztragen, die Hochschätzung der Jungfräulichkeit, die wahre und echte Nächstenliebe empfohlen und in Übung gebracht werden.
Die Offenbarungen der Barbara Weigand haben das Ziel, die Menschen erkennen zu lassen, wie gut Gott ist und wie sehr Er Seine Geschöpfe liebt. Zugleich beweisen sie auch, dass Er der Herr und in Seinen Entscheidungen völlig frei ist.
Aufarbeitung und Geschichtswahrheit, Bewertung und Würdigung, Rehabilitation und Wiedergutmachung, das sind die Erfordernisse in heutiger Zeit in der Schippacher Sache, damit das Leben von Barbara Weigand, ihre Sendung und ihr Lebenszeugnis, mit dem Maßstab von Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit und Freude an der Wahrheit, beleuchtet und aufgewogen werden und wieder Friede einkehren kann. Rehabilitation und Wiedergutmachung sind die Mittel, die letztlich zur Seligsprechung dieses einzigartigen frommen und der Kirche stets in Gehorsam und Treue dienenden Diözesankindes Barbara Weigand führen werden. Alles zur grösseren Ehre und Lobpreis Gottes.
Mit vorzüglicher Hochachtung und katholischem Gruß!
gez. Unterschrift
Wolfgang E. Bastian
Anlage: 4
Verteidigungschrift „Die Wahrheit über Barbara Weigand“
3 Bücher „Die Wahrheit...“
Für den Inhalt verantwortlich: Wolfgang E. Bastian
Herausgeber „Offenbarungen an Barbara Weigand“


