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Inhalt und Ziel des Eucharistischen Liebesbundes

Das Wesen des Eucharistischen Liebesbundes besteht in einer innigen Zusammenführung aller Gottgeeinten und nach Gott strebenden Geschöpflichkeit, verbunden mit einer innigsten Sehnsucht, dem Eucharistischen König im Allerheiligsten Altarsakrament auf ewig verbunden zu sein, durch Gebet, Sühne und Zurückgezogenheit, um Anbetung, Hingabe und Treue in der Befolgung der Gebote der heiligen Kirche, Gottesliebe und Gotteserkenntnis zu erlangen und so an einer machtvollen Verherrlichung Gottes mitzuwirken und Seinen hochheiligsten Leib und Blut gegen jeglichen Frevel und Angriff der Ungläubigen zu schützen, mit Leib und Seele. Darum steht am Anfang dieses Gebetsapostolates der Erlöser Selbst; diesen Liebesbund hat der göttliche Heiland beim letzten Abendmahl Selbst gestiftet, wie wir es auch in den Weigandschen Schriften lesen: „Am Vorabend vor Seinem bitteren Leiden, als Er das Allerheiligste Sakrament einsetzte, begründete Er den Liebesbund, schloß das Band, das Er schlingen wollte um alle treuen Kinder, die da eingehen würden ins Schifflein Petri, und am Kreuze besiegelte Er dies Band mit Seinem kostbaren Blute.“

Papst Pius X. hat dieses vorher so locker gewordene Band durch Einführung der frühzeitigen und täglichen heiligen Kommunion wieder enger und fester geschlungen, und der begnadigten Jungfrau Barbara Weigand sind die Geheimnisse und Wirkungen des Liebesbundes nicht nur für das innere Leben der einzelnen Mitglieder, sondern auch für das Vaterland und die ganze katholische Kirche geoffenbart worden, und zwar in vollkommenerer Weise als ihren heiligen
Vorgängerinnen. Durch ihr beharrliches und bescheidenes Wirken mit Wort und Beispiel bei Priester und Volk für die tägliche heilige Kommunion und durch den Leidenskreuzweg, den sie bis zu ihrem Tode gehen mußte, war sie uns darin in allem Vorbild und Ansporn. Gerade das ist das rote Band, das durch alle ihre Schriften geht, parallel mit den eucharistischen Bestrebungen Pius X., wofür sie, wie wir oben aus den eigenen Worten des Heilandes ersehen, im Verborgenen als Opfer und Werkzeug diente.