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13. Oktober 2009

Alle 5 Jahre wählt die Barbara-Weigand-Gesellschaft e.V. in Schippach ihren Vorstand, so auch am 3. Oktober 09. Dem war die Feier eines heiligen Meßopfers vorausgegangen. Mehrere Priester des Vereines haben durch ihre Mitfeier ein Bild des Gedenkens und der aktiven Mitarbeit für die Angelegenheit der Schippacher Jungfrau deutlich gemacht. Dieses Bild fand in der anschließenden Generalversammlung auch ihren Widerhall dadurch, daß nun dem neuen Vorstand in s einer Spitze gleich 5 Priester zugehören werden; an der Spitze des Vereines auch weiterhin Pfarrer i. R. Alfred Stürmer aus dem Spessartort Fellen, übrigens ein Großneffe der Barbara Weigand, gleich dahinter der Pfarrherr der St. Pius-Kirche in Schippach, der Salvatorianerpater Anselm Ehmele und Wolfgang E. Bastian als Schriftleiter, der damit auch weiterhin für das gesamte Buchprojekt und die Öffentlichkeitsarbeit in der Schippacher Sache der Verantwortliche bleiben wird.

Bastian gab in der Hauptversammlung einen Überblick über den Stand der Dinge in der Schippacher Angelegenheit und mußte neben anderem mit einer gewissen Bitternis feststellen, daß sich an der sehr zögerlichen bzw. zurückhaltenden Art der kirchlichen Behörden zum Fortgang der Schippacher Sache in den zurückliegenden Jahren wenig, sehr wenig getan habe und diese Grundhaltung in der weiteren nahen Zukunft so sein werde; dies zumindest sei aus gutem Grunde anzunehmen. „Den Verantwortlichen in der kirchlichen Hierarchie mangelt es an fundierten Kenntnissen in allen Fragen kirchlicher Mystik und einem gereiften Verständnis an moralischer Wiedergutmachung. Dies sei aber bei Barbara Weigand längst überfällig und moralisch dringend geboten.“         
Der Grundgedanke der Weigand‘schen Offenbarungen nach Bastian: Bei der heutigen ungeheuren Verbreitung von Unglauben und Sittenlosigkeit sind die Kinder der katholischen Kirche vielfach von dem Gebrauch der ordentlichen Heilsmittel bedeutend abgekommen. Ihnen den eifrigen Gebrauch derselben wieder erfolgreich nahezulegen, ist schwierig und bedarf besonderer Heilsmittel. Ein solches ist der „Eucharistische Liebesbund des göttlichen Herzens Jesu“. Was an diesem Gedanken häretisch oder unkirchlich oder gar unsittlich sein soll, ist nicht einzusehen. Von einer Ausschaltung oder Ersetzung der ordentlichen Gnadenmittel durch den Liebesbund ist nirgends in den Offenbarungen die Rede. Vielmehr soll durch den Liebesbund gerade der lebendige Glaube, der eifrige Empfang der Sakramente, die Nachfolge Christi im Kreuztragen, die Hochschätzung der Jungfräulichkeit, die wahre und echte Nächstenliebe empfohlen und in Übung gebracht werden.
Aber nicht nur Barbara Weigand allein ist ein lebendiger Gegenbeweis zu den Behauptungen und Schlußfolgerungen der Urteilsbegründung. Ihre Schriften gelangten ja auch in die Hände von Priestern und Laien, die nicht anstehen würden zu bekunden, daß ihre Liebe zur Kirche und ihr Eifer im Tugendleben und im Empfang der heiligen Sakramente durch die Lektüre der Schriften geweckt und nachteilig gefördert wurden. Ihnen allein blieb der unkirchliche Sinn und die häretische Absicht in den Offenbarungen der Barbara Weigand vollständig verborgen; erst die anonymen Artikelschreiber in der politischen Tagespresse, die heute an den Offenbarungen der Barbara Weigand und morgen an der Herz-Jesu-Verehrung oder einer sonstigen kirchlich approbierten Andacht oder Einrichtung Anstoß und Ärgernis nehmen, glaubten die Entdeckung gemacht zu haben, daß die Offenbarungen der Barbara Weigand kirchlich anfechtbar und zu verwerfen seien. Der moderne Zeitgeist ist eben allem Übernatürlichen abhold. Die Kirche, als die höchste Hüterin des Rechtes und als die Freundin der Wahrheit, kann nie und nimmer auf der Seite derjenigen stehen, welche das Recht gebeugt, die Wahrheit verleugnet haben. Ich brauche keine weiteren, und es gibt keine besseren Beweise für die Güte der Sache von Schippach, als der Kampf und die Kampfmittel gegen Schippach. Dies sind die eigentlichen Offenbarungen für Schippach, die Sakramentskirche und der Liebesbund.
Der Mittelpunkt, das Herz der Kirche ist die heilige Eucharistie: Die Sakramentskirche in Schippach soll die heilige Eucharistie durch ein kirchliches Denkmal der Welt sichtbar verherrlichen und der Liebesbund, der eucharistische Liebesbund, zieht die Nutzanwendung aus der kirchlichen Lehre über die heilige Eucharistie. Daß er zugleich der Liebesbund des göttlichen Herzens Jesu ist, entspricht ganz dem kirchlichen Geiste, der sich in letzter Zeit kundgab, beziehungsweise kundgibt. Die Sakramentskirche soll auch ein Denkmal des Dankes sein für die päpstlichen Kommuniondekrete, also für eine durch das Papsttum der Menschheit erwiesene Wohltat, und der Liebesbund ermahnt zur Beachtung dieser Dekrete und fördert die Durchführung derselben. Schippach hat sich auch dadurch als päpstlich erwiesen, daß es sich stets in seiner Sache nach Rom an den Heiligen Vater wandte, während die Gegner von Schippach nicht nur dies zu hintertreiben, sondern auch die Autorität Roms mißbrauchten.
Der Liebesbund bekämpft die Zeitübel durch deren direkte Gegensätze: Die Kirchenfeindlichkeit durch den engsten und innigsten Anschluß an die Kirche; die antireligiöse Gleichgültigkeit durch den häufigen Sakramentsempfang. Die Vergnügungssucht durch die Weltflucht; die Unzufriedenheit, aus der die Unbotmäßigkeit entspringt, durch das geduldige Kreuztragen im eigenen Berufe. Daß die Sakramentskirche, welche eine Wallfahrtskirche werden soll, in welcher das Allerheiligste Altarsakrament selbst der Gegen-stand der besonderen Verehrung sein und in welcher Tag und Nacht die Ewige Anbetung stattfinden soll, nur gute Früchte für die Kirche und für die Menschheit zeitigen kann, ist eine Wahrheit, die der Diskussion entrückt ist. Auch der Liebesbund kann, wenn seine Weisungen sinngemäß und getreu beachtet werden, nur gute Früchte bringen. Im übrigen wird niemand leugnen können, daß die Freunde von Schippach schon jetzt durch ihren kirchlichen Geist und ihren religiösen Eifer bewiesen haben, daß die Früchte von Schippach gute sind. Diese Freunde bekennen aber, daß sie ihren religiösen Eifer neben der Gnade Gottes zumeist den Anregungen von Schippach verdanken. Man beachte nur, daß seit der Errichtung der Pfarrkirche von Schippach, St. Pius, dort ewige Anbetung an drei Tagen in der Woche gehalten wird.
Seit Jahrzehnten wird gegen den Liebesbund angekämpft, da er schon in seinem Werden angefochten und verworfen wurde. Gleichwohl ist das Vertrauen der Freunde von Schippach unerschütterlich geblieben. Sie harren in den schwersten Anfechtungen aus und sie harren weiter mit der festesten Überzeugung, daß das Gute letzten Endes doch den Sieg davontragen werde. Hätte man für Schippach gar keinen anderen Beweis als nur jenen, den die Gegner erbracht haben, so würde dieser Beweis allein schon genügen, um Schippach als ein göttliches Werk erkennen zu lassen. Wer nicht die Tatsachen weiß und nicht das Aktenmaterial vor Augen hat, der wird die Dinge, die vorgekommen sind, kaum für möglich halten. Daß den Gegnern von Schippach kein Mittel zu schlecht gewesen ist, um Schippach vor aller Welt ins Unrecht zu setzen, das zeigen die schriftlichen Berichte über „Die Kampfmittel gegen Schippach“ und „Dr. Branders Kampfesweise gegen Schippach“.
Durch Jahre hindurch hat man selbst den Heiligen Stuhl gegen Schippach ausgespielt und dadurch das Vertrauen in die Gerechtigkeits- und Wahrheitsliebe kirchlicher Behörden aufs heftigste erschüttert. Dabei behaupten die Gegner fortgesetzt, für den katholischen Glauben und für die katholische Kirche zu kämpfen, indem sie gegen Schippach mit Lug und Trug zu Felde zogen. Es ist ausgeschlossen, daß die Wahrheit auf seiten der Gegner Schippachs sein kann, weil Wahrheit und Lüge sich nicht miteinander vertragen. Ist aber die Wahrheit nicht bei den Gegnern, dann muß sie bei den Freunden von Schippach sein; das falsche Zeugnis der Ankläger spricht für die Angeklagten und die Verurteilung der ersteren ist der Freispruch der letzteren. Die Niederlagen, die moralischen Niederlagen, seiner Gegner bedeuten für Schippach den Sieg.
Die Zeit drängt. Umkehr der Verantwortlichen in der Schippacher Sache ist dringend geboten. Rehabilitation der Jungfrau und Gottesdienerin Barbara Weigand durch die heutigen Repräsentanten und kirchlichen Autoritäten ist angemessen und entspricht katholischer Sittenlehre.

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