15. Januar 2010
„EINEN DAMM WILL ICH BILDEN!“
Der Eucharistische Liebesbund ist eine wahre Stiftung Gottes.
Die Verehrung und Verherrlichung des Herrn in der heiligen Eucharistie.
Das ganze Schrifttum der Barbara Weigand hat zum Ziel: Die Verehrung und Verherrlichung des Herrn in der heiligen Eucharistie und die Annahme Seines Kreuzes, wozu er uns immer wieder einlädt. Gewiß hat das Gebet und das Leiden der Barbara Weigand viel dazu beigetragen, daß Papst Pius X. das weltergreifende Kommuniondekret erließ, das die Frühkommunion empfiehlt und den häufigen Kommunionempfang, zum größten Erstaunen vieler damaliger kirchlicher Behörden. Als Zeichen der Dankbarkeit für dieses große kirchengeschichtliche Ereignis sollte nach dem Willen Gottes eine vom Herrn Selbst gewünschte Eucharistische Kirche in Schippach gebaut werden: Es zeichnet sich ab, daß das kommende Zeitalter ein eucharistisches sein wird, das mit dem Triumph des unbefleckten Herzens Mariens beginnen wird. Der Eucharistische Liebesbund soll einen Damm bilden gegen die anschwellende Verunehrung des allerheiligsten Altarsakramentes. So sagte es der Herr zu Barbara Weigand viele Male. Immer wieder mahnte der Herr diesen Bund der Liebe an und beklagte die kommenden Ereignisse: Verunehrung des allerheiligsten Altarsakramentes, den ungeheuren Abfall vom wahren Glauben und einen massiven Verlust an Ehrfurcht und Gehorsam gegenüber Gott.
Dieser Damm soll entstehen aus allen Klassen von Menschen, vom Papst angefangen bis herunter zum letzten Knecht, von der Ordensfrau bis zu den armen Eheleuten. Diese sollen vereint beten, den Himmel bestürmen um das Wohl der Völker, damit Seine Kirche wieder aufblühe, wieder auf den Leuchter gestellt werde, von wo aus alle Völker der Erde sie sehen können.
Um diesen Liebesbund ins Leben zu rufen, wurden Statuten erstellt, die im Jahr 1914 die kirchliche Anerkennung erhielten. Allein in den rheinischen Diözesen wurden zeitweise weit über 100.000 Mitglieder gezählt. Alleine in der damals sehr katholischen Stadt Aachen wurden daraufhin bis zu 60.000 Mitglieder gezählt.
Die Aufnahme geschieht durch die einmalige und innige Bitte nach der heiligen Kommunion an Jesus, Er möge Sich würdigen, daß man in diesen Liebesbund aufgenommen werde. Dabei kann man sich des den Statuten beigefügten Weihegebetes bedienen.
„Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, den ich im Allerheiligsten Sakrament wahrhaft gegenwärtig glaube und bekenne, ich bitte Dich mit der ganzen Inbrunst meines Dich aufrichtig liebenden Herzens, würdige Dich, mich in die Zahl jener bevorzugten Kinder Deiner hl. Kirche aufzunehmen, mit denen Du den Bund der Liebe geschlossen hast. Ich verspreche Dir von ganzem Herzen, mit Deiner allmächtigen Gnade alle Obliegenheiten des Liebesbundes getreu und gewissenhaft zu erfüllen. Heilige Maria, Du meine Mutter und mächtige Fürsprecherin am Throne meines Erlösers, hl. Erzengel Michael, hl. Joseph, hl. Franziskus, hl. Paschalis Baylon, alle lieben Engel und Heiligen Gottes, bittet für mich! Amen“
Die Vereinsgebete, das Morgengebet und das Abendgebet, als Aufopferungsgebete angelegt, die den Statuten beigefügt sind, haben eine große Tiefe und Weihekraft, die es, bei regelmäßiger Übung, zu erkennen und zu nutzen gilt. Das Aufopferungsgebet am Morgen richtet sich an Jesus, als den Bräutigam der Seele, mit der Bereitschaft, alle Leiden und Widerwärtigkeiten anzunehmen, auf daß bald eine Herde und ein Hirte werde. Das Aufopferungsgebet am Abend richtet sich zunächst an den heiligen Schutzengel und dann an die Mutter Gottes, daß sie alles, was mangelt, ersetzen und es in dem Kostbaren Blut Jesu reinigen und vervollkommnen möge, mit einem besonderen Gedenken an den Heiligen Vater, und um die Bekehrung der Sünder zu erlangen.
In seinem Vortrag anläßlich der Feierstunde des Theresienwerkes in Luzern am 24. September 1983 kommt der inzwischen emeritierte Bamberger Erzbischof Dr. Karl Braun zu einer für die Wege der Mystik keineswegs überraschenden Schlußfolgerung, nämlich, daß „der Weg der Liebe, den uns Christus zutraut, kein bequemer Spaziergang ist. Nicht immer gelingt uns auf Erden dieses Lieben, da die Schwierigkeiten uns oft den Mut nehmen. Im Himmel jedoch, wo wir das ganze Leben überschauen, werden wir entdecken, daß wir manchem schwierigen Menschen dafür zu danken haben, daß er uns ,Schleifstein zur Vollendung’ war“ (aus „Ich habe meinen Platz in der Kirche gefunden“).
Der Herr Selbst weissagt den weiteren Fortgang dieses himmlischen Bundes der Liebe so: „Dieser Damm ist die Zielscheibe des Spottes vieler, woran aber auch der Unglaube abprallen soll. Fest und entschieden sollen sie hinaustreten in die freie, gottlose Welt, sie alle, Meine Diener und Dienerinnen, die sich anschließen werden: Eheleute, Jünglinge, Jungfrauen, Priester und Laien, Bischöfe und Prälaten, sie alle sollen sich anschließen und den Damm bilden, und der Unglaube wird weichen. Ja, der Bischof, der an der Spitze Meiner Gemeinde steht, soll hintreten vor die hohen Häupter und soll ihnen die Wahrheit sagen. Er soll wissen, daß er zum Eckstein geworden ist, an dem die Häupter der Feinde zerschellen werden.“
Und an anderer Stelle spricht der Herr zu uns: „Es zeichnet sich ab, daß das kommende Zeitalter ein eucharistisches sein wird, das mit dem Triumph des unbefleckten Herzens Mariens beginnen wird. Der Eucharistische Liebesbund soll einen Damm bilden gegen die anschwellende Verunehrung des allerheiligsten Altarsakramentes. Es ist das Band der Liebe, das Ich um euch schlingen will, um Meine liebsten Kinder durch das hochheiligste Sakrament des Altares zu schützen und in der Zeit der argen Bedrängnis und des bitteren Glaubensabfalls Meinen geliebten treuen Katholiken ein Hort sicherer Zuflucht und Zusammenhalts zu sein..
..Seht, wie Satan triumphiert! Warum soll Ich nicht alle Macht aufbieten, um Meine Kinder zurückzuführen? Und ihr seid die Bevorzugten, ihr sollt den Damm bilden. Durch das hochheiligste Sakrament will Ich in euch eingehen, will Ich in euch wohnen, und alle eure Bitten erhören. Aber auch die anderen sollen herbeikommen und sollen wissen, wie gut Ich bin, und nur dann, wenn die Menschen sehen, wie gut Ich bin, dann erst werden sie wieder glauben, und es wird eine andere Zeit erstehen. Was Ich wünsche und verlange, habt ihr nun längst gehört.“
Aufgerufen sind alle, die an das Dasein Gottes noch glauben, sich zusammenscharen zu einem Bund, in den Liebesbund, denn wir alle stehen in der Gefahr, zugrunde zu gehen, keines ist ausgenommen, weil wir Geschöpfe sind mit Fleisch und Blut und unter vielen Geschöpfen leben müssen, die weltlicher Gesinnung sind, ein gottesfeindliches Leben führen und uns ihr „Lebensmodell“ aufzuzwingen suchen. Eine der größten Gefahren geht aber aus von abgefallenen Priestern und Ordensleuten, die sich mit ihren unheilvollen Reden und Diensten in der Kirche der Macht und Autorität der heiligen Kirche zynisch bedienen und aufs schwerste mißbrauchen. Weil die Gefahr so groß ist, der Unglaube alles verfinstert und mit sich hineingeschwemmt hat, und deshalb die Strafen und Heimsuchungen Gottes allmählich immer weiter um sich greifen, dringt die Finsternis auch hinein in die besten Kinder der katholischen Kirche und es droht sogar, daß sich der Geist eines jeden Christen verfinstern könnte. Darum glücklich die Seele, die sich anschließt an den eucharistischen Liebesbund, der vom Herrn Selbst ausdrücklich gewünscht und gestiftet wurde der Menschheit, die noch guten Willens und mit sehnlichem Verlangen nach Heil und Rettung durch den einen wahren Gott der Dreifaltigkeit ausgerichtet ist. Sie alle sollen den Damm bilden helfen, an der die Wasser des Unglaubens abprallen müssen.
Der Herr spricht: „Denn solange die Welt steht, wird das Reich Satans neben dem Reich Jesu Christi stehen, weil Er als gerechter Gott Satan Gelegenheit geben muß zu erkennen, daß Er Seine Geschöpfe gleich behandelt; die Menschen haben dieselbe Prüfung zu bestehen wie er. Und weil er plötzlich gestraft wurde, der Mensch aber eine ganze Lebenszeit vor sich hat zu wählen, so läßt Gott Satans Reich neben dem Seinigen, solange die Welt steht; somit ist er entschädigt. Glücklich derjenige, der dieses erfaßt; dieser wird nicht irre an Seiner Gerechtigkeit. Jedes Mitglied muß ein treues, anhängliches Mitglied der heiligen katholischen Kirche sein, sei es im Kloster, sei es in der Welt, Priester oder Laie, verehelicht oder nicht. Jedes soll den Posten gut ausfüllen, an den Ich ihn gestellt habe. Dieses soll den Damm bilden, den Ich dem Zeitgeist entgegenstellen will. Da gibt es keinen Vorzug als den: Sich auszuzeichnen in der Geduld bei den Leiden und Widerwärtigkeiten; der Sanftmut bei Kränkungen, sei es von Vorgesetzten oder seinesgleichen oder von denen, mit welchen ihr aufs innigste verbunden seid; der Demut, indem ihr eure einzige Ehre dareinsetzt, für nichts in dieser Welt geachtet zu sein, damit Gottes Ehre überall unter Meinen Kindern gefördert werde. Eure Parole sei: Jedes Mitglied nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge Mir nach.“
Der eucharistische Liebesbund ist ein Gebetsbund, der zunächst eine lose, formlose, rein geistige Vereinigung ist und sich mit allen Gleichgesinnten zusammenschließen soll, als eine Gebetsarmee, die eine weltumspannende Verehrung des allerheiligsten Herzens Jesu im heiligen Altarsakrament üben soll und die durch anhaltendes Gebet und einer überzeugenden Lebenshaltung Glaubenszeugnis ablegen soll, das sich auf dem Boden katholischer Traditionen begründet. Opfergesinnung und Kreuzesliebe sollen einhergehen mit einer wachen Treue und Gehorsam zur heiligen Kirche und ihren wahren Vorgesetzten.
Wie kraftvoll hören sich weitere Belehrungen des Herrn zu diesem Bündnis wahrer eucharistischer Liebe an: Herz-Jesu-Fest 1896: „Der Damm gegen die wachsende Flut der Gottlosigkeit muß aufgerichtet werden von Priestern und Laien, von Volk und Priestern, durch Wort und Beispiel, durch Gebet, Opfer, Sühne. Das Volk muß seine Priester unterstützen!“
Der Liebesbund hat von gleich acht Bischöfen aus dem In- und Ausland seine ausdrückliche Approbation erhalten und sind mit den entsprechenden Bischöflichen Urkunden belegt, so der Bischöfe von Roermond, Trient, Salerno, München, Temesvar, Augsburg, ’s-Hertogenbosch, Köln, Aachen, Metz, die auch fortan Gültigkeit hat, ungeachtet einiger Behauptungen von kirchlichen Stellen, dem sei nicht so. Wir verbürgen uns ausdrücklich und mit allem Nachdruck für die Glaubwürdigkeit dieser Feststellung.
Und uns allen, die wir diesen Bund der Liebe mit Gott beflügeln und fortentwickeln sollen, ist folgende beglückende Verheißung des Herrn zugesichert: „Wer sich anschließt an den Liebesbund, den Ich mit euch geschlossen am heiligen Fronleichnamsfest, der ausgeht aus dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, soll das besondere Vorrecht besitzen, daß er mit heiliger Freude alles ertragen wird, was Ich in Meiner weisen Vorsehung ihm zugedacht habe, daß es nützlich und gut für seine Seele sein kann. Er soll eine klare Einsicht erlangen in die allgütige und allweise Vorsehung Gottes, und sobald ein Kreuz über ihn oder seine Familie kommt, sogleich erkennen das Walten Meiner göttlichen Hand, und obwohl die Wunde blutet, wird er doch die Hand küssen, weil er weiß, daß Ich es bin, daß Ich alles weiß, was für ihn am besten ist.“
Gebe es Gott, daß diese Botschaft noch viel suchende gläubige Herzen erreicht und die Hand Gottes auf ihnen allen ruhen möge. Unsere Zeit ist begrenzt, unser Tun erschwert und unser Glaubenszeugnis mehr gefragt als erkannt. Die Zeit der Bewährung läuft ab, die Ernte Gottes steht bevor und der Unrat des Sittenverfalls und der Ausbreitung der Anti-Religionen schreit zum Himmel. Jetzt ist die Zeit für eine Katholische Aktion: Bekenne den wahren Glauben und handle auch danach!
Adsum. Wir sind bereit!
Am Fest der Erscheinung des Herrn 2010.
Wolfgang E. Bastian
Herausgeber der „Offenbarungen an Barbara Weigand“
Schriftenapostolat Barbara Weigand
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