Barbara Weigand
 Schippacher Jungfrau und Seherin
           St. Antonius-Kirche wo Barbara Weigand fast immer die Tabernakel-Ehrenwache abhielt.
  

Tabernakel-Ehrenwache

Eucharistischer Liebesbund

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Leibgarde Jesu Christi

Tabernakel-Ehrenwache

Im Dienste des eucharistischen Königs

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Inhaltsverzeichnis
 

Präfation vom allerheiligsten Sakrament
 
Vorwort
  Begleitende Worte Altabt Dr. Thomas Niggl OSB
  Worte des Verfassers
 
Tabernakel – Haus des Königs
  Der Tabernakel, der Thronsitz des eucharistischen Heilandes,
  Uns mit Gott verbinden
  Der anbetende Gläubige
  Einen Augenblick der Besinnlichkeit
  Gebet
  Ich bin bei euch alle Tage
 
Tabernakelgeschichten
  Beim Herrn angekommen
  Beim Herrn verweilen
  Die Sprache des Herrn übersteigt alles
  Tröste Mich
  Die Hölle wütet
  Meine Söhne
  Bleibe in Mir
 
Kreuzweg-Gedanken von P. Peter Lippert S. J. (1936)
 
Tabernakel – Thron der Liebe
  Jesus Christus am Ölberg des heiligen Tabernakels
  Litanei von der heiligen Eucharistie
  Eucharistischer Rosenkranz vor dem Tabernakel
  Gebet für die Mitglieder der Leibgarde Jesu Christi
 
Zur Ablassgewinnung
  Einführung in die kirchlichen Bestimmungen
 
Zu Jesus im hochheiligsten Sakrament
  I. Stoßgebete und Anrufungen
  II. Verehrung des Allerheiligsten
 
Gebetsanhang aus dem Gebetsschatz nach A. M. Weigl
  Zur Königin der Engel – Zur Besiegerin Satans
  „Wie du einst den Knaben Jesus“
  Das Gebet eines großen Gottliebenden
  Mein Gott, ich glaube fest,
  Jesus, komm in meine Seele,
  Denk’ Du in mir, o Jesus,
  Gott, wir weihen Dir unsere Herzen.
  Siehe, o mein liebreichster Jesus,
  Du wartest, Herr,
  Beim Besuch des Tabernakels.
  Stoßgebete und Anrufungen
  So vergessen im heiligsten Sakrament
  Weihe an Jesus im heiligsten Sakrament
  Gebet vor dem eucharistischen Herrn
  Gebet um Lebensbesserung
  Sühne dem göttlichen Herzen Jesu
  O Quell’ ewiger Liebe
  Gebet zum auferstandenen Jesus
  Zu Jesus Christus, dem König der Welt
  Weihe des Menschengeschlechtes
  Gebet zu Jesus, dem König der Zeiten
  Mein guter heiliger Engel,
 
Aufnahme-Riten in die Leibgarde Jesu Christi
  Weihe an das göttliche Herz Jesu
  Unterwerfungssgebet
  Die sieben Pflichten der Leibgarde Jesu Christi
  Ritus und Aufnahme in die „LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache“
  Tägliches Gebet an St. Paschalis Baylon
  Weihe des Eucharistischen Liebesbundes an das unbefleckte Herz Mariens
 
Aufopferungsgebet für die Leibgarde
Eigenhändige Verpflichtung
Gebetsanrufung
Gebet um die Seligsprechung

 

Präfation vom allerheiligsten Sakrament

des Missale Romanum von 1962

„Es ist in Wahrheit würdig und recht, billig und heilsam, dir immer und überall dankzusagen, Herr, heiliger Vater, allmächtiger ewiger Gott: durch Christus, unsern Herrn. Er hat die Schatten und Vorbilder der irdischen Opfer beendet und uns sein Fleisch und Blut als Opfer anvertraut, damit an allen Orten deinem Namen das reine Opfer dargebracht werde, das allein dir gefällt. In diesem Geheimnis unerforschlicher Weisheit und unermeßlicher Liebe vollzieht er unaufhörlich, was er einmal am Kreuz vollbrachte: er selbst der Opferpriester - er selbst die Opfergabe. Uns aber macht er mit sich zu einer Opfergabe und lädt uns ein zum heiligen Gastmahl, in dem er selbst als unsere Speise genossen wird, in dem das Andenken seines Leidens erneuert, das Herz mit Gnaden erfüllt und uns das Unterpfand künftiger Herrlichkeit gegeben wird. Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, mit den Thronen und Herrschaften und mit der ganzen himmlischen Heerschar den Hochgesang deiner Herrlichkeit und rufen ohne Unterlaß...“

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Vorwort

Begleitende Worte Altabt Dr. Thomas Niggl OSB  
 
Diese Schrift hat es sich zum Ziel gesetzt, die unfaßbare Tatsache und dieses unaussprechliche Geheimnis, daß Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, im Tabernakel gegenwärtig ist und ununterbrochen auf einen jeden von uns wartet, wiederum eindringlich ins Gedächtnis zu rufen.

Den Tabernakel mit dem Allerheiligsten zur Stätte der täglichen Wallfahrt zu machen, dazu dient die beabsichtigte Tabernakel-Ehrenwache, die sich gleichsam als LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache versteht.


Altabt
Dr. Thomas Niggl OSB
10. Dez. 2011 in Ettal

Wie oft erleben wir, daß gerade in vielbesuchten Kirchen, die der Kunst wegen aufgesucht werden, nur wenige ihr Knie beugen, um den Herrn wenigstens auf diese Weise zu grüßen; wie ist es möglich, daß die Kirche, die Wohnstätte des eucharistischen Königs für Faschingsmessen benutzt oder gar für Halloween zur Verfügung gestellt wird? Um so notwendiger ist es, daß viele sich entschließen, dem Herrn dadurch Sühne zu leisten, daß sie sich täglich vor dem Tabernakel einfinden. Für die Anbetung kann der Artikel „Ich bin bei euch alle Tage“ behilflich sein, um sich darauf zu besinnen, daß wir einmal Rechenschaft für unsere Seele ablegen müssen, was zur Wiederbelebung des Sakramentes der Versöhnung führen könnte, im Vertrauen auf die Hilfe der heiligen Engel und der Muttergottes, die wir als „Miterlöserin, Mittlerin aller Gnaden und Fürsprecherin in allen inneren Nöten und Anliegen“ anrufen und durch Sie alles erbitten dürfen.

Eine wertvolle Anregung, unsere Liebe zum eucharistischen Herrn zu vertiefen, gibt uns das Wissen, daß Gott schon im ewigen Erlösungsratschluß Seine Liebe vervielfältigt hat, dadurch, daß die Zweite Göttliche Person Sich anbot, Mensch zu werden, um uns Menschen zu retten. Hinweise und Anregungen, was Er von uns erwartet, gibt der Herr Selbst durch die Weigandschen Schriften, die nunmehr in sieben Bänden als „Offenbarungen an Barbara Weigand“ veröffentlicht sind. Wir sind daran, wie die Jünger am Ölberg, Jesus allein zu lassen. Daher die Klage des Herrn, überall werden die Ruhe und der Frieden gesucht, nur nicht bei Ihm. Wegen der Leugnung des Übernatürlichen müsse Er alles zerstören, was die Welt soziale und moralische Ordnung heißt. Es bedarf der Sühneseelen, die dem Herrn alle Gefühle ihres Herzens weihen und durch ihre Liebe Ersatz leisten für alle Lieblosigkeit und Gleichgültigkeit, zumal von seiten der Priester. Es bedarf der Opferseelen, das sind vor allem jene christlichen Mütter, die ihre Kinder im wahren christlichen Geist geistig wiedergeboren haben. Nur durch Maria können sie ihr schweres Amt vollbringen und so den Fürsten der Finsternis besiegen, der bald furchtbar in den einzelnen Seelen tobt. Vorbild ist die Makkabäische Mutter.

Immer wieder beklagt der Herr Seine Verlassenheit im heiligsten Altarsakrament: „Von wieviel Tausenden von Gläubigen, die wissen, daß Ich dort gegenwärtig bin, werde Ich nie besucht.“ Wie dringlich ist da die Tabernakel-Ehrenwache, um den strafenden Arm der göttlichen Gerechtigkeit aufzuhalten oder zu mildern, denn ein strafendes Gericht ist im Anzug, wie die Erde noch nie ein solches gesehen hat, weil die Völker darangehen, den Thron der heiligsten Dreifaltigkeit, der da aufgerichtet ist in der Kirche, umzustürzen und von der Erde zu vertilgen. Was aber wird von der LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache verlangt?

Nichts als Beharrlichkeit, ein tiefer lebendiger Glaube, eine unerschütterliche Hoffnung, ein felsenfestes Gottvertrauen und ein festes Zusammenhalten im Liebesbund.

Nach dem Zeugnis aus den „Offenbarungen an Barbara Weigand“ bringt der Verfasser dieser Schrift passende Gebete für den Besuch des Allerheiligsten, wie die Litanei von der heiligen Eucharistie, den Eucharistischen Rosenkranz vor dem Tabernakel, das Gebet für die LEIBGARDE JESU CHRISTI, dann einen reichen Gebetsanhang aus dem „Gebetsschatz“ von Pfarrer Alfons Weigl, dazu Gebete der letzten Päpste, angefangen von Papst Leo XIII. bis hin zu Papst Pius XII., ferner Weihegebete und abschließend ein Gebet zu den heiligen Engeln, daß wir selber zu einem „wandelnden Tabernakel“ werden, „in dem der eucharistische König Seine Wohnstatt hat“. Ein Vorbereitungsgebet und der Aufnahmeritus in die LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache bildet den Abschluß.

Zu erwähnen ist noch ein Büchlein des heiligen Antonius Maria Claret: „Eine Viertelstunde vor dem Allerheiligsten“, eine wertvolle Einführung in das persönliche Gebet.

So verbleibt nur der Wunsch und das Gebet, daß diese mit großer Liebe zum eucharistischen Herrn ausgearbeitete Schrift die Liebe zum Herrn im Tabernakel wachruft und viele Sühne- und Opferseelen erweckt, welche die Eiseskälte so vieler Herzen zum Schmelzen bringt, auf daß Gott das angekündigte Strafgericht zurückzieht und die Kirche wieder sich füllt mit glühenden Anbetern im Geiste des heiligen Paschalis Baylon, des Schutzpatrons des „Eucharistischen Liebesbundes des göttlichen Herzens Jesu“.

Altabt Dr. Thomas Niggl OSB, Ettal

am Tage der Unbefleckten Empfängnis am 8. Dezember 2002

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Worte des Verfassers

Als Gott den Menschen erschuf, da erschuf Er das Paradies

Himmlischer Vater zu Barbara Weigand:

„Der Mensch wußte nichts von Leiden, obwohl Ich ihn weniger vollkommen als die Engel erschuf, denn der Engel trägt nicht Fleisch und Blut. Er ist ein rein geistiges Wesen wie Ich Selbst es bin, weil er erschaffen ist, um in Meiner allernächsten Nähe zu stehen. Weil Ich ein anderes Geschöpf erschaffen wollte, erschuf Ich erst das Weltall und diese große Schöpfung. Ich legte es dir zu Füßen, o Mensch! Du bist der König der Schöpfung, da hinein setzte Ich dich, und weil Ich den Menschen materiell erschuf, oder mit anderen Worten, aus Erde und einem geistigen Wesen zusammensetzte, und er darum seinen Leib der Erde zuneigt, wußte Ich im voraus, daß er sinken und schwach sein werde, daß eine Stunde komme, wo er Meine Gebote nicht halten werde ... Da war es schon, als Ich den Plan mit Meinem Sohn und Meinem Geist beriet und gelegt, und Mein Sohn trat vor Mich und sagte: ‚Ja doch, erschaffen Wir den Menschen, obwohl Wir es wissen, daß er fällt. Siehe, Wir wollen unsere Liebe vervielfältigen!’ Die Liebe ist etwas so Großes, daß sie sich vervielfältigen will. Nehmt euch selbst: wenn ihr liebt, dann treibt die Liebe euch an, euch zu vervielfältigen, daß ihr demjenigen, den ihr liebt, es beweist, daß ihr ihn liebt.

Seht, so liebten Wir Uns, Wir drei Göttlichen Personen, daß Wir unsere Liebe vervielfältigen wollten. Deswegen erschufen Wir den Himmel mit den Engeln, und als Wir die Erde erschufen, da trat Mein Sohn vor Mich hin und sagte: ‚Ja, Vater, obwohl Wir wissen, daß dieses Wesen schwach sein wird, wollen Wir es doch erschaffen. Wir wollen recht oft diese Liebe vervielfältigen. Ich Selbst will hineinsteigen und den Menschen aus freien Stücken erlösen. Ich will ein Mensch werden und den Menschen zeigen, wie Ich ihn liebe, und den Engeln zeigen, wie Ich Meine Geschöpfe liebe. Seht, da war der Augenblick gekommen, als Wir diesen Plan faßten und ihn Unserem Geschöpfe mitteilten, denn damals war noch kein Geschöpf als die Engel, die Meinen Thron umstanden und welche die Nächsten waren, die dieses mit anhörten. Da entstand der erste Streit, und dieses Geschöpf schaute sich in seiner Vollkommenheit und in seinem Glanz, und es sagte sich: ‚Wir sollen einmal einen Menschen anbeten; diesem Plan huldigen wir nicht!’ Und Luzifer trat vor die Schar hin und sagte ihnen: ‚Wer will mir folgen und es aufnehmen mit diesem Gott, der einen Plan uns vorlegt. Wir sollen dereinst einen Menschen anbeten, diesen Gott in der Zweiten Person sollen wir als Menschen anbeten. Das wollen wir nicht. Wir wollen nicht dienen!’ Das war die erste Sünde, und weil die Sünde geboren war schon im Himmel und der Engel herabgestürzt wurde, entstand von da an die Hölle. Und ehe die Welt erschaffen war, war schon die Hölle. Als Ich die Welt erschaffen hatte und Satan sich dieses Geschöpf, diesen Menschen ansah und der Zorn in ihm aufloderte, weil dieses Geschöpf so mit Mir wandelte in Unschuld und Heiligkeit, und Gott mit ihm verkehrte, da wollte Satan Mir Meine Freude verderben, aus lauter Haß gegen Mich, seinen Schöpfer. Und so machte er sich an das schwache Geschöpf, an die Eva. Seht, Meine Kinder, daher kommt es nun, weil Ich doch Eva aus der Rippe des Mannes erschuf und sie die erste Verführerin des Mannes war, sie hat den Mann verführt, darum muß das Weib, solange die Welt steht, dem Mann unterworfen sein. Er soll ihr Herr sein und die Frau soll ihm untertänig sein. So entstand der Streit, habe Ich euch gesagt, als Ich die Pläne vorgelegt, die Ich faßte, und die Meine Liebe geboren und nur Meine Liebe.“

Am Gründonnerstag 1897 gestand Jesus der lieben Barbara Weigand: „Nicht das Leiden allein, das Mir bevorstand, war es, das Mich so ernst machte, die Liebe ist es, die Liebe, Meine Freunde, Meine Kinder zu verlassen, Meine Kinder zurückzulassen, Meine teuersten Kinder. Ich wußte, daß die Welt an sie herantritt, daß Satan sich alle Mühe gibt, sie Mir zu entreißen. Das alles betrübte Mein Herz und machte Mich tiefbetrübt, am allermeisten aber war es die Liebe, die preßte den Schmerz auf Meine Züge. Ich steige unter den Händen der Priester Tag für Tag auf den Altar, um unter euch zu wohnen, um eure Bitten entgegenzunehmen. Seht, dieselbe Liebe ist es, die Mich im Tabernakel verschlossen hält. Dreiunddreißig Jahre bin Ich unter euch gewandelt, und habe den letzten Platz eingenommen, den noch kein Mensch je eingenommen und den keiner einnehmen wird von Adam bis zum Weltende, um euch zuzurufen: Seht, wie Ich euch liebe!“

In einem kleinen Heftchen mit „Gebeten und Betrachtungen vor dem Allerheiligsten Altarsakrament“ (ohne Quellenangabe) richtet die Muttergottes folgende Bitte an uns: „Bitte geht wieder zu Meinem Sohn! Er wartet mit Seiner ganzen Liebe auf euch. Geht zu Ihm, betet Ihn an! Er liebt euch doch so sehr und wartet, daß ihr kommt. Sein Herz ist betrübt. Ihr könnt Ihm Freude schenken, wenn ihr dieser Bitte folgt.“ Und weiter: „Er hat Sich aus Liebe für euch im Tabernakel eingeschlossen. Er ist klein geworden, ganz klein, so daß Er in euch einkehren kann. Aber Er wünscht von euch reine Herzen, Herzen, die Ihn lieben, Herzen, die sich nach Ihm sehnen, Herzen, die vor Liebe glühen. Wieviel Kälte findet Er heute in der Welt! Wieviel Kälte, die Sein Herz schmerzt. O Kinder, wenn Ihr wüßtet, wie groß Sein Schmerz ist, daß man Seine Liebe in diesem Sakrament der heiligen Eucharistie so verschmäht. Er wartet den ganzen Tag auf euch. Die Kirchen sind leer und Er ist einsam. Er ist so einsam, daß ihr es euch nicht vorstellen könnt, denn Seine Liebe ist so groß zu euch. Er wartet auf euch, jeden Augenblick des Tages. Wie wenig denkt ihr an Ihn. Er denkt jeden Augenblick an euch.“

Da gibt es die Geschichte des Sünders, der sich auf den Weg machte, um ein anderer Mensch zu werden. Dieser Mensch lebte, wie viele, viele andere mit ihm, so in den Tag hinein, hielt sich nur in den wenigsten Fällen an die Gebote Gottes, vernachlässigte alle seine Pflichten als katholisch getaufter Christ und hielt im übrigen sehr wenig von Gott und der Kirche. Als er inmitten seines Lebens sich befand, da sandte ihm Gott eine schwere Prüfung. Diese Prüfung bestand darin, in dem Gott ihm ein fürchterliches Leiden schickte, die den Sünder voll erfaßte und niederzudrücken drohte. Aber es war die liebende Hand Gottes, die wahrlich auf ihm ruhte und ihn bei seinem Namen gerufen hatte. Der Sünder machte sich, im Augenblick der tiefsten Erschütterung auf den Weg, Gott zu suchen und Ihn zu finden, Seine Gebote zu achten und sein ganzes Leben neu zu gestalten. Da erschien ihm Gott und sprach zu dem Sünder: „Kind, kehre um und folge Mir nach! Ich will dir alles vergeben, wenn du dich nur bemühst, ein guter Christ zu sein. Dein Bemühen genügt Mir, alles andere will Ich dir ersetzen, was dir noch mangelt!“ Diese Erscheinung war so machtvoll und unglaublich, daß es unseren Sünder zu Boden schleuderte und er erkannte, daß dies seine letzte Chance war. Von da an ging er, Schritt für Schritt, einen anderen Weg, so wie es ihm der liebe Gott aufgetragen hatte und wurde ein anderer Mensch. Ein jeder, der ihm nun begegnete, und ihn an seinen Taten maß, mußte erkennen, daß hier die Hand Gottes im Spiel gewesen ist, und daß Gott Sich nicht scheut, auch die größten Sünder zur Umkehr zu bewegen. Wenn dies dann auch gelingt, gehören solche einst großen Sünder zu Seinen besonderen Lieblingen, denen Er ganz besonders nahe sein will im Leben, um sie sodann in besonderer Weise als Werkzeuge im Heilsplan Gottes einzusetzen. Aus großen Sündern formt Gott große Heilige. Das ist Seine ganze Freude!

Blicken wir als Vergleich für diese wundervolle, ermutigende Aufforderung Gottes einmal auf die Heiligsprechung der kleinen Theresia vom Kinde Jesu. Sie hat, so schreibt der Schweizer Priester und Prälat Robert Mäder in seinem Büchlein „Eucharistie“, mit der Meinung aufgeräumt, als ob man zur Erlangung der Heiligkeit außerordentliche Mittel brauche. Nicht die Zahl und die Länge der religiösen Übungen macht die Heiligkeit aus, sondern die Stärke der Liebe. Und die Liebe ist es, die den Menschen zum Tabernakel führt. Es ist die Sehnsucht, die sie in der suchenden Seele auslöst und sie zu Taten der Liebe drängt. Der Gang zum Tabernakel ist immer geprägt von der Sehnsucht, Gott zu begegnen, Ihm sich anzuvertrauen, von Ihm Zuspruch und Segen zu erhalten. Es ist die Gewißheit, daß Jesus im Tabernakel wohnt; es ist auch die Gewißheit, daß Jesus für mich ansprechbar ist, daß ich mich auf Ihn verlassen, mich mit Ihm einlassen kann. Aber da ist auch Jesus, der in mir ist. Robert Mäder sagt in seinem vorbezeichneten Büchlein: Wir dürfen, ohne uns einer Übertreibung schuldig zu machen, sagen: In meiner Seele wohnt Jesus. Glaube das, handle danach, und du wirst heilig werden. Der Verkehr mit dem in dir wohnenden Jesus ist ein Hauptmittel der Vollkommenheit.

Wenn Jesus doch in mir wohnt, wenn Er in mir ist und wenn Er durch mich wirkt, dann habe ich doch alles, was ich brauche zum Leben. Ist da die Tabernakelverehrung noch von Nöten? Ja, denn da ist ein Stück Himmel auf Erden. Ich trage beim Gang zum Tabernakel den Geist Gottes zum Gott des Lebens, zum lebendigen Gott. Der in mir wohnende Gott, wenn ich in der Liebe und Barmherzigkeit Gottes ruhe und Seine Gebote achte und beachte, ist und bleibt jedoch Geist Gottes. Aber die Fülle Gottes, die allumfassende Macht und Liebe Gottes ist im Tabernakel, und deshalb muß ich Ihn dort in sakramentaler Schönheit und Machtfülle, in Seiner unendlichen Gewalt und Gestalt besuchen und Ihn dort anbeten und verkosten.

Wenn ich mich zum Tabernakel begebe, dann nehme ich teil an dem Gnadenleben Gottes, denn es ist eine besondere Gnade, an den Tabernakel des Herrn als dem Königsthron gehen zu dürfen, um dort in heiliger Audienz zu verweilen. Wenn ich mich Ihm, meinem eucharistischen König, meinem Herrn und Gott, also nähere, dann haben wir ja oftmals auch etwas auf dem Herzen, das ich Ihm und nur Ihm allein sagen und anvertrauen möchte. Nicht, daß Er es nicht schon wüßte, bevor wir überhaupt dem Gedanken gefolgt sind, zu Ihm zu kommen und Ihn dort im Tabernakel zu besuchen. Aber Er liebt es, wenn wir kindlich zu Ihm hintreten und Ihm alles sagen, was uns bedrückt. Wie sehr wird es Ihm dann zum Bedürfnis, uns mit Seinen Gnaden zu überschütten.

Jede Gnade ist auch Teilhabe am Erbe Gottes. Wir haben nicht nur Gemeinschaft mit den Heiligen und Seligen der triumphierenden Kirche im Himmel, sondern Gott würdigt Sich auch in besonderer Weise, uns mit himmlischen Gütern schon zu Lebzeiten zu segnen. Und Er spricht in den verschiedensten Formen zu uns, denn die Gnade läßt sich nicht festmachen an eine ganz bestimmte Form. Gott teilt Sich uns dergestalt mit, daß Er uns sagt: Gehe diesen Weg und nicht den anderen! Verhalte dich nicht so, wie du es jetzt tust, sondern in der Weise, wie Ich es dir hier aufzeige! Setze deinen eingeschlagenen Weg fort, auch wenn du noch nicht das Ende des Tunnels erkennen kannst oder auch, wenn du so vieles Leid noch abzutragen hast. Gott findet immer zu Seinem Geschöpf und alles, was Er ihm mitteilen möchte, was das Geschöpf wissen muß und wissen soll, alles wird ihm offenbart.

In vielen Kirchen von heute muß man den Tabernakel erst suchen, weil er nicht mehr an dem Platz zu finden ist, wo er eigentlich hingehört: in die Mitte des Altares. Heute wie früher besuchen zwar viele Menschen die Gotteshäuser, insbesondere Wallfahrtskirchen, aber nicht in der Absicht, um dem anwesenden Herrn im Sakrament Ehrfurcht zu erweisen, ihr Knie vor Ihm zu beugen und Ihn darin still anzubeten. Heute sind die allermeisten Besucher solcher Gebetsstätten, jedenfalls von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, nur darauf aus, und zwar und vor allem auch Nichtkatholiken bzw. Neuheiden, solche Stätten wegen ihrer baulichen Schönheit und Architektur und auch Ausstattung zu bewundern. Für viele von ihnen bleibt die Tatsache, daß sie an dem Ort sich befinden, an dem der Herr aller Welten, das Allerheiligste, im Tabernakel anwesend ist und gebührende Beachtung, Verehrung und Unterwerfung abverlangt, unbekannt und bleibt daher auch unbeachtet. Hierin zeigt sich auch der Zustand des Glaubens in der Kirche, nicht nur bei den Laien, sondern eben auch bei den verantwortlichen Priestern und Bischöfen, die es in aller Regel (sträflich) versäumen und bisher versäumt haben, den Menschen eine katholische Glaubenshaltung zu vermitteln. Aber sie, und kein anderer, haben als Hirten der Herde für das religiöse Verhalten der Gläubigen die Hauptverantwortung zu tragen. Der Salzburger Erzbischof Dr. Georg Eder war der erste, der zu Beginn des Jahres 2002 die Versäumnisse der Bischöfe öffentlich beklagte, als er in einem Hirtenbrief schrieb: „Wir, die vom Herrn bestellten Wächter, haben unsere Pflicht schlecht erfüllt ... Wir haben uns viel zu wenig um die Herde gekümmert ... Ja, die Hirten sind schuldig geworden.“ Auch der Kölner Kardinal Meisner hat dies erkannt und ausgesprochen. Er forderte eine „Entschlackung“ der pastoralen Strukturen und sprach damit die Überwucherung der Verkündigung durch das glaubensgefährdende System der aufmüpfigen Laiengremien und ideologisierter kirchlicher Laienorganisationen an, welche die Kirche in Deutschland zu ersticken drohen. Er scheute sich auch nicht, die Verantwortlichen in der Kirche als einen „müden Haufen“ zu bezeichnen. Noch weitere unbequeme Tatsachen sprach der Kardinal in seiner Predigt vor der Fuldaer Bischofskonferenz aus. Er beklagte – und das klingt aus dem Munde eines deutschen Bischofs heute schon ungewöhnlich – ausdrücklich, daß nicht nur „der vitale Glaube uns abhanden zu kommen scheint, sondern daß an seiner Stelle ein selbstgezimmerter, ideologischer Glaube Einzug gehalten hat, der nur noch dem Namen nach katholisch ist.“

Sonntag für Sonntag fesselt Dr. Georg May, em. Professor für Kirchenrecht, mit seinen Predigten das Gottesvolk, das von überall herströmt, ungeachtet der Wegstrecken, die sie auf ihrem Weg nach Budenheim auf sich nehmen, um das Wort Gottes zu vernehmen, die der getreue Diener im Priesteramt in der Treue zum Glauben und in der Liebe zur unverbrüchlichen Lehre der Kirche und dem Papsttum weitergibt. Aus solchen Predigten sind auch folgende Gedanken entnommen, die noch ergänzt wurden durch eigene Gedanken und die Mahnung, die sich insbesondere mit der Lage der Kirche in der heutigen Zeit beschäftigen.

Aber – und bei aller angemessenen Kritik und Sorge um gefährliche Veränderungen und Machenschaften in unserer heiligen Kirche müssen wir uns immer wieder eines vor Augen führen und es auch ernsthaft in Betracht ziehen und immer wieder neu bedenken: Es kann durchaus sein, daß uns manches an der Kirche mißfällt, an den Hirtenschreiben ihrer Bischöfe, an den Maßregeln ihrer Päpste, an dem Treiben ihres Klerus. Das mag durchaus sein. Dennoch, auch heute wird man in der Kirche einen Priester treffen, der für diese Kirche glüht, wird man Menschen treffen, die ihr Kreuz tapfer tragen, wird man ein Kommunionkind erleben, aus dessen Augen die Glut des Heilands leuchtet. Auch heute bleibt die Kirche unsere Herrin, und auch wenn uns manches an ihr mißfällt, so dürfen wir doch nicht unsere Einfälle, unsere Meinungen, unsere Launen über ihre Weisungen setzen. Die Kirche ist und bleibt unsere Herrin. Die Kirche ist aber auch unsere Mutter. Sie schenkt uns das Licht, sie gibt uns das Leben, sie führt uns zu den Altären des Schenkens, sie öffnet uns den Taufbrunnen, sie vermittelt uns die Wahrheit. Das ist ja das Große an der Kirche, daß sie uns die Wahrheit weiterträgt. Wenn die Kirche nicht wäre, wäre die Botschaft von Jesus längst vergessen. Wenn die Kirche nicht wäre, hätten die Menschen längst die Wahrheit nach ihrem Sinn gemodelt. Wenn die Kirche nicht wäre, wüßten wir schon lange nicht mehr, was recht und was unrecht ist. Wir verdanken der Kirche als unserer Mutter die Wahrheit und das Leben. Die Kirche geht mit uns, sie betreut uns. Es hat gewiß Menschen in der Kirche gegeben, die Böses getan haben, Geistliche und Laien, ohne Frage. Aber aufs Ganze gesehen hat die Kirche doch in 2000 Jahren unendlich viel Segen über diese Welt gebracht, hat den Menschen Betreuung geschenkt, hat ihnen Führung gegeben, hat sie getröstet und aufgerichtet. Das ist doch die Wahrheit. Sie hat sich in 2000 Jahren doch als Mutter erwiesen. Und unsere Mutter bleibt sie, die Mutter der Entzweiten, die Mutter der Getrennten, die Mutter der Zerrissenen.

Um unser Anliegen „Tabernakelverehrung“ verständlich zu machen, müssen wir zwangsweise auch auf den Zustand der Kirche zu sprechen kommen, um die Zusammenhänge zwischen dem Verlust an Ehrfurcht und Erkenntnis über die Heiligkeit des Ortes, an dem das Allerheiligste Sakrament aufbewahrt und zur Verehrung dem Gottesvolk angepriesen wird, zu verdeutlichen. Denn wenn es möglich ist, den Namen Gottes zu verunehren durch Verspottung, Verhöhnung und Verächtlichmachung durch unziemliches Verhalten und böswilliges Handeln, so ist es auch möglich, ihn zu ehren durch geziemende Anrufung, tiefe Verehrung und kindliches Verlangen. Wir dürfen den Namen des allwissenden Gottes über uns aussprechen. Wir dürfen auch Gottes Hilfe anrufen, ja wir sollen sie anrufen und wir sollten sie auch anrufen. Die Gnade ist Vorwegnahme des himmlischen Erbes, ist Teilhabe an dem Siegeszug gegen alle Sünde und Verderbnis. In der Gnadenwirkung zeigt Sich Gott in einzigartiger Süße und Barmherzigkeit und bedeckt alles Anstößige in uns mit Seinen tausend Wunden und Schmerzen, die Er Sich für uns und alle anderen auf Golgatha schlagen ließ. Seine Sehnsucht, uns zu erretten und uns unsere Erdenpilgerschaft durch Seine Nähe und Sein Verweilen unter uns zu verschönen, das ist Gnade, unsäglich schöne, befreiende Gnade, und dafür dürfen, ja müssen wir Ihn über alles lieben, unseren eucharistischen König und Herrn in allen Tabernakeln der Welt!

Ja, es ist so! Wer es einmal erlebt hat, wie Gott zu den Seinen spricht, die Er liebt, der weiß, daß es mit Worten nicht zu beschreiben ist, wie man fühlt, wenn man beim Tabernakel bei Ihm verweilt und verspüren kann, jetzt ist Er da für mich, jetzt spricht Er so tröstliche Worte zu meiner Seele, jetzt wird mir’s leichter ums Herz, alle Bedrängnis verfliegt und mir wird leichter, immer leichter. Das kann nur Er sein, der in mir wirkt und mich aufrichtet! So empfinden viele, wenn sie ergriffen werden von unserem Herrn im Tabernakel!

Können wir da noch zurückstehen und uns damit begnügen, daß eine solche Einladung zum Besuch des Tabernakels für uns nicht in Betracht kommt? Können wir uns immer noch nicht vorstellen, daß der liebe Heiland in dem Tabernakel nur unsretwegen verweilt, um uns kleine Seelen nicht allein zu lassen, in dieser grausamen Welt von heute, die so gottlos, so heidnisch geworden ist? Gott in einer kleinen Brotsgestalt, das ist das Unbegreifliche an der Liebe Gottes zu den Menschen. Er, der Schmerzensmann von Golgatha, der Sich aus Liebe zu den Menschen ans Kreuz der Schmach schlagen ließ, der Sich Tausend und aber Tausend Wunden schlagen ließ, um uns mit Seinem himmlischen Vater zu versöhnen, hat Sich ganz klein gemacht für uns, um in den demütigen Gestalten von Brot und Wein im Augenblick der Wandlung durch das priesterliche Machtwort leibhaftiger Gott für uns zu sein; mit Herzschlag und Pulsschlag, mit Leben, Gefühlen und mit der unstillbaren Sehnsucht, für uns auch außerhalb der Eucharistiefeier, Tag und Nacht, und zu aller Zeit, unter uns zu wohnen. Und warum dies alles? Eben darum, um nicht nur unser Herr und Gott, Sohn Gottes, zu sein und unser König, unser alleiniger Herrscher, sondern auch und insbesondere Vater, Mutter, Bräutigam, Bruder und Freund!’ Wenn wir auf Ihn hören, wie Er zu uns im Tabernakel spricht, wenn wir Ihn täglich, jedenfalls sooft wie wir es können, dort im stillen Tabernakel besuchen, um Ihn mit uns zu trösten, um Ihm unsere Liebe und unsere tiefempfundene Verehrung zu bringen, um mit Ihm zum himmlischen Vater zu beten, dann erfüllt sich Seine Liebe und Sein Verlangen nach uns. Wenn wir so zu Ihm und mit Ihm beten, wie Er sooft gebetet in den stillen Nächten, wenn Er mit Seinen Aposteln und Jüngern und Jüngerinnen unterwegs war auf den Fluren Palästinas, oder aber auch in den schmerzlichen Stunden auf dem Ölberg und am Kreuz, dann sind wir alles für Ihn. In einem solchen Augenblick wirft Er alles hinter Sich, was Ihn von uns trennen könnte; dann überströmt Er uns mit Seinen Gnaden in allen nur erdenklichen Formen, soweit es für unsere Seele nützlich und möglich ist. Für unsere Seele bedeutet ein Besuch beim Tabernakel, wenn wir ihn denn auch in rechter Gesinnung vollziehen, eine solch große überwältigende Erfrischung und Beglückung, wie es eine andere hier auf Erden nicht gibt, nicht geben kann. Denn der Herr wirkt bei einem solchen Besuch bei Ihm am Tabernakel besonders an der Seele des Menschen und gibt ihr Kraft und Stärke und Zuversicht. Manchmal läßt Er auch die Seele bei solchen Gelegenheiten einen Spaltbreit in den Himmel hineinblicken und Seine Herrlichkeit schauen. Das ist dann die Vorwegnahme himmlischer Glückseligkeiten, von denen ich eingangs sprach. So können wir Ihn, unseren himmlischen Bräutigam, schon jetzt verkosten in der heiligen Brotsgestalt, die im Tabernakel auf uns wartet und nach Anbetung verlangt!

Dabei sind die Gebete der Menschen eben verschieden. Der eine betet am liebsten, wenn er allein ist. Dem anderen gelingt das erst richtig, wenn er in einer Gemeinschaft mit anderen sich befindet. Der eine betet still und in sich hinein, der andere mit deutlich sichtbaren Lippenbewegungen; wiederrum ein anderer in Form einer Gebetsmeditation. Man kann auch beten, wenn man arbeitet, in der freien Natur sich befindet oder auch die Schöpfung Gottes bestaunt. Das alles ersetzt jedoch nicht den Tabernakelbesuch, die Verehrung des Allerheiligsten Sakramentes! Wichtig ist doch, daß wir mit unserem Gebet Gott erreichen, daß wir Ihn in uns oder beim Tabernakel auch finden. „Das Gebet im Geist und in der Wahrheit ist jenes Gebet, das Gottes Namen ehrfurchtsvoll und vertraulich nennt. Wer immer in Ehrfurcht und Vertrautheit Gottes Namen anruft, der betet.“ Wenn Gott ihm begegnet, wenn er Gott anerkennt, wenn er Gott verehrt, wenn er Gott liebt, dann betet er. Aber wie gesagt, das Gebet ist mannigfaltig. Darum hat der Herr auch die letzten Worte laut gesprochen. Während Seines irdischen Lebens betete Er einsam auf Bergen in der Mitternacht, aber hier spricht Er laut die sieben letzten Worte. Er spricht sie, damit wir sie hören, damit sie in unser Herz dringen, damit wir die Gesinnung, die aus ihnen spricht, nachahmen. Einmal muß das Beten laut werden. Das Beten eines frommen Menschen hat immer etwas Ergreifendes an sich. Wenn man ein Kind beten sieht, ein Kind, das wirklich zu beten versteht, da hat man den Eindruck: Das ist etwas Ähnliches wie ein Engel. Und auch ein Erwachsener, der in seiner Sammlung und Gehaltenheit, in seiner Ehrfurcht und Stille betet, der hat etwas Schönes, etwas Ergreifendes an sich. Aber was ist alle äußere Schönheit gegenüber der Kraft und der Macht, die in solchem Beten liegt! Da flüstert einer den Namen Gottes, und dieses Flüstern dringt in die Unendlichkeit, und es kommt zu Gott, und Gott hört es, und Gott antwortet. Da entsteht ein Zwiegespräch, ein Zwiegespräch zwischen Gott und der Seele. „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen“, sagt Gott, und der, der da gerufen ist, spricht: Mein Gott bist Du, in Deiner Hand sind meine Geschicke. Ich bin Dein. Wie verfügst Du über mich? Wenn Gottes Name so ausgerufen wird, da ist das zweite Gebot vom Sinai aufgehoben, weil es erfüllt ist, weil es nicht mehr verletzt werden kann. Da hört Gott Seinen Namen so, wie Er ihn hören will, nämlich aus liebendem Herzen und aus ehrfürchtigem Munde. Da wird Gottes Geist Selbst betend im Herzen des Menschen und ruft mit unaussprechlichen Seufzern: „Abba, lieber Vater.“’ Und unser Gebet beim Tabernakel ist ja auch ein Flehen bei Gott, daß Er uns in unseren Zwängen und Nöten erhören möge und alles von uns abwende, was uns unmöglich erscheint oder geschicktes Leid und Bekümmerung abschwächt und für uns erträglich macht. Aber wir können bei aller Liebe Gottes nicht in Seine Geheimnisse Einblick nehmen. Keiner kann das! Niemand hat je Einblick in die göttliche Vorsehung bekommen, ist gar in das göttliche Geheimnis jemals vorgedrungen. Wir müssen uns darauf einlassen, was Er uns für unser Leben an Aufgaben und Bewältigung zuweist. Einen anderen Weg gibt es nicht, als den, der von Gott für uns bestimmt ist! Aber Seine unendliche Liebe, Seine Güte und Barmherzigkeit, die dürfen wir sehr wohl anrufen und sie jetzt schon in vollen Zügen ausschöpfen! Das dürfen wir und das erwartet Er auch von uns! „Beraubt Mich all Meiner Liebe zu euch, denn Ich bin voll Verlangen nach euch!“ Das sagte der Herr oftmals zu Barbara Weigand. Und diese Botschaft wollen wir immer wieder in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen stellen, wenn wir zur volleifrigen Tabernakelverehrung aufrufen und Sie dafür gewinnen wollen. Gott ist unser großes Geheimnis, Gott ist unser ewiges Licht, Gott ist unser persönliches Du. Ihn kann man nur lieben, ihn darf man lieben. Ja, das ist eigentlich der Sinn des Gebotes „Du sollst Gott lieben“. Es ist eine Verheißung, es ist eine Erlaubnis: Wir dürfen Gott lieben. Wir dürfen Ihn lieben, weil Er der Liebenswürdigste von allen ist. Wir müssen Ihn lieben, weil Er die Liebenswürdigkeit in Person ist. Gott zu lieben ist schwer und leicht. Schwer für den, der ein enges, kleines, verzagtes Herz hat; leicht für den, der ein weites, großes, großmütiges Herz hat.“

Es ist das Ziel und der Zweck der „LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache“, die unbegreiflichen Leiden unseres Herrn und Meisters in den Tabernakeln der Welt zu mindern und Sein Verlangen nach Liebe und Anbetung zu stillen und Ihn, den einzig wahren Gott und Herrn der Welt täglich zu besuchen und anzubeten, uns an Ihm zu erfreuen und uns von Ihm mit dem Band der Liebe umschlingen zu lassen. Dieser Gebetsbund der Endzeit steht im ausdrücklichen Willen des eucharistischen Königs und auf ihm ruhen große Verheißungen für alle, die sich darin verpflichten und von Jesus Christus und Maria als Leibgardist(in) erfassen lassen. Die Mitglieder werden unter dem Antrieb der Gnade ihre Selbstheiligung mit großer Weisheit und Entschlossenheit vorantreiben und in gesicherter Freude diese Zeit der Trübsal und Prüfung bestehen. Die Liebe Gottes wird sie überschatten und der Heilige Geist wird sie heiligen. Im Lichte Christi werden sie voranschreiten und Er wird sie zum himmlischen Gastmahl geleiten.

Es ist unser sehnlichster Wunsch und der Inhalt unserer heißen Gebete, daß sich Priester, die noch treukatholisch Gott dienen, an die Spitze dieser Bewegung stellen und diesen Bund unter ihrem machtvollen Schutz durch Gebet und Weisung begleiten und pastoral betreuen. Der heilige Thomas von Aquin lehrt, daß wir Gott gegenüber vier wesentliche Verpflichtungen haben, von denen jede unendlich ist. Die erste ist, Seine der Ehre und des Lobes unendlich würdige Majestät zu ehren und zu loben; die zweite, Genugtuung zu leisten für die vielen Sünden, die wir begangen haben und immer noch begehen, wie auch für die Sünden aller Menschen; die dritte, Ihm zu danken für die vielen Wohltaten, die Er uns erweist und in alle Ewigkeit erweisen wird. Die vierte schließlich, Ihn um die für uns notwendigen Gnaden zu bitten. Dem unendlich großen Gott schulden wir unendliche Ehre. Es gibt nur einen Gott im Himmel, dem alle Anbetung gebührt, den Dreifaltigen Gott. Er hat – in der menschgewordenen Zweiten Person – im Tabernakel Sein Zelt unter uns aufgeschlagen, um immer bei uns zu sein, bis zum Ende der Welt. Die Tabernakel-Ehrenwache ist ein vorzügliches Mittel, Ihm diese Ehre würdig zu erweisen, Ihm Sühne und Genugtuung zu leisten, Ihm für alle und alles zu danken und Ihn um die notwendigen Gnaden zu bitten. Der Verfasser will mit dieser Gründung einen göttlichen Auftrag erfüllen und unterwirft sich hierbei in allem dem Urteil der kirchlichen Autorität.

Als Jesus bei der Hochzeit zu Kana Sein erstes Wunder wirkte – das zweite Geheimnis im lichtreichen Rosenkranz – hat Maria die Diener angewiesen: „Tut, was immer Er euch sagt!“ Er spricht zu uns durch Seine wahren Stellvertreter auf Erden, die im päpstlichen Lehramt und in der unverbrüchlichen katholischen Lehre und Glaubenstradition für uns alle verbindlich gelten. Dieser neue Zweig der Verehrung des eucharistischen Friedenskönigs hat seinen Ursprung in den Worten Jesu zur Schippacher Jungfrau Barbara Weigand. Auch so erfüllt sich göttlicher Wille: Neben den „Kreuzesbräuten Jesu Christi“ und dem „Bund der Priester Mariens“ die „LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache“ ins Leben zu rufen und in ihr und durch sie die eucharistische Liebe zu entzünden. Deshalb ist es mehr als verständlich, daß wir als Vereinsgebete jene des „Eucharistischen Liebesbundes des göttlichen Herzens Jesu“ verwenden, und daß alle für ihn gegebenen Verheißungen allen zugute kommen, die sich der „LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache“ anschließen werden.

Der heilige Ludwig Maria Grignion von Montfort schreibt in seinem bekannten Goldenen Buch hinsichtlich der Vollhingabe an Jesus durch Maria: Wenn es auf Erden keine erhabenere Beschäftigung gibt, als den Dienst Gottes, und wenn der geringste Diener Gottes reicher, mächtiger und vornehmer ist als alle Könige und Kaiser auf der Erde, falls diese keine Diener Gottes sind, wie groß müssen dann der Reichtum, Macht und die Würde des treuen und vollkommenen Dieners Gottes sein, der sich seinem Dienste ganz, ohne Rücksicht und mit allen Kräften weiht! Ein beneidenswerter, glücklicher Diener Gottes ist derjenige, der sich ganz und gar dem Dienste Jesu, dieses Königs der Könige, durch die Hände Seiner heiligen Mutter hingegeben und nichts für sich selbst zurückbehalten hat, mit allem Gold der Erde und allen Schönheiten des Himmels ist er nicht zu bezahlen. Aber – bei aller Prüfung und Erschwernissen in unserem Leben: wir haben ja noch Maria, die Vollendete und Gekrönte im Himmel! Sie hat die Prüfung des Lebens bestanden. Schon, als der Engel bei Ihr eintrat und Ihr die Botschaft brachte, hat Sie Ihr Fiat gesprochen: Es geschehe so, wie Gott es will: Ich bin die Magd des Herrn. Was hat Sie alles auf Sich genommen:

Prof. Dr. Georg May aus seiner Festtagspredigt „Aufnahme Mariens in den Himmel“ vom 15. August 2002 in Budenheim: „Maria brachte in dunkler Nacht Ihr Kind zur Welt, in der Fremde, außerhalb der Herberge, wo kein Platz für Sie war. Alles hat Platz in der Welt, nur wenn Gott in diese Welt eintritt, da hat Er keinen Platz. Und das muß das Herz dieser Mutter ergriffen und geschmerzt haben. Und dann ging es weiter mit der Opferung im Tempel, wo Sie schon ahnte, daß Sie das Kind, das Sie eben empfangen hatte, wieder weggeben müßte. Dann kam die Flucht nach Ägypten. Man stellt dem Kinde nach, man setzt Ihm nach, dem menschgewordenen Gotte, man will Ihn umbringen. Und selbst das ist ihnen gelungen. Sie haben Gott ermordet. Was muß Maria empfunden haben in den dunklen Stunden auf Golgotha! Da muß Ihr gekommen sein, daß Sie nichts anderes getan hat, als einen Gekreuzigten zu gebären. Maria hat einen Gekreuzigten geboren; das war Ihre Aufgabe. Aber Sie hat nicht gewankt unter dem Kreuz, und Sie ist nicht gewichen vom Kreuze. Sie hat bestanden, Sie hat den Lauf Ihres Lebens getreu dem Wort „Ich bin eine Magd des Herrn“ vollendet. Und deswegen können wir heute jubelnd bekennen: „Den König der Könige, dessen jungfräuliche Mutter heute in den Himmel aufgenommen ist, kommt, laßt Ihn uns anbeten!“

Weil Sie bestanden hat, ist Sie gekrönt worden. Wir sprechen, wenn immer wir von Gott und von göttlichen Dingen reden, wie Menschen. Wir können nicht anders reden als Menschen; wir haben nur menschliche Begriffe, nur menschliche Bilder, nur menschliche Vorstellungen. Wir wissen, daß sie die Wirklichkeit nicht erschöpfen, aber wir sind auch überzeugt, daß sie die Wirklichkeit treffen. Wenn wir also von der Krönung Mariens sprechen, dann ist das ein Bild. Krönung bedeutet das Aufsetzen einer Krone. Ohne Bild gesprochen, müßte man sagen: Maria hat den Glanz und die Seligkeit der Erst- und Vollerlösten empfangen. Sie ist die Königin geworden, erhaben über alle Engel und Heiligen, die Königin der Patriarchen, die Königin der Propheten, die Königin der Martyrer, die Königin der Bekenner, die Königin der Jungfrauen, die Königin aller Heiligen. Sie ist gekrönt, und das ist ein Grund, warum wir heute voll des Jubels beten: „Den König der Könige, der Seine jungfräuliche Mutter heute in den Himmel aufgenommen hat, kommt, laßt Ihn uns anbeten!“ Das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel ist ein Ehrentag für Maria. Es ist aber auch ein Freudentag für alle Marienverehrer. Denn Eine von uns ist in den Himmel aufgenommen worden, Eine aus dem Menschengeschlechte, Eine aus der dumpfen Masse der Menschen hat die höchste Herrlichkeit erreicht. Man kann ja manchmal, wenn man die Menschen anschaut, wenn man die Menschen erlebt und wenn man Erfahrungen mit den Menschen macht, zu der – falschen – Meinung kommen, daß Gott Sich mit Seiner Schöpfung keine Ehre eingelegt hat. Zu viel ist, was gegen Gottes Willen aufsteht, was Seine Herrlichkeit trübt, was den Namen Gottes nicht ehrt, sondern lästert, und zwar geht das auf das Konto der Menschen. Aber hier ist einmal Eine, die das Ideal, das Gott Sich gesetzt hat, verwirklicht hat. Hier ist Eine, die das Bild, das Gott vom Menschen vorschwebt, völlig verwirklicht hat. Eine von uns hat dem Entwurf Gottes vom Menschen entsprochen. Und deswegen sind wir mitgeehrt, denn wenn Maria geehrt wird als Eine von uns, dann fällt auch ein kleiner Strahl dieser Ehrung auf uns, die wir zu Ihr gehören, die wir zu Ihr gehören als Geschöpfe, aber auch natürlich als Marienverehrer. Das ist ein Grund, warum wir heute jubelnd bekennen: „Den König der Könige, dessen jungfräuliche Mutter heute in den Himmel aufgenommen wurde, kommt, laßt Ihn uns anbeten!“

Wenn wir also Sie, die Wunderbar Prächtige, zuvor bitten, uns bei unserem Tabernakelbesuch zu begleiten, für uns beim Herrn ein gutes Wort einzulegen in all unseren Anliegen, Sorgen und Nöten, und mit Ihr auch unsere Namens- und Schutzpatroninnen und Schutzpatrone, dann kann der Herr gar nicht mehr anders, dann muß Er einfach uns in solcher Weise empfangen, wie es sonst nur der Himmelskönigin gebührt. Es ist noch nie erhört worden, daß der Herr Seiner geliebten Mutter etwas abgeschlagen hat, um was Sie in Ihrem Namen für uns von Gott erbeten hat. Mit der Mutter des Herrn ist jeder Tabernakelbesuch eine Wohltat für uns und unsere Seele und für den Herrn darin eine Erquickung und Tröstung ohnegleichen. Maria ist im Himmel unser Vorbild, Maria ist uns gegeben als Patronin, zu der wir rufen können, zu der wir flehen können, an die wir unser unstillbares Weinen richten können: „Maria hilf! Maria hilf! Maria hilf! Es ist noch nie erhört worden, daß jemand, der zu Dir seine Zuflucht genommen, Deine Hilfe angerufen, um Deine Fürsprache gefleht, von Dir sei verlassen worden.“

Dieses Büchlein will aus dem unendlich kostbaren Schatz der Botschaften an Barbara Weigand die Teile ihrer Sendung herausgreifen, die im besonderen die edle Tat der „Tabernakel-Ehrenwache“ als ein herausragender Liebesdienst am göttlichen Herzen Jesu bekanntmachen und zum ehrenvollen Dienst darin aufrufen. Denn es ist in der Tat ein unübertreffliches, einzigartiges und verdienstvolles katholisches Bekenntnis im Glauben, wenn man sich der hingebenden Verehrung und Anbetung des eucharistischen Königs im Tabernakel ganz hingibt, im Vertrauen auf Gottes unendlichen Liebe, Güte und Barmherzigkeit.

Der Verfasser, der auch Herausgeber der „Offenbarungen an Barbara Weigand“ in 7 Bänden ist, daneben noch eine Reihe anderer Schriftsachen in den Angelegenheiten der Begnadigten herausgegeben hat, war von Anbeginn seiner Arbeiten an (1995/96) dem umfangreichen Nachlaß der „Schippacher Schriften“ fest entschlossen, ja es drängte ihn unaufhörlich, gleich nach Fertigstellung des Buchwerkes diese Schrift, wie überhaupt die Tabernakelverehrung, als eine Lebensaufgabe zu erkennen und zur alsbaldigen Verbreitung der „LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache“ beizutragen. Das Studium der „Schippacher Schriften“ und auch so vieler anderer noch unveröffentlichter Dokumente, wie „Der Eucharistische Liebesbund des göttlichen Herzens Jesu“, die „Theologische Würdigung des Lebenswerkes der Schippacher Jungfrau und Seherin Barbara Weigand“ u.v.a.m. haben in mir tiefe Bewunderung und eine ungestillte Sehnsucht geweckt, dem Herrn darin in Treue zu dienen und zu gefallen.

Wolfgang E. Bastian
Schriftleiter „Offenbarungen an Barbara Weigand“ und Herausgeber
Friedrichsdorf, am Tage der Unbefleckten Empfängnis am 8. Dezember 2002

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Barbara Weigand hält Tabernakel-Ehrenwache in der Antonius-Kirche

 

Tabernakel – Haus des Königs

Der Tabernakel, der Thronsitz des eucharistischen Heilandes,

das Allerheiligste, was die Kirche aufbewahrt. O Herr und Meister! Als eucharistischer König weilst Du dort im Tabernakel, inmitten der Kirche, der einzig von Dir gestifteten Kirche. Die katholische Kirche ist das Haus des eucharistischen Königs. Die Kirche wird nur gebaut, um Dich darin aufzunehmen, des Allerheiligsten Sakramentes wegen. Sobald die Hostie verschwindet oder der König nicht mehr in der Kirche, in Seinem Eigentum thront, wird die Kirche zum architektonischen Unsinn. Wenn der König nicht mehr da ist, muß man nicht mehr Gotteshäuser, sondern nur noch Versammlungslokale errichten. Die katholische Religion ist die Religion des gegenwärtigen Christus. Nicht alle Katholiken sind von dieser Wahrheit durchdrungen. Nicht alles, was uns in unserer katholischen Kirche heute vorangestellt wird, ist katholisch. Halten wir uns also an den unverfälschten katholischen Glauben. Viele sehen im Katholizismus nur die Moral. Sie betrachten den Katholizismus nur von der Straße her oder höchstens mit einem Blick durchs Hauptportal. Der Tabernakel, der Thronsitz des eucharistischen Heilandes, das Allerheiligste, was die Kirche aufbewahrt, das ist die große Wahrheit um den gekreuzigten Jesus, die den allermeisten verlorengegangen ist. Warum halten wir nicht am schönsten aller irdischen Dinge inne und daran fest und sind beglückt darüber, daß es Gott gefällt, so unter den Menschen zu wohnen? Wo immer die Hostie ist, da ist Jesus. Und somit ist die katholische Kirche, als die Wohnung der heiligen Hostie, die Wohnung Christi. Hier wohnt Jesus wahrhaft, wirklich, wesentlich.

Nirgends in der Welt ist mehr Leben als dort. Nirgends wird mehr gearbeitet. Im Tabernakel wohnt die Allmacht. Im Tabernakel wohnt die unendliche Liebe. Im Tabernakel wohnt die ewige Wahrheit. Im Tabernakel wohnt die göttliche Vorsehung. Im Tabernakel wohnt unsere Rettung, unsere Erlösung, unser ewiges Glück und unsere Bleibe. Von hier aus werden die Seelen geleitet. Von hier aus gehen die Ströme des Lebens. Hier wirkt der König. Hier ist das eigentliche Pfarramt der Pfarreien. Von da erhalten die Engel der Pfarrei ihre Befehle und Aufträge. Hierher berichten sie. Von hier aus leitet der König alle Geisteskämpfe in Seiner Kirche. Hier ist die Residenz des eucharistischen Königs.

Wir sind Blinde. Unsere geistige Sehkraft sieht nur auf die Oberfläche der Dinge. Wenn uns Gott die Augen öffnen würde, würden wir in der heiligen Hostie eine ganze Welt schauen, eine Wunderwelt, einen Himmel voll von Leben, Licht und Kraft und Schönheit und Trost, die hineinströmen in alle Gassen, in alle Geister, alle Herzen. Das ist die Wahrheit über den Tabernakel. Der Tabernakel ist das auf die Erde gepflanzte Paradies, nicht das sichtbare, aber das wertvollere, höhere des übernatürlichen Lebens. Die katholische Kirche ist der Ort, wo Jesus wohnt! Was folgt daraus? Heimweh nach dem Unsichtbaren in unseren Tabernakeln, dem eucharistischen Paradies der katholischen Kirchen! Jesus ist das Zentrum, der Mittelpunkt der Schöpfung. Alles muß nach Jesus hinstreben. Alles muß von der heiligen Hostie angezogen werden, Verstand, Phantasie, Wille, Gedächtnis, Herz, auch der Leib, das Auge, das Ohr, der Fuß, die Hand, die Zunge.

Alles muß eucharistisch orientiert sein, Jesus denken, Jesus betrachten, Jesus schauen, Jesus wollen, zu Jesus gehen, mit Jesus reden, Jesus leben. Es ist die Erfüllung jenes Wortes in der Nikodemusnacht: Ich werde alles an Mich ziehen. Ich werde herrschen! Daran erkennt man echtes Christentum in den Christen. Je mehr man die Anziehungskraft des Magneten unserer Tabernakel, des göttlichen Herzens Jesu, spürt, je mehr man ihr folgt, desto mehr Christentum haben wir. Die heilige Hostie ist das Zentrum der Welt, ist die Mitte der Kirche, ist die Mitte unseres Lebens, ist Heil und Heilung, Sehnsucht und Ziel, Flucht und Geborgenheit, Erlösung und Befreiung, Gebet und Erhörung, Glaube und Wissen, Macht und Herrlichkeit, Erkenntnis und ewige Anschauung; ist Glaube, Hoffnung und Liebe, ist alles in allem und ersetzt alles! „Kommt und seht, wo Ich wohne. Kommt und seht, wie Ich euch eine Wohnung in Mir bereitet habe. Kommt und erquickt euch alle, die ihr mühselig und beladen seid. Was für ein Glück kann es für euch bedeuten, eine viertel Stunde mit Mir zusammen zu sein; ein Viertelstündchen beim eucharistischen König zu verweilen und mit Ihm zu sprechen. Beuget wieder euer Knie vor eurem Herrn und Gott, vor dem eucharistischen König dieser Welt! Eine Stunde am Fuße des Tabernakels ist mehr wert als hundert Jahre auf dem Throne.“ „Herr, wo wohnst Du?“ „Kommt und seht!“ Deshalb, liebe Brüder und Schwestern: Auf zum Tabernakel, zum Thronsitz unseres wahren Königs! Darin ist Heil und Segen, Zuspruch und Aufbruch, Erneuerung und Erweiterung, Gnade und Erquickung, Tröstung und Heil!

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Uns mit Gott verbinden

Wie groß ist doch die Fülle Deiner Liebe, o Herr! Du schenkst sie allen, die Dich in Ehrfurcht suchen. Deine verzehrende Liebe im Tabernakel zu uns Menschen umarmt alle Herzen, die sich Dir öffnen. Du sollst uns das Kostbarste sein, was wir besitzen wollen. Du bist ja die Quelle des ewigen Lebens. Was aber bist Du erst für jene, die Dich lieben und Dir mit ganzem Herzen dienen. Wahrhaft unaussprechlich beglückend ist es für alle, die Dich lieben, auf Deine Anschauung zu hoffen. Wie sehr harrst Du unser dort im Tabernakel. Wie sehr gefällt es Dir, wenn Deine geliebten kleinen Seelen Dich dort besuchen, wo Du auf sie alle wartest. Wie sehr willst Du Dich uns darin mitteilen, was Du für uns alle empfindest, wie Du Dich verströmen möchtest in Deiner Liebe und Sehnsucht zu uns. Wie sehr willst Du besonders denen darin ein Quell des immerwährenden Trostes und der Geborgenheit sein, die sich in ihrem Alltagsleben so sehr abmühen und mit Leid, Trübsal und Sorgen beladen sind. Wie sehr kannst nur Du ihnen darin ein so liebevoller und tröstender Gott sein, dem man alles anvertrauen kann, was einen belastet.

Der Gang zum Tabernakel ist ein Gang zum Tröster, zum Heilquell, zur Gnadenstätte, zum allerschönsten Wallfahrtsort in unserer näheren Umgebung. Wer einmal dieses bewußt getan hat, wer einmal bewußt und gezielt zum Tabernakel geeilt ist, der weiß, welch eine Stille und Frieden von diesem Ort ausgehen und das Herz des Suchenden erwärmt und stille macht. Wer einmal zum Tabernakel des Herrn gegangen ist mit dem Verlangen, Tröstung zu finden und Rat und Belehrung, der weiß, was für eine Erquickung er dort erfahren hat und wie sehr sich danach die Dinge des Lebens wieder ins Lot bringen ließen und neue Kraft und Tatendrang den Menschen umfingen, der dies an sich erfahren hat. Der Tabernakel ist der Quellborn des Heiles, aus dem alles Gute und Neues hervorkommt.

Ja, wie sehr hast Du die Menschen geliebt und Dich für sie ans Kreuz der Schmach schlagen lassen. Du hast Dich für uns als Schlachtopfer hingegeben, Du unendlich gütiger und barmherziger Gott! Weit über alles Hoffen warst Du barmherzig zu uns Sündern und hast uns trotz aller Schuld Deine Gnade und Freundschaft geschenkt. Wie sollen wir all Deine Liebe vergelten? Es ist uns eine große Ehre, ein großer Ruhm, Dir zu dienen. Als Gefangener im Tabernakel mußt Du so vieles ertragen und doch sehnst Du Dich nach uns, Deinen kleinen und doch so undankbaren Seelen. Warum tust Du dies alles? Du tust es einzig und allein aus Liebe zu uns. In der heiligen Hostie hast Du Dich so klein gemacht, um in allen Tabernakeln der Welt bis zum Ende der Zeiten bei uns Menschen zu sein. Du hast uns zugerufen: „Kommt alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken!“

Der Herr sagt zu uns mit lieblicher, zärtlicher Stimme: Kommt alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch mit Mir erquicken! Habt doch keine Angst und haltet euch doch nicht für zu gering, zu Mir zu kommen und Mir eure Beschwerden, Anliegen, Leiden und Belastungen zu Füßen Meines Tabernakels zu legen, damit Ich euch Meine Gnaden und Meinen Segen schenken kann und euch wieder aufrichte und ausrichte auf Mich, den Gekreuzigten und Auferstandenen. Aufrichte und ausrichte auf Mein Kreuz, das Ich für euch getragen habe und immer noch trage, denn die Sünden, die vielen Sünden dieser Welt werfen Mich, euren Heiland und Schöpfer, immer wieder zu Boden, und treiben Mir Tränen des Mitleids in die Augen und lassen Mein göttliches Herz erneut bluten und reißen alle meine Wunden, die Mir dereinst zugefügt wurden, erneut auf und lassen sie bluten, tausendfach. Bringt Mir alle eure Sorgen, eure Befürchtungen, eure Sehnsüchte und auch eure Tränen, Ich will euch ein stiller Zuhörer und Freund sein in allem, was ihr Mir vor Meinen Tabernakel bringt und Mir anvertraut.

Man hat noch nie gehört und es ist undenkbar, daß ein Mensch, der den Herrn im Tabernakel aufgesucht und sich Ihm anvertraut hat, ungehört geblieben wäre. Allerdings geschieht die Hilfe des Herrn oftmals in einer Weise, wie sie von den Menschen weniger erwartet wird. Gott weiß, was für uns Menschen gut ist und was unsere Seele braucht, um zu reifen und zu erstarken. Im Leiden liegt das Salz der Selbstheiligung.

Ich halte es dabei oftmals so, daß ich nicht zum eucharistischen Herrn im Tabernakel gehe, ohne mich vorher des Beistandes und der Mithilfe unserer lieben Gottesmutter Maria zu versichern. Ich gehe zuallererst zu Ihr, nachdem ich zuvor meine Kniebeuge vor dem Allerheiligsten gemacht habe, um mir meinen Ablaß mit dem Stoßgebet „Hochgelobt und angebetet sei ohne End’, Jesus Christus im Allerheiligsten Sakrament“, noch zu verdienen, und trage Ihr meine Armseligkeiten vor und bitte Sie sodann darum, daß Sie mich begleiten wolle beim Gang zum eucharistischen König im Tabernakel. Auch bitte ich zuvor meinen Schutzengel innig, er möge bei der Mutter und dem Herrn sozusagen ein gutes Wort für mich einlegen, damit alles zum Guten sich entwickle. Denn der eigene Schutzengel hat ja auch ein allergrößtes Interesse daran, daß sich alles zum Besten entwickelt im Leben seines ihm anvertrauten Schützlings. Die Mutter wartet schon darauf, daß wir zuerst zu Ihr kommen und uns Ihrer Mithilfe vergewissern, denn Sie hat wie kein anderer einen besonders kurzen und direkten Weg zum Herrn, den Sie uns ebnet und den Herrn für uns so liebevollst einnimmt.

Viele von denen, die den Tabernakel entdeckt haben als Stätte der Zwiesprache und beständigen Hilfe mit dem Herrn, wissen davon zu berichten, daß der Herr eine solche zärtliche Vertrautheit dabei entwickelt, daß man solches unter Menschen nicht finden kann. Denn der Herr freut Sich schon so sehr, wenn man wieder zu Ihm kommt und gar Seine guten Ratschläge befolgt hat. Daß ist Seine allergrößte Freude, wenn man geistlichen Nutzen zieht aus solchen Gesprächen. Wenn man es gar zu einer gewohnten Pflicht macht, Ihn oftmals, ja möglichst jeden Tag zu einer bestimmten Zeit aufzusuchen, um Ihn zu begrüßen und sich Ihm mitzuteilen, dann kommt es unweigerlich zu einer fruchtbaren und in jeder Hinsicht beglückenden Vertrautheit, an deren Ende letztlich die große Gewißheit steht, Gott hat mich lieb!

Meine Besuche beim Tabernakel benutze ich auch oftmals dazu, Ihn auch trösten zu wollen in Seiner Selbst gewählten Gefangenschaft und Seiner tiefen Sehnsucht nach uns, Seinen geliebten kleinen Seelen. Wie berauschend ist es doch für uns Menschen, wie unendlich berauschend, wenn wir uns in Erinnerung rufen, warum Er Sich so klein gemacht in einer Hostie, und Sich den hölzernen Tabernakel zu Seiner Behausung genommen hat: um unter uns Menschen zu sein, alle Tage bis ans Ende der Zeiten. Wie sehr können wir Ihn darin trösten, wenn wir uns vor dem Tabernakel auch Seines bitteren Leidens und Sterbens für uns Menschen erinnern, jede einzelne Station besonders dabei betrachten und Ihn uns dabei immer wieder vor Augen führen, wie sehr Er dabei gelitten hat. Es kommt nicht selten vor, daß Er dann zu solchen Betrachtungen mit Seinem Geist neue Aspekte Seines bitteren Kreuzganges hinzufügt und mir dadurch eine völlig neue Betrachtungsweise eröffnet wird. Überhaupt ist der Herr zu solchen Tabernakelgängern, die es damit ehrlich meinen und sich darin in Beständigkeit üben, ganz besonders aufgeschlossen und höchst interessiert für alle wichtigen Fragen des Lebens. Es interessiert den Herrn sehr, daß eine solche Seele ihre geistige Entwicklung vorantreibt und sich dadurch ihr Lebensalltag günstig und friedvoll entwickelt und die kleine Seele geistigen Fortschritt in ihrer Vervollkommnung findet. Jesus schätzt die Treue und uneigennützige Hingabe der kleinen Seele an Sein göttliches Herz und gibt dafür alles, wirklich alles!

O wie sehr drängt es mich, wenn ich einige Tage nicht zu Ihm konnte, weil anderes mich davon abhielt, wieder zu Ihm dorthin zu gelangen, wo Er mit so unergründlicher Sehnsucht auf mich wartet. Wie wundervoll, wie herzlich und unbeschreiblich sind dann die ersten Minuten des Wiedersehens mit Ihm. Wie erkennt dann die eigene Seele, welch eine Vergeudung an Zeit es bedeutet, wenn man nicht sooft wie möglich den Tabernakel seines geliebten Bräutigams der Liebe aufsucht, um den eucharistischen König darin aufzusuchen, um sich mit Ihm in Gebet, Besinnung und Stille zu versenken und die Schönheit und unaussprechliche Erhabenheit Gottes zu bestaunen und sich daran zu erfreuen. Jede Minute, die man nicht in Gott ruht, ist vergeudete Zeit.

Werde auch Du, kleine Seele, zu einem Tabernakelgänger, zu einem Verehrer des eucharistischen Königs im Tabernakel. Überlaß es dem Herrn, wie Er Sich gerade auch Dir mitzuteilen wünscht: es gibt für Ihn tausend Wege und Formen, Sich Dir mitzuteilen. Hege keine Erwartungen darin an Ihn, vor allem mach Dir keine falschen Vorstellungen. Es sei Dir geraten, wenn Du Dich leerst von jeglichem Ballast und Dich freimachst von jeglichem Zwang, etwas hören zu müssen oder so. Vielmehr sei es so, daß Du ausschließlich nur ein Verlangen hast: Ihm zu gehören, Ihm Dich anzuvertrauen und Ihn in Dir wirken zu lassen, so, wie Er es will! Freue Dich darauf, denn der Herr ist ein gar guter Geber, ein getreuer Liebhaber, ein geduldiger Zuhörer, ein verzeihender und barmherziger Gott.

Vor allem ist Er ein gar „vergeßlicher“ Gott, denn Er vergißt all Deine Sünden und Verfehlungen und wirft alles hinter Sich, was Dich vor Ihm belasten könnte. Er vergibt Dir immer wieder aufs neue, sooft Du zu Ihm kommst und Dich vor Ihm verdemütigst. Und wenn Du ein noch so großer Sünder bist, scheue Dich nicht, gerade deshalb zu Ihm zu gehen und Ihn um Vergebung zu bitten: Jede Deiner Reuetränen vergoldet Er und fügt sie Deiner Lebenskrone zu, um Dich dereinst mit der Muttergottes an Seiner Seite an der kleinen goldenen Torpforte des Himmels zu empfangen und Dich damit zu schmücken.

Jesus am zweiten Donnerstag im Oktober 1895 zu Barbara: „Ja, weil es Meine Freude ist, bei den Menschenkindern zu sein und Meine Lust, in ihnen zu wohnen … Dies sind jene treuen Seelen, die Tag und Nacht ihr Herz bei Mir und mit Mir vereinigen und unterhalten vor dem Tabernakel. Diese sind Meine liebsten Kinder. Und siehe, der größte Teil davon kann nicht kosten, wie gut Ich bin. Obwohl Ich Mich ihnen mitteile im Gebet, in ihren Seufzern, in ihren Gesprächen, so kann Ich aber doch nicht mit ihnen Mich persönlich vereinigen, und Ich will aber doch in Person mit ihnen verkehren, wie Ich zu Meinen Lebzeiten mit der Menschheit verkehrt bin. Das heißt, Ich will in der Brotsgestalt zu ihnen kommen. Sie sollen wissen, wie gut Ich bin. Ich will sie in ihren Leiden trösten, in ihren Bekümmernissen ihnen zur Seite stehen, und sie sollen Tag für Tag Meine liebliche Stimme hören.“

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Der anbetende Gläubige

Wie viele Wunder hast Du schon gewirkt, o Herr. Du zeigst Dich uns durch Zeichen und Wunder, daß auch die verstocktesten Sünder zur Einsicht und Bekehrung kommen können. Wie schrecklich muß es für Dich sein, daß sich jetzt auch so viele Kinder der katholischen Kirche im Laster tummeln, sich von Dir abwenden, Dich wie einen unbekannten Gott behandeln, der nie war, nie ist, und nie sein wird. Und doch bleibt es Deine Freude, für uns im Tabernakel gegenwärtig zu sein. Du bist der Mittelpunkt aller Menschen, und Dein eucharistisches Herz ist die übersprudelnde Quelle des übernatürlichen Lebens. Aus ihm ergießen sich die Ströme der Gnade über die sündige Welt. O Jesus, laß uns erfahren, wie gut Du bist. Gieße den Balsam Deines Trostes in unsere gequälten Menschenherzen. Wie bist Du so verlassen von uns. Wie einsam weilst Du in diesem Tabernakel, in den allermeisten Tabernakeln der Welt. Du weilst aber immer noch darin, nicht des Holzes oder des Goldes wegen, sondern um Deiner Kinder willen, weil es Deine Lust ist, bei Deinen Freunden zu sein, um mit uns eins zu werden. Warum schätzen so wenige Deine heilige Gegenwart im Tabernakel? Warum beugen so viele nicht ihr Knie vor Dir, dem König der Könige, dem Herrn über Leben und Tod? Wie sehr wartest Du darin vor allem auf Deine Priester, die Dich sooft im Stich lassen und kaum noch ihr Knie vor Dir beugen. Was ist aus Deinen Priestern geworden, die Du doch am allermeisten vor allen anderen liebst? Wann werden sie Dich wieder als den erkennen, der Du wirklich bist? Der König der Könige, der Herr aller Herren und Mächte, der Retter aller Menschen, die sich noch retten lassen wollen. Wie lieblos wirst Du gerade von ihnen oft behandelt, die Du doch zur Würde Deiner bevorzugten Söhne, der Würde des ewigen Priestertums erhoben hast. O Herr und Meister!

Du weilst für uns im Tabernakel als eucharistischer König aller Zeiten. Zu Dir wollen wir uns bekennen als Deine treuesten Anbeter. Je mehr die Welt Dich verachtet, um so mehr wollen wir als Deine „LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache“ im Dienste des eucharistischen Königs, vor Dir unser Knie beugen und Dich in demütigster Ehrfurcht und Liebe anbeten. Wir wollen uns zu Dir bekennen und den Glauben an Dich und Deinen Leib in der Gestalt des Brotes verteidigen, wenn nötig mit unserem Leben. Wir wollen vor jedem Menschen bekennen und bezeugen, daß wir Dich, unser höchstes Gut, anbeten. Wir wollen dafür sorgen, daß Irr- und Unglaube, Gleichgültigkeit und Bosheit Dich in Deinen Tabernakeln nicht erreichen. Wir wollen sühnende Ehrenwache halten, ein jeder, wie er es kann, kniend in stiller Anbetung, und vertrauensvoll zu Dir aufschauend. So wollen wir uns vor unserer Gemeinde und vor denen, die uns kennen und beobachten, als Deine Leibgarde bekennen.

O mein Jesus, Du kennst unseren guten Willen, aber auch unsere Armseligkeit. Gib mir, gib uns allen Deinen Segen und Deine Gnade, damit wir mit Deiner Kraft den heiligen Dienst erfüllen, den Du von uns erwartest: Deine Leibgardisten zu sein. Bitte auch Deine gebenedeite Mutter Maria, Sie möge uns beistehen und uns die Gnade von Dir erflehen, daß wir diesen Dienst der Liebe würdig, mutig, treu und hingebungsvoll erbringen, Dich jeden Tag dort in Deinem Tabernakel zu besuchen und anzubeten, zu erfreuen und zu trösten. Sie ist ja unsere Königin und unsere Bannerträgerin, Kriegsherrin gegen das Böse und alle Verderbnis, und Sie ist auch unsere Gebieterin, deren Führung und Befehl wir uns freudig unterwerfen. Segne, bitte segne uns und alle, mit denen wir im Herzen verbunden sind und schütze uns und diesen Bund der Liebe; laß die „Tabernakel-Ehrenwache“ zu einem machtvollen und beeindruckenden Anbetungsbund werden und befördere alle, die sich der ewigen Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes verschrieben haben, und alle diese Gebetsstätten auf der ganzen Welt und schütze und beschütze alle diese Gebetsstätten und Gläubigen, wo immer diese auch sind. Wir bitten um ein heiliges Schutzpatronat durch das unbefleckte Herz Mariens, den heiligen Erzengel Michael, den heiligen Josef, den heiligen Paschalis Baylon und alle heiligen Martyrer und Martyrerinnen der heiligen Eucharistie.

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 Einen Augenblick der Besinnlichkeit

Einmal muß jeder Mensch unausweichlich vor Gottes Richterstuhl Rechenschaft geben. Wir müssen dringlich daran denken, daß wir alle nur Verwalter vieler Gaben Gottes sind, ganz besonders unserer Seele, die wir an unserem letzten Tag an Gott als mit Seiner Heiligkeit bereichert zurückgeben müssen. Die erste Frage Gottes an jeden Menschen wird diese sein: „Was hast du mit deiner Seele gemacht? Hast du sie Meiner würdig gemacht? Ist sie heilig, wie ICH heilig bin?“ Wenn wir erst in der Todesstunde an unsere Rechenschaft beim besonderen Gericht denken und an das, was wir mit unserer Seele gemacht haben, erst am Tag des Urteils für die Ewigkeit, wie werden wir dann vor Angst zittern! Wie gut und fürsorglich ist der himmlische Vater, daß Er uns Seinen Sohn sandte, der es uns wieder möglich machte, das Vaterhaus zu erreichen. Wie gut ist doch der Vater, daß Er uns Augen und Ohren und ein lebendiges Herz gab, um Ihn, den Dreieinigen Gott, erkennen, sehen, hören, lieben und anbeten und Ihm danken können. Wie gut ist unser Herr Jesus Christus, der Sein Blut und Sein Leben für uns gab, damit wir im Gericht bestehen können. Wie gut ist Er, daß Er uns im Sakrament der Buße zu jeder Zeit die Hand reicht und unseren Schuldschein zerreißt. Wie gut ist unser Herr Jesus Christus, daß Er alles hinter Sich wirft, was unsere vergangenen Sünden und Schuld betrifft, wenn wir uns in Seinem Blute reinwaschen durch die Sündenvergebung des Priesters, der dieses von Ihm gestiftete Gnadenmittel verwaltet und ausspendet. So viele der Berufenen nutzen dieses Sakrament der Buße nicht, das verlorenzugehen scheint. Wie gut ist unser Herr Jesus Christus, der es uns ermöglicht hat, daß wir zu Seinem und zu unserem himmlischen Vater Abba sagen dürfen, und daß wir Ihn im Namen Seines Sohnes um alles bitten dürfen, was wir für Leib und Seele benötigen. Wie gut ist doch unser Herr, daß Er uns nicht in Ruhe läßt und mahnt und zieht und nicht rastet, bis die Gnade bei uns Einlaß findet, bis die heiligen Engel uns beistehen können. Wie gut ist doch unser Herr Jesus Christus, daß Er zuerst unser Gott sein will, vor dem wir unser Knie beugen müssen, und dann Bruder, unser Freund und unser alles. Wie gut ist unser Herr Jesus Christus, daß Er zu uns sprechen will im Tabernakel der Liebe, in dem Er unaufhörlich auf uns wartet und nach uns Sich sehnt. Wie gut ist Er, daß Er Seine Mutter Maria nicht nur als Mutter Seiner von Ihm gestifteten heiligen Kirche gewollt, sondern Sie auch jedem von uns als unsere Mutter gegeben hat.

Wie gut ist Maria, die wir als Miterlöserin, Mittlerin aller Gnaden und Fürsprecherin in allen unseren Nöten und Anliegen anrufen und durch Sie alles erbitten dürfen. Wie gut ist Maria, die immer auf unser Rufen hört als die Mutter der Barmherzigkeit und die Pforte des Himmels. Wie gut ist Gott in Seinen Engeln und Heiligen, die Tag und Nacht bei uns sind und nur darauf warten, daß wir sie um Schutz und Hilfe bitten. Du mußt sie bitten, dann können sie noch viel mehr für Dich tun!

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Gebet

Wahrer Leib, sei uns gegrüßt,

Den Maria uns gebar,

Der am Kreuz für uns Menschen

Opfer der Erlösung war.

Aus der Wunde Deines Herzens

Blut und Wasser floß im Tod.

Jesus, sei uns Trank und Speise

In des Lebens letzter Not!

Milder Jesus, Sohn Mariens,

Unsrer Seele höchstes Gut,

Höre huldvoll unser Flehen:

Sei uns gnädig, sei uns gut!

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 Ich bin bei euch alle Tage

V: Gelobt und gepriesen sei ohne End,

A: Jesus Christus im heiligsten Sakrament.

V: Herr Jesus Christus, vor Deiner Himmelfahrt hast Du zu Deinen Jüngern gesagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ (Mt 28,20).

Wie wunderbar hast Du Dein Wort hier im Sakrament erfüllt! Mitten unter uns hast Du Dein Tabernaculum, Dein Zelt, errichtet.

A: Dank sei Dir, Herr, im Sakrament Deiner Liebe.

V: Du bist bei uns: Nicht nur in Deiner göttlichen Allgegenwart, wie Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist unsichtbar an allen Orten gegenwärtig bist; unter sichtbaren Zeichen wohnst Du hier bei uns.

A: Hier ist in Wahrheit Gottes Haus und die Pforte des Himmels.

V: Du bist bei uns: Nicht nur in Deiner Gottheit; auch als Mensch, als unser Bruder und unser Freund, als unser Mittler und Erlöser bist Du hier.

A: Dank sei Dir, Herr, im Sakrament Deiner Liebe.

V: Du bist bei uns: Nicht nur an einem Ort, wie ehedem, als Du über diese Erde gingst; jetzt wohnst Du überall, wo das ewige Licht vor Deinem Tabernakel brennt. Es sollen alle zu Dir kommen, die mühselig und beladen sind.

A: Dank sei Dir, Herr, im Sakrament Deiner Liebe.

V: Herr Jesus Christus, Du hast uns in diesem Sakrament Deine wunderbare Gegenwart geschenkt. Laß uns Dir von Herzen Dank sagen für Deine große, überaus große Liebe. Gib uns, wir bitten Dich, einen ehrlichen Glauben an dieses Geheimnis, das wahrlich ist, eine tiefe Ehrfurcht vor Deiner Gegenwart und eine kindhafte, vertrauensvolle Liebe zu Deinem Herzen, das hier für uns schlägt. Der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

A: Amen.

V: Gelobt und gepriesen sei ohne End,

A: Jesus Christus im heiligsten Sakrament.

V: Ehre sei …

A: Wie im Anfang …

Bringe Du nun Deine eigenen Gedanken und Anliegen vor den Herrn. Er wartet schon ungeduldig darauf. Sage Ihm alles, was Dich bedrückt. Sei dann stille, einfach stille! Und lausche Ihm! Lausche!

V: Gelobt und gepriesen sei ohne End,

A: Jesus Christus im heiligsten Sakrament.

V: Herr Jesus Christus, Deine ständige gnadenvolle Nähe, nicht nur die Erneuerung Deines Kreuzesopfers, wolltest Du uns schenken in diesem heiligen Sakrament. Zu einem jeden von uns willst Du Selber kommen, um ihm ganz persönlich die Gnaden Deines Erlösungsopfers mitzuteilen. Darum hast Du hier die Gestalt unserer alltäglichen Nahrung angenommen, um Dich so innig, wie es nur denkbar ist, mit uns zu vereinigen. Als Brot des Lebens willst Du zu uns kommen.

A: Du bist das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist und der Welt das Leben spendet.

V: Du hast gesagt: „Das Brot, das Ich geben werde, ist Mein Fleisch für das Leben der Welt. Wer Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und Ich werde ihn auferwecken am letzten Tage. Denn Mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und Mein Blut ist wirklich ein Trank.“ (Joh 6,51.54 – 55).

A: Herr, dies Geheimnis ist groß, wer kann es fassen? Aber wir glauben Dir, Du hast Worte des ewigen Lebens.

V: Brot vom Himmel hast Du ihnen gegeben,

A: das alle Erquickung in sich birgt.

V: Herr Jesus Christus, in unbegreiflicher Liebe bist Du hier in diesem Sakrament unsere Speise geworden. Gewähre uns, daß wir Dich immer höchst würdig, höchst ehrerbietig und ehrfürchtig empfangen, damit Du uns einmal auferweckst am Jüngsten Tage, wie Du es verheißen hast, der Du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

A: Amen.

V: Gelobt und gepriesen sei ohne End,

A: Jesus Christus im heiligsten Sakrament.

V: Ehre sei …

A: Wie im Anfang …

Sei nun erneut stille und lausche Deiner inneren Stimme! Höre in Dich hinein und höre auf Seine liebliche Stimme. Mache Dir kein Bild von Ihm und von dem, wie Er zu Dir sprechen soll. Überlaß es Ihm, wann und wie Er zu Dir spricht. Er spricht in jedem Falle zu Dir, jedoch nicht nach Deinen Wünschen, sondern so, wie Er will und in Seiner Weise!

Anbetung V: Sei gegrüßt, Du heiligstes Sakrament, Du wahres Himmelsbrot, Du Brot, das lebt und Leben spendet.

A: Gelobt und gepriesen sei das Allerheiligste Sakrament des Altars.

V: Sei gegrüßt, Du unbegreifliches Geheimnis, das Geheimnis der Liebe Christi, Du Reichtum Seiner Kirche.

A: Gelobt und gepriesen sei das Allerheiligste Sakrament des Altars.

V: Sei gegrüßt, Du Speise der Kinder Gottes, Du Brot der Hungernden, Du Wegzehrung der Sterbenden.

A: Gelobt und gepriesen sei das Allerheiligste Sakrament des Altars.

V: Sei gegrüßt, Du Leib des Herrn, Du Opfergabe für unsere Sünden, dahingegeben auf dem Altar des Kreuzes.

A: Gelobt und gepriesen sei das Allerheiligste Sakrament des Altars.

V: Sei gegrüßt, Du Band des Friedens und der Liebe.

A: Gelobt und gepriesen sei das Allerheiligste Sakrament des Altars.

V: Sei gegrüßt, Du unser Herr Jesus Christus, als Gott und Mensch wahrhaft zugegen in diesem Tabernakel, Du Sakrament der Fülle und Erfüllung.

A: Gelobt und gepriesen sei das Allerheiligste Sakrament des Altars.

V: Mit allen Engeln, mit allen Deinen Heiligen, mit allen, die an Deinen Namen glauben, beten wir Dich an:

A: Gelobt und gepriesen seist Du, Herr Jesus Christus, im Sakrament Deiner Liebe. Amen.

A: Amen.

V: Ehre sei …

A: Wie im Anfang …

Sei gegrüßt, Du heiligstes Sakrament V: Sei gegrüßt, Du heiligstes Sakrament des Altars, Du bist das größte Wunder der Liebe, das der Dreifaltige Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn, gewirkt hat. Du bist die köstliche Gabe, die der himmlische Vater uns Menschen auf Erden gegeben hat. Du bist das Sakrament der Liebe und Hingabe des ewigen Sohnes, durch das wir der Frucht Seiner Erlösung teilhaft werden. Du bist der lebendige Brunnen aller Gnaden, die uns der Heilige Geist geschenkt hat.

A: Sei gegrüßt, Du heiligstes Sakrament.

V: Sei gegrüßt, Du heiliges Opfersakrament, das Himmel und Erde versöhnt. Du bist das lebendige Gedächtnis des Leidens, der Auferstehung und der Himmelfahrt unseres Herrn. Durch Dich fließen die Ströme der Gnade vom heiligen Kreuz über die ganze Welt und alle Generationen, bis Er wiederkommen wird in Herrlichkeit.

A: Sei gegrüßt, Du heiligstes Sakrament.

V: Sei gegrüßt, Du heiliges Himmelsbrot, Du Speise der Engel, Du wahre Arche des Neuen Bundes, darin das himmlische Manna bewahrt wird; Du Kelch aller Gnaden, Du Labung der Schwachen, Du Arznei gegen jede Krankheit der Seele, Du Stärke im Kampfe, Du Wegzehrung der Sterbenden.

A: Sei gegrüßt, Du heiligstes Sakrament.

V: Sei gegrüßt, Du edler Leib Jesu Christi, unseres Erlösers, hier wahrhaftig unter der Gestalt des Brotes gegenwärtig, Du wahre, lebendige Hostie, die am Stamm des Kreuzes geopfert ward; Du goldener Gnadenthron, darauf die Gottheit ruht.

A: Sei gegrüßt, Du heiligstes Sakrament.

V: Wir fallen vor Dir nieder und beten mit allen Engeln und Heiligen des Himmels:

A: Gelobt und gebenedeit sei das heiligste Sakrament des Altars, von nun an bis in Ewigkeit. Amen.

V: Ehre sei …

A: Wie im Anfang …

Danksagung

V: Wir danken Dir, Vater, allmächtiger ewiger Gott, für die Gabe der Liebe, die Du uns im Sakrament Deines Sohnes geschenkt hast. Obgleich Du, Gott, allmächtig bist, konntest Du uns nichts Besseres geben; obgleich Du der Weiseste bist, wußtest Du uns nichts Besseres zu geben; obgleich Du der Reinste bist, hattest Du uns nichts Besseres zu geben als dieses heiligste Sakrament.

A: Wir danken Dir, ewiger Vater, für Deine große Liebe.

V: Wir danken Dir, Herr Jesus Christus, unser Heiland und Erlöser, für die Vollendung Deiner Liebe, die Du zuerst im Abendmahlsaal Deinen Jüngern erwiesen hast. Diese Liebe schenkst Du uns täglich in jeder Eucharistiefeier. Wir verehren in diesem Geheimnis Deinen kostbaren Leib, den Du für uns dahingegeben hast. Dies ist derselbe Leib, der für uns im Garten den blutigen Schweiß vergossen hat. Dies ist derselbe Leib, der für uns so unbarmherzig gegeißelt, so schimpflich gekrönt und so schmerzlich gekreuzigt worden ist. Es ist derselbe Leib, in dem Du zur Rechten des Vaters thronst.

A: Wir danken Dir, ewiger Vater, für Deine große Liebe.

V: Wir vermöchten Dich, ewiger Vater, und auch Dich, wesensgleicher Sohn, nicht würdig zu loben, wir könnten nicht würdig danken, wenn nicht im Heiligen Geist, den wir empfangen haben. Laßt uns danksagen dem Vater durch den Sohn im Heiligen Geist. Gebenedeit sei Gott, Deine unüberwindliche Allmacht, gebenedeit und gelobt sei Deine unerforschliche Weisheit.

A: Gebenedeit, gelobt und gepriesen sei Deine unendliche Güte, von nun an bis in Ewigkeit. Amen.

V: Ehre sei …

A: Wie im Anfang …

Nun laß Dich umfangen von der unergründlichen Liebe und Barmherzigkeit Gottes. Laß sie in Dir wirken. Sein Heiliger Geist wirkt in Dir und tröstet Deine Seele; Er liebkost Deine Seele zärtlich und süß, denn Er ersetzt Dir alles, was Dir mangelt. Sprich das Gebet, das Er Barbara Weigand aufgetragen hat zu beten: Sieh doch mein Jesus, welch armseliges Werkzeug ich bin; nichts als Gebrechen hab ich zu bringen, nichts als Fehler und Unvollkommenheiten; ersetze Du mir, was ich elender Sünder nicht vermag!

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Tabernakelgeschichten

Jesus in Zwiesprache mit einer kleinen Seele

Beim Herrn angekommen

Kind, wo warst du all die Zeit, hast du Mein Rufen nicht gehört? Komm, du bist ja bei Mir, das genügt Mir! Du brauchst Mir nichts zu sagen, Kindlein, es genügt, daß du jetzt bei Mir bist! Mein geliebtes Kind, sei jetzt still und sammle dich, ordne deine Gedanken. Lege deine Sorgen in Meine linke Hand und deine Wünsche in die andere, nimm dir Zeit dabei. Ich weiß, daß es dir leid tut, daß du Mich so lange warten ließest, aber du bist ja jetzt bei Mir. Noch einmal bitte Ich dich: sei jetzt stille und sammle dich!

Ja, beginne mit deinen Sorgen und lege sie Mir in Meine linke, ausgestreckte Hand. Lege da alles hinein, was dich bedrängt, besorgt, belastet, berührt und zu erdrücken droht. Lege bitte alles, wirklich alles, in Meine linke, ausgestreckte Hand. Kindlein, nein – du hast mir noch nicht alles gegeben! Gib Mir auch deine vielen geweinten Tränen da hinein; vertraue Mir auch deine geweinten Tränen an. Ich danke dir, daß du Mir vertraust! Es macht Mich glücklich, wenn Meine kleinen Seelen, die Mir Meine Liebsten sind, Mir, ihrem Gott, vertrauen.

Nun, Kindlein, was für Wünsche hast du Mir zu sagen? Siehe Meine rechte Hand, wie sie weit ausgestreckt ist, um alle deine Wünsche aufzunehmen, wirklich alle! Aber Kindlein, einen Wunsch hast du Mir noch nicht da hineingelegt, nämlich den, daß du heilig werden willst, um dereinst dein Erbe im Himmel antreten zu können, wenn die Zeit für dich gekommen ist. Komm, leg auch diesen heiligen Wunsch in Meine ausgestreckte rechte Hand. Kindlein, jetzt halte stille, damit Ich Mich deiner Sorgen annehmen kann. Liebes, geliebtes Kindlein, die eine oder auch andere Sorge will Ich dir gern abnehmen. Aber viele Sorgen darunter sind unbegründet und von daher nicht nötig, weil du zu wenig Vertrauen auf Gott hast, auf Mich, deinen Herrn und Gott! Vertraue Mir mehr, dann werden deine Sorgen weniger! Kindlein, Mein kleines Kindlein, wirf doch alles hinter dich, was dich bedrängt! Schau auf Mich, deinen Herrn und Gott; Ich bin auch dein Freund und Bräutigam deiner Seele! Ich habe alle deine Sorgen betrachtet, abgewogen und geprüft, ob Ich dich darin überfordere. Nein, Ich kann nichts entdecken, was deinem Seelenheil zuwider sein könnte. Alles, wirklich alles ist gut abgewogen und dient deiner Heiligung! Du willst doch heilig werden – oder? Deshalb bist du doch auf dieser Welt! Kindlein, nimm du dein Schicksal an, so wie Ich es dir gegeben habe und Ich werde Meine dich liebenden Augen und gute Meinung nicht mehr von dir lassen und unaufhörlich deine Wege begleiten. Wirf alles, wirklich alles, was dich belastet, hinter dich, auf Mich, auf Mich! Sei frei und vertraue auf die unendliche, abgrundtiefe Liebe deines Gottes, der dich liebt, heiß und inniglich, auf immer! Sei still und genieße diesen Augenblick mit Mir! Verkoste Mich, der Ich im Allerheiligsten Sakrament der Liebe auf euch alle mit ungestillter Sehnsucht warte, auf euch, um Mich euch hinzugeben, zu verströmen! Liebe Mich, wie du bist!

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Beim Herrn verweilen

Ich will dir nun einige deiner Fragen beantworten, die du Mir in Meine Hände gelegt hast, in beide Hände! Denn Sorgen und Wünsche haben oftmals etwas gemeinsames an sich. Sie entspringen nämlich der einen Quelle: die des Mangels an Vertrauen zu Mir, eurem Gott! Und die Unkenntnis über den wahren Grund deiner Erdenpilgerschaft! Siehe doch Kindlein, was du als deine Sorgen erkennst und den Wunsch hegst, diese mögen ein Ende finden, geschieht oftmals, um dich klein zu halten, um dich dicht am Saum Meines Mantels zu halten. Denn Sorgen und Wünsche müssen, um Mich darin zu erkennen und Meinen Willen, immer darauf ausgerichtet sein, daß Meine Ehre und Mein Lobpreis befördert werden und nicht deine Person! Sorgen und Wünsche lassen sich oft, sehr oft in der einen Frage zusammenfassen: Herr, was wünschst Du von mir? Meine lieben Eltern, Maria und Josef, lebten immer in Sorge um das tägliche Brot und oftmals hatten wir nur das Allernotwendigste für uns zum Leben. Aber – das schaffte viel Raum und Platz für reichliches Gebet und gläubige Andacht! Und die Aufopferung aller Sorgen und Wünsche an Mich, euren Gott, zudem noch Gnaden über Gnaden!

Deine Krankheit, die du beklagst, deine Entbehrungen, die damit verbunden sind, sollen dir ermöglichen, daß du viele deiner kleinen Sünden schon auf dieser Welt abtragen kannst, um die Zeit deiner Reinigung im Fegefeuer zu verkürzen. Zudem verdienst du dir dadurch manch gute Gnade, die Meine heilige Mutter im großen Gnadenstrom den Armen Seelen im Fegefeuer zuweißt, damit auch sie ihre Erquickung haben. Und was deinen Ärger und Zwist in deiner Familie betrifft, so bedenke doch, daß Ich euch zur Zeit Meiner Erdenpilgerschaft angekündigt habe, daß Mann gegen Frau, Kinder gegen Eltern, letztlich alle gegen alles gehen und bekriegen werden. Opfere auch dieses Mir auf, Mein kleines geliebtes Kindlein, vereinige es mit Meinem bitteren Leiden und Sterben und opfere es durch das unbefleckte Herz Meiner geliebten Mutter auf, damit alles ergänzt werde, was daran noch mangelt und es Frucht bringe! So mußt du es tun. Bitte Meinen heiligen Nährvater, den heiligen Josef und Meine herzallerliebste Mutter Maria, die ja die Heilige Familie sind, um Ihren Segen und Gunst und betet in euren Räumen wieder mehr den Rosenkranz und die anderen Gebete, dann kehrt dort Mein Friede ein und Ich werde Meine Engel schicken und die Pforten der Hölle werden eure Türschwelle nicht mehr übertreten.

Kindlein, geliebtes Kindlein, erfreue dich doch, wenn Ich dich auserwählt habe, Mir durch Leiden, Tränen und Bedrückungen Opfer zu bringen; um so mehr wird die Frucht daraus Gnaden über Gnaden sein. Bedenke doch: wenn nur ein Mitglied der Familie Mein ist, Mir geweiht ist durch ein heiligmäßiges, katholisches Leben, dann werde Ich alle anderen schützen und keiner von ihnen wird verlorengehen! Kindlein, Ich will nichts als dein Bemühen! Alles andere werde ich ergänzen, hinzugeben, als hättest du alles erbracht, was menschenmöglich ist. Meine Gnade und Güte sind unendlich barmherzig und Ich bin ein gar großzügiger Bezahler! Glaube es Mir und vertraue auf Mich! Komm doch öfters zu Mir, hierher zum Tabernakel, der Mein Thronsitz ist! Hier warte Ich auf dich! Empfange nun Meinen Segen! Gelobt sei Jesus Christus und die Jungfrau Maria! Sprich oft: Herr, was wünscht Du von mir?

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Die Sprache des Herrn übersteigt alles

Kindlein, wo warst du nur all die Zeit? Warum beachtest du Mein Rufen nicht? Es ist wichtig für euch und eure Zeit, daß ihr auf die Einsprechungen eures Schutzengels hört und sie erkennt! Wie kann Ich dir helfen, dich trösten, wenn du dich nicht zur rechten Zeit an Mich wendest und Mir dein Herz ausschüttest? Du sagst, du hättest Mich nicht gehört. Nun, Ich spreche leise zu dir! Ich bin kein Gott der großen Worte, kein Magier mit großem Getue! Ich bin ein Gott der kleinen Schritte, des stillen Wortes und Ich spreche in den verschiedensten Formen zu dir! Bei dem einen spreche Ich so, wie es jetzt geschieht. Du hörst Mich in der Stimme deines Herzens. Nenne es die innere Stimme! Bei dem anderen spreche Ich in Zeichen und Wunder, die Ich geschehen lasse. Zeichen, die unübersehbar sind, wenn man mit demütigem Blick und reiner Gesinnung auf Mich achtet. Wunder, die so häufig sind, daß euch Augen und Ohren übergehen würden, wenn ihr sie doch noch erkennen würdet. Aber ihr seid blind! Und Blinde führen Blinde! Das ist das Übel eurer Zeit! Es kann auch sein, daß ich die Pläne Meiner erwählten kleinen Seele ein wenig durcheinander wirbele, um Unerwünschtes zu unterbinden. Wiederum bei anderen spreche Ich in Träumen, wie es beispielsweise bei Meinem lieben Nährvater so war. Und wie sehr hat er darin auf Mich vertraut! Ich spreche also leise! Merke es dir! Wenn du es immer noch nicht verstanden hast, dann bitte Mich einfach: Herr, Dein Wille geschehe!

Es ist dabei wichtig, daß du dich mit deinem Willen Meinem Willen unterwirfst. Ich, dein Herr und Gott, werde sodann deinen Willen dem Meinigen einverleiben und nur noch Meinen Willen an dir geschehen lassen. Aber es braucht dazu einer demütigen Seele und gutwilligen Meinung über Mich! Mich stört es nicht, es schmerzt Mich zwar, aber Ich vergesse all deine Sünden und Nachlässigkeiten gegen Mich, wenn du nur einsiehst, daß Ich Bin! Weißt du, Mein geliebtes kleines Kindlein, wie du Mich am ehesten für dich gewinnen kannst? Nun – gehe zuvor zu Meiner herzallerliebsten Mutter und trage Ihr diese und auch alle anderen Wünschen vor und bitte Sie um Beistand und Fürsprache an Meinem göttlichen Thron: Ich werde Mich sogleich deines Seelenheils annehmen und machtvoll und gnädig sein in allem, was dich erbauen und noch mehr an Mich anbinden kann. Kindlein, aber Ich habe noch eine Bitte an dich, die du Mir bitte erfüllen mußt: Trage bitte dein Bündel an Sorgen und Befürchtungen weiter, all das, was Ich dir auf deine schmale Schulter gelegt habe oder noch legen werde, denn dies geschieht alles zu deinem Besten. Ich werde dir nur soviel darauf legen, wie du tragen kannst. Ihr seid ein gar schwaches Menschenvolk, und Ich weiß um eure Sorgen und Nöten! Habe ich nicht gesagt: Ich kenne die Meinen und die Meinen kennen Mich! Mein Vater im Himmel kennt einen jeden, und kein Sperling fällt vom Himmel, ohne daß Ich ihn nicht beim Namen kenne. Meine Tröstungen am Tabernakel sind einzigartig! Ich bin dort für euch, um unter euch Menschen zu sein, alle Zeit! Es war Mein größtes Verlangen, unter euch Menschen zu sein, wenn ich den Erdenplan verlassen werde, um bei Meinem Vater im Himmel zu sein, zu Seiner Rechten! Nichts, aber auch gar nichts entgeht Mir, mein kleines Kindlein! Liebe Mich so, wie du bist! Empfange Meinen Segen und auch den Meiner heiligen Mutter! Danke auch Ihr und auch deinem Schutzengel, denn er ist ein gar machtvolles Geschöpf! Sein einziges Verlangen ist, Mir zu gefallen und Meiner heiligen Mutter, der Himmelskönigin, ein gar getreuer Knecht zu sein. Liebe und ehre ihn, alle Zeit! Er verabscheut jede Form der Sünde, denn jede Sünde ist Bruch mit Mir, deinem Gott! Jede Sünde ist Abkehr von Mir, und damit zugleich auch Rückfall in die Erbschuld! Durch ihn spreche ich zu dir, Mein Kindlein. Er ist ein Spiegelbild meiner Gottheit und Mir in allem höchst ergeben! Ich liebe Dich, lieb du auch Mich! Liebe Mich, so wie du bist!

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Tröste Mich

Kindlein, Ich freue Mich auf dich! Wie sehr habe Ich deiner gewartet! O ihr Menschen, wenn ihr doch glauben wolltet, daß Ich euch liebe, daß Ich euch sehnlichst erwarte an meinem kargen Tabernakel. Ja, nichts deutet darauf hin, daß hier der König aller Könige thront. Aber so ist es! Ich bin euer König, der einzig wahre König, der über alles steht und alles übersieht! Mein Königreich ist nicht von dieser Welt! Und doch befehlige Ich alles! Ich bin es, der die Welt beherrscht! Aber man hat Mir meine geliebte Erde verwüstet! O wie wundervoll habe Ich sie dereinst geschaffen. Welch ein blühender Garten war sie gewesen. Aber die Menschen haben sie verwüstet. Die Wüste, das ist die Sünde! Der Mensch ist weit unter die Gattung der Tiere getreten; er ist tierisch geworden. Die Tiere haben ihre Ordnung und halten sich darnach. Der Mensch jedoch hat seine Ordnung, die göttliche Ordnung, verlassen, und glaubt, sich selbst und eine eigene Ordnung an die Stelle seines Gottes stellen zu können. Aber das wird scheitern, so wie alles scheitern muß, was nicht in der göttlichen Ordnung steht, nicht Meinen Segen hat. Ach, Kindlein, wie sehr haftest du dieser verkehrten Welt noch an; wie sehr bist du noch weltlich gesinnt. Aber merke dir: du kannst nicht der Welt dienen und zugleich Mir! Das geht nicht! Entweder gehörst du Mir ganz allein, dann wird dir die Welt zur Qual! Oder – du gehörst der Welt an, tust weltliches, suchst dich darin zu vergnügen, Wohlstand und Teilhabe an ihrem Glimmer und Tand, dann muß Ich Mich von dir zurückziehen! Ja, Kindlein, das erschrickt dich; Ich weiß! Aber Meine Wege sind nicht die Wege der Welt! Du mußt dich darin entäußern, dich leeren, damit du gefüllt werden kannst mit den Gütern Meines Vaters im Himmel. Du sollst in Gemeinschaft mit allen Heiligen des Himmels leben und Meine heilige Kirche mit befördern, indem du sie liebst, dich Mir und Meinen Oberen darin unterwirfst. Das verlange Ich von dir! Das sind die Reichtümer der Welt, wenn du Meine von Mir gestiftete Heilsanstalt, welche die katholische Kirche ist, liebst und mit ihr durchs Kirchenjahr lebst und betest. Und sie ist es wahrlich, und nur so, wie Ich sie gestiftet habe und nicht, wie sie heute verunstaltet wird durch so viele abgeirrte Diener Meiner Kirche. Ich bin das Haupt der Kirche. Maße dir nicht an, du könntest darüber befinden, was darin gesund und was krank ist. Ich bin der Richter aller Meiner geliebten Kinder, vom Papst bis zum letzten Glied in der Kette. Aber auch bin Ich der gute Hirte all derer, die nicht zu Meinem Stalle gehören. Komme öfters hierher in diese Kirche, wo man Mich so sehr quält und verachtet, Meinen hochheiligsten Leib mißhandelt und man kaum noch sein Knie vor Mir beugt. Komme oft zu Mir auch dann, wenn du erkennst, daß das, was sie Eucharistie nennen, nicht das ist, was katholisch ist. Halte dich zurück mit deinen Urteilen darüber. Es zürnt Mich, wenn Ich dich so reden höre! Noch einmal sage Ich dir: halte dich im Urteil über andere zurück! Es genügt dir, und es ist eine große Gnade, daß du es erkennen kannst, was hier und an vielen anderen Orten so geschieht, alles unter Meinem guten Namen geschieht. Es ist eine große Gnade, die Unterscheidung der Geister zu besitzen, denn vielen, ach so vielen, ist diese Gnade nicht mehr zuteil. Hast du vergessen, was Ich dich alles gelehrt habe dazu? Kindlein, wenn du hierher kommst, um mit Mir heilige Eucharistie zu feiern, dann tröstest du Mich sehr! Wenn doch Meine heilige Mutter und mit Ihr alle heiligen Engel und Heiligen des Himmels sich nicht scheuen, hierher zu kommen, um sich vor Mir, dem König der Könige, dem Herrn und Lebensspender, tief zu verneigen und Mich anzubeten, weshalb solltest du dir darin zu schade sein?

Überhebe dich nicht, Kindlein, es schmerzt Mich so sehr! Also du tröstest Mich unbeschreiblich, wenn du in solcher Weise, ungeachtet aller sonstigen Begebenheiten, mit ganzer zärtlicher und kindlicher Hingabe Mich darin anbetest und Mir so die Treue hältst. Ich will dir solche Treue so hoch anrechnen, als hättest du in höchst ehrwürdiger und ehrerbietigster Weise und alle anderen darin Eucharistie gefeiert. Wenn du in eine Heilige Messe gehst, in der sich alles in Treue und Wahrhaftigkeit vollzieht, dann tröste Ich dich! Kindlein, Ich habe dir auch schon so oft gesagt: Ich führe dich nur dorthin, wo der Priester noch die Wandlungskraft besitzt, die Ich ihm verliehen habe. Freue dich und sei dankbar, daß Ich dir und all das andere in solcher Weise mitteile, denn den Kleinen und Schwachen teile Ich Mich auch heute noch so mit, wie Ich es seit ehedem getan habe.

Nun bete Mich an und empfange Meinen Vatersegen. Gelobt sei Jesus Christus und die Jungfrau Maria!

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Die Hölle wütet

Heute will Ich dir ein ganz besonders zärtlicher Liebhaber sein. Ja, Kindlein, du schmunzelst. Aber Ich bin es wirklich, ein Liebhaber! Mein Blick ist auf deine, auf eure Seelen gerichtet, auf euch, Meine kleinen, geliebten Seelen in dieser Welt. Warum sollte Ich nicht ein getreuer und zärtlicher Gott sein zu denen, die Mir in all den Zeiten mit ihren Grauen und Verführungen in Treue dienen! Ihr alle seid Martyrer der Liebe, wenn ihr Meinem Glauben treu bleibt und ihr euch nicht weggezogen habt von Mir.

Der Widersacher, der Zerstörer der Welt, er brüllt und wütet entsetzlich, wenn er erkennen muß, daß Ich es bin, der die Seele dieses Menschenkindes an Mich gezogen habe, fest in Meinen Händen halte, obwohl er sie schon in seinen Klauen zu haben wähnte! Tausend Fallen stellt er euch, um euch Mir abspenstig zu machen, um seine Herrschaft auf der Erde weiter auszubreiten. Er hat auch schon so viele Meiner besten Kinder Mir abspenstig gemacht. Wie Mich das schmerzt! Unendlich schmerzt es Mich!

Oft fängt solcher Abfall vom Glauben bei den kleinen Dingen an. Man vernachlässigt das Gebet, auch die regelmäßige Beichte, und dann, nach und nach, auch das Sonntagsgebot. Man fühlt sich zu den modernen Dingen hingezogen, erliegt letztlich ihrem Werben und glaubt an die Dinge, die einem vorgestellt werden. Und schon ist es geschehen. Wie sehr muß ich Mich dann mühen, und Meine geliebte Mutter und der ganze Himmel, um solche abgefallenen Seelen wieder zurückzuholen an den Herd, der Liebe heißt. Alles, wirklich alles, was in der Sünde ist, ist zugleich Abfall von der Liebe, ist Bruch mit Gott! Die Hölle hat nur dort ihren Schmaus, wo die Kinder Gottes den Pfad der Liebe verlassen und statt dessen die Dinge tun, die nicht vom Himmel kommen. Wer Mich wahrlich liebt, der meidet alles, was Vergnügungssucht und Ramsch betrifft. Er sucht statt dessen die Stille und das Gebet, und schaut zu, wo er anderen, die in Not sind, wirklich helfen kann. Denn Liebe muß sich verschenken können. O ihr Kinder der Welt, wie sehr wütet Satan! Wie sehr seid ihr seiner unbeschreiblichen List und Tücke ausgeliefert. Seid stets bedacht, euch zu schützen und euch ihm zu verwehren. Und wie, fragst du, Mein geliebtes Kindlein? Indem du deine täglichen Gebete eifrig übst, das Weihwasser oft benutzt, deine Gedanken ordnest, wenn sie durcheinander geraten sind, und vor allem: indem du Mich in Meinem Allerheiligsten oftmals aufsuchst und um Hilfe bittest! O wie sehr wartet Meine geliebte heilige Mutter darauf, von euch angerufen und aufgesucht zu werden, um Sie sodann zur Helferin in aller Bedrängnis zu machen. Denn Sie ist eine gar machtvolle und umsichtige Beschützerin und Ihre heiligen Engeln warten nur darauf, die gute Tat des Anrufers zu befördern und die Mächte der Hölle zurückzudrängen. ‚Kommt alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken’, habe Ich einst gesagt und Ich sage es immer wieder aufs neue! Die Pforten der Hölle werden Meine heilige Kirche niemals bezwingen! Das ist Mein Wort an euch! Seid also gläubige Kinder Meiner Liebe und meidet alles, was euch gefährden könnte! Du fragst, wie man das erkennen kann? Nun, es gibt ein einfaches, wirklich sehr einfaches Mittel, das Ich euch dafür in die Hand gegeben habe: Beten, Sühnen, Leiden, Meiden! Beten zu Gott, das bringt Frieden in die Herzen der Menschen und Wohlfahrt für alle, die Meine Gebote halten. Ich weiß, wie schwach ihr Menschen seid. Aber ihr werdet nur in solcher Weise geprüft, und alles ist Prüfung, wie ihr zu tragen imstande seid. Sühnen. Nun, die Sühne ist ein Heilmittel ganz besonderer Weise. Sühne kann in mannigfacher Weise euch angetragen werden. Alles, was sich im Schicksal des Menschen anders verhält, als man es gewollt, als man es erhofft hat, kann Sühnegedanken enthalten. Sie heilt zum einen alle eigenen Sünden und auch Schuld, und zum anderen aber ist sie der Gnadenborn, durch den Meine liebliche Mutter viele Gnaden und Gaben für die Armen Seelen im Fegefeuer erbittet von Mir. Leiden sind Gaben Gottes, die aus der Liebe geboren sind. Wer sein Leid annimmt, das Ich ihm zugedacht, der wird erstarken und Mich in Meinem Leiden am Ölberg besser verstehen. Wer sein Leiden mit Meinem Leiden vereinigt, hat große Weisheit von Mir! Meiden. Ja, Meine kleinen Kindlein! Meidet alles, was euch gefährden könnte, euren Lebensweg, der ein Weg der Heiligung sein soll, krumm machen kann. Meidet Glimmer und Tand, jedwede Form der Verführung, des falschen Umgangs mit anderen und heilt euch im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe zu Mir, eurem Herrn und Gott, der euch liebt! Nur in Meiner heiligen katholischen Kirche könnt ihr heilig werden! Empfange nun Meinen Segen!

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Meine Söhne

Mein liebes Kind, komm und erquicke dich, Ich will dich stärken. Es ist recht, Meine Kinder, wenn ihr erwägt und betrachtet Meine Leiden, Meine Schmerzen am Kreuz, wo Ich gesiegt über die Welt und Hölle. Aber betrachtet auch die Schmerzen Meiner Mutter. Sie war es, die Mich getröstet und Mir in allem beigestanden ist. Fürwahr eine große Liebende! Ja, die Größe Meiner Liebe reicht so weit und spannt sich so weit aus, als Menschenherzen schlagen, weil sie für alle Menschen gekommen ist, zu suchen und alles zu retten, was verloren war. Sie verdient es, Sie, die Einzige, die Meine Liebe erwidern konnte hier auf Erden, so geliebt zu werden wie Ich. Die Einzige, die aber auch den Schmerz fühlen konnte, den der Erlöser der Welt fühlen mußte, um Erlöser der Menschheit werden zu können. Zwar gibt es viele recht gute, wohlgesinnte Menschen, die Mich lieben und Mir dienen. Aber sobald eine Prüfung an sie herantritt, da ist es geschehen um ihre Liebe, da murren sie und hadern mit ihrem bißchen Leben. Siehe, wenn du leidest, leide Ich in dir. Und wenn du dich freust, freue Ich Mich in dir. Am allermeisten aber leide Ich in dir, wenn du dich beeinflussen läßt von dem Gerede anderer Menschen, und du dich überheben willst über die, die Ich über dich gestellt habe, Meine Priestersöhne.

Denn du mußt wissen, daß, wenn Ich von einem Herzen Besitz genommen habe, dies Herz Mir zu einem Tabernakel dient und Mich dann darin behaglich fühle, wenn dieser Tabernakel rein bleibt von aller falschen Lust, von allem Zwiespalt und Ärgernis. Der Tabernakel ist Meine Wohnung, und da soll kein anderer Geist neben Mir wohnen, und sobald Zwiespalt und Unfriede einzieht, ist das nicht Meine Lust, das ist Meines Geistes nicht würdig, das ist die Lust des bösen Geistes, der einzieht in das Herz. Kindlein, Ich möchte auch der König deines Herzens sein, der unumschränkte König aller Herzen, die Mich lieben, Mir anhangen und auf Mich vertrauen! Und Ich möchte Mich durch nichts verdrängen lassen aus Meinem Eigentum, wo man Mich aufgenommen hat und von dem Ich Besitz genommen habe. Darum hüte dich vor Anmaßung und Besserwisserei! Überlasse es nur Mir, die Dinge zu regeln, und wenn nötig, zu tadeln! Ich weiß es Selbst, wie es um Meine Priestersöhne steht. Ich fühle Selbst ihre großen Ängste und Zurückhaltung in all den Dingen, wo sie lieber mit festem Fuß und geradem Blick auftreten und die Dinge beim Namen nennen sollten. Meine Priestersöhne brauchen viele Kräfte, viel Einfluß von allen Seiten, am allermeisten aber von Meinem Herzen, denn sie leben in einer Zeit, die an Gottlosigkeit alle Zeiten überragt und überbietet. Der Priester, der nicht ganz fest steht in Meinem Geist, und sich nicht unumschränkt leiten läßt von Meiner Kirche und dem wahren Geist, der darin herrscht, herrschen muß, der vielmehr in dieser gottlosen Welt auf die blickt, die mit großen Worten und Getue die Gebetsquaste ständig bei sich tragen, der wird zu Fall kommen. Er wird die Prüfung nicht bestehen und noch viele mit sich herunterziehen. Anstatt die Seelen zu retten, die Ich ihm anvertraut, führt er die Seelen ins Verderben, die Seelen mit sich in den Abgrund, bringt großes Leid über sich und alle anderen. Darum spreche Ich so viel zu den Priestern in dem ganzen Werk, in den Schriften der Barbara Weigand und gebe so viele Belehrungen darin, wie Ich Meinen Geist ausgießen will über diejenigen Priester, die sich recht an Mich anschließen und Meine Worte zur Ausführung bringen wollen. Es ist und bleibt wahr, daß dem armen Menschengeschlecht kein anderes Mittel bleibt als das, was Ich Selbst durchlebt, auf dem Ölberg, wo Mich Todesängste und die Angst erschütterten und Ich die Dunkelheit, die auch Mich umgab, mit Erschütterung durchlitt und besiegte. So müssen auch der Priester, Meine Priestersöhne, ihren Ölberg durchschreiten und durchleiden, um dann den Kreuzweg gehen zu können, auf Kalvaria hinauf und höher zu Mir, dem Retter der Welt! Du tust gut daran, wenn du, statt zu rätseln und zu kritisieren, was du alles an ihnen erleiden mußt, für sie zu bitten und zu flehen, damit Meine heilige Mutter, welche ja die Braut aller Priester sein will, Ihren mitleidigen Blick auf sie werfe und Sie Mich für diese um Gnade und Erbarmen anfleht. Merke dir, Mein geliebtes Kindlein, die Macht des Gebets ist es, weshalb Mein gerechter Arm noch nicht herabgefallen ist und Ich diese verruchte Erde in ihren Schöpfungsstaub zurückfallen lasse. Gerade, weil die Menschheit so versunken ist in sich selbst, in diesem vergänglichen Staub der Erde, weil sie sich keine Zeit mehr nimmt, an Mich zu denken, nicht mehr der Mühe wert findet, eine Stunde Mir zu opfern, Mich als ihren Gott zu suchen und zu finden, denn ich lasse Mich von all denen auch finden, die Mich ernsthaft suchen, deshalb ist ja so viel Elend auf dieser Welt. Wenn aber der Christ beim Erwachen sich an Mich erinnert und denkt, wenn seine erste Handlung das Gebet ist, und er den neuen Tag als ein Geschenk seines Gottes begrüßt und Mir huldigt, dann wird wieder eine lichtvolle Morgenröte sein über Meiner Schöpfung und ihr werdet Meine Kinder sein und Ich euer Gott. Empfange Meinen Segen und laß dich umfangen mit Meiner verzehrenden Liebe!

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Bleibe in Mir

O wie Ich mich freue, daß du dich immer wieder aufmachst, Mir zu gefallen. Hab doch kein schlechtes Gewissen, weil du Mich einige Tage nicht besucht hast! Wisse, und Ich sage es dir zum wiederholten Male, wisse, daß ich deine Arbeit in dem Apostolat, in das Ich dich gestellt, auch Gebet ist. Denn alles Wirken für Mich, euren Herrn und Gott, ist Gebet, ist Geben! Sei jetzt ganz ruhig, damit Ich in dir wirken kann, denn ich will dich neu machen. Fliehe noch mehr, als du schon getan, die Welt, das weltliche Getümmel. Wenn Meine Kleinen doch erkennen würden, wie sehr Ich Mich nach ihnen verzehre. Wenn sie doch nur glauben wollten, daß Ich alle an Mich ziehen möchte, die ganze Menschheit! Aber es sind nur noch wenige, eine Handvoll, gemessen an der überaus großen Schar Meiner Kinder, die sich beharrlich mühen, in Meinem Geiste zu wandeln, um Mir zu gefallen. Es genügt Mir, wenn du dich bemühst, wenn ihr, Meine kleinen Seelen, euch nur bemüht, Mir in Treue zu dienen. Ich verlange doch nichts Unmögliches! Ich verlange doch nur Glauben, Glauben und einfach nur Glauben! Siehe doch, wie zärtlich Ich zu dir bin, wenn du zu Mir kommst. Wie Ich dich überhäufe mit Gnaden und Wohltaten. Wie Meine Liebe dich überströmt und du, wenn du eine Zeitlang bei Mir geblieben bist vor Meinem Tabernakel, gestillt und überaus glücklich von hier wegziehst, und du dich einfach nicht mehr daran erinnern kannst, wie sehr du beladen und bekümmert warst, als du bei Mir ankamst. Bleibe in Mir, Mein Kindlein, in all deinem Tun! Bleibe in Meinem Geist, der in dir und auf dir ruht, wenn du nur darum bittest! O wie sehr Ich Mich freue, wenn du nur oft zu Mir an den Tabernakel kommst, um bei Mir zu sein, bei deinem Herrn und Gott. Ich bin der Lebensspender für euch, ich spende dort neues Leben, wo es durch Dickicht und Dunkelheit abgeschnitten war und zu ersticken drohte. Mein Heiliger Geist ist es, der neuen Lebensatem einbläst und die Dunkelheit in Dir muß weichen, denn wo das Licht hingelangt, muß die Dunkelheit weichen! O liebes kleines unnützes Seelchen! Wie sehr bin ich gerührt, wenn so eine kleine Seele wie du es bist, sich immer wieder aufmacht, wenn sie gefallen ist und unter dem Kreuz zu liegen kommt, um sich Mir mitzuteilen und bei Mir Tröstung zu finden. Und wie sehr freut es Mich dazu, wenn ihr euch mit gleicher Hingabe und Vertrauen an Meine liebste Mutter wendet, um euch unter Ihren Schutzmantel zu stellen und euch darunter geborgen und geschützt wisset! Ja, Meine Mutter weiß am besten, wie sich ein Kindlein, eine kleine Seele, wenn sie denn gefallen ist und sich im Blute des Lammes wieder reinigen muß, wie sehr sie da des besonderen Beistandes bedarf, um nicht wieder in die Krallen Meines Widersachers zu geraten. Denn der Satan heult, brüllt und geifert immer toller nach Meinen kleinen Seelen, um sie Mir, ihrem rechtsmäßigen Eigentümer, aus den Händen reißen zu können. Aber das kann nicht gelingen, solange die Seele nach oben schaut, nach ihrem Herrn und Meister Ausschau hält, der mit Freuden nur darauf wartet, diese Seele wieder an Sein göttliches Herz drücken und liebkosen zu können. Auch wenn es noch so stürmt und drängt, Meine geliebte kleine Seele, bleibe immer in Meinem Frieden, bleibe immer in Mir! Ich bin der Hort deines Friedens! Niemand kann unseren Frieden stören, wenn du dich nur ganz eng an Mich schmiegst, wie ein kleines Kindlein an der Hand des Vaters. Es ist alles nur Prüfung, nichts als Prüfung! Wenn ihr nur erkennen wolltet, daß es nur eine Wichtigkeit in eurem Leben gibt: Mich! Bleibe in Mir, denn Ich bin es, der dich beim Namen gerufen hat! Erbitte von Mir immer wieder aufs neue alle Gnaden, die möglich und für deine Seele auch nützlich sind, und bitte vor allem immer wieder ohne Unterlaß Meine heilige Mutter, Sie möge an deiner Stelle Mich bedrängen, damit du heilig wirst und an Vollkommenheit zunimmst. Ich will es dir gewähren. Denn Meiner liebsten Mutter kann Ich nichts abschlagen! Sie ist Meinem Herzen angebunden wie kein anderes Geschöpf es je sein kann! Sie wartet nur darauf, daß du Sie rufst! Empfange Meinen Segen und Meine Liebe!

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Kreuzweg-Gedanken von P. Peter Lippert S. J. (1936)

Entnommen aus Stimme des Glaubens Nr. 6/84 v. 15. April 1984

I. Station: Jesus wird zum Tod verurteilt

Ibis ad crucem; Geh ans Kreuz! sagt der römische Richter. Menschenwort, aber Jesus hört darin die Stimme Seines himmlischen Vaters. Jetzt sagt Ihm der Vater: Geh ans Kreuz. Aber bald wird Er Ihm sagen: Setze Dich zu Meiner Rechten. Mein Sohn bist Du. Gott spricht zu uns auch durch die Menschen, die uns kränken vollen.

Il. Station: Jesus nimmt das schwere Kreuz auf Seine Schultern

Jesus nimmt das Kreuz auf Sich, das Kreuz, das wir gezimmert haben, das wir tragen sollten. Er trägt die Bürde der andern. Wie bitter schmerzt es uns, wenn wir die Schuld anderer auf uns nehmen sollen. Aber so wird die Welt erlöst, so werden die Seelen gerettet: durch anderer Leiden und Opfer.

III. Station: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

Der Meister fällt unter Seiner Last. 0 Meister und Herr, das Joch und die Bürde, die Du mir auflegst, ist leicht und süß. Deine Last aber, die Du Selbst tragen willst, ist nicht leicht und süß, sondern schwer und bitter und drückt Dich zu Boden. Du mußt etwas davon abgeben und mir aufladen. Laß mich schwer tragen unter der Sorge für die Seelen, die Du mühsam erlöst hast.

IV. Station: Jesus begegnet Seiner betrübten Mutter

Die Mutter! Ein Augenblick schmerzlichsten Begegnens. Die Begegnung und das Zusammentreffen war so schwer wie der Abschied, den Sie zugleich nehmen mußte. Vor Sich und hinter Sich sah Sie Dunkel und Nacht. Aber es war doch nur ein Augenblick. Was hat das zu bedeuten gegen die Seligkeit des ewigen Wiederfindens, das am Ostermorgen begonnen hat!

V. Station: Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen

Simon, der arme, schwache Mensch, darf dem Herrn helfen. Die Allmacht läßt Sich helfen. Es ist die größte Ehre, die Gott uns Menschen erweisen konnte, daß Er uns zur Mitarbeit beruft, daß Er auf uns angewiesen sein will. Und für viele Menschen ist es ein Akt größter Demut und Selbstlosigkeit, wenn sie sich helfen und beschenken lassen. Es ist leichter zu geben, als zu empfangen.

VI. Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

Veronika empfängt für ihr Werk der Erbarmung das Bild des Herrn. Ein schönes Sinnbild für die Tatsache, daß jedes Werk der Liebe das Bild unseres Meisters uns in die Seele prägt. Aber es ist das Bild eines leidenden Angesichts. Jede wahre Liebe trägt die Züge des Leids.

VII. Station: Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

Immer wieder die gleiche Mühsal, die sich immer wiederholt. Der Herr wußte, daß uns das am meisten müde macht und verzagt, der immer sich wiederholende Kampf und die Plage und die Arbeit. Und so wollte Er auch das durchmachen.

VIII. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen von Jerusalem

Weinet nicht über Mich, sondern über euch und eure Kinder! Nicht einmal über Sein Leiden sollen wir weinen, wieviel weniger um unsere kleinen, persönlichen Leiden, aber um die Leiden der Seelen, um die Leiden des Volkes, um die Sünder und die Sünde. Wann werden wir lernen, unsere eigenen kleinen Kümmernisse zurückzustellen hinter die großen Anliegen des Reiches Gottes!

IX. Station: Jesus fällt das dritte Mal unter dem Kreuze

Wie hart wurde Ihm das Aufstehen! Wie gerne wäre Er dageblieben, um endlich auszuruhen! Aber Sein drängendes Herz ließ Ihm keine Ruhe. Die wahre Liebe kann und will nicht haltmachen mitten auf dem Wege.

X. Station: Jesus wird Seiner Kleider beraubt

Nun wird Ihm das Kleid ausgezogen, das Ihm Seine Mutter gewoben. Das Kleid der Herrlichkeit, das Ihm der Vater von Ewigkeit gegeben, hat Er schon abgelegt in der Menschwerdung, als Er Knechtsgestalt anlegte. So gab Er alles, was Er vom Vater und von der Mutter hatte, Sein ganzes Erbteil, um uns damit auszustatten, uns, die Kinder Seines Vaters und die Kinder Seiner Mutter.

XI. Station: Jesus wird ans Kreuz geschlagen

Mit eisener Gewalt wird Sein Leib ans Kreuz geschlagen zum Zeichen, mit welch unauflöslicher, unzerreißbarer Kraft Seine Seele Sich hingegeben hat an den Willen des Vaters als Opfer für uns. Es ist schön und groß und voll Süßigkeit, mit ganzer Unwiderruflichkeit, mit eiserner Notwendigkeit sich an Gott zu ketten.

XII. Station: Jesus stirbt am Kreuz

Wie sollten wir den dunklen Weg des Todes fürchten, da Jesus auf diesem Wege uns vorausgeht und uns an der Hand nach Sich zieht? Wie sollten wir nicht freudig den Becher trinken, aus dem Er getrunken hat, und ein Ereignis an uns geschehen lassen, das genau so an Ihm geschehen ist? Der Tod ist eine Reliquie von Ihm.

XIII. Station: Jesus wird vom Kreuze abgenommen und in den Schoß Seiner Mutter gelegt

Nun kehrt der Sohn zur Mutter zurück, nachdem Er den Auftrag des Vaters erfüllt hat. Vom Vater her kann Er zu Ihr kommen, so wie Er vom Vater kommt, darf Sie Ihn besitzen und lieben und umfangen.

XIV. Station: Jesus wird ins Grab gelegt

Die Hoffnung Selber steigt nun nieder in die Hoffnungslosigkeit des Grabes. Nun gibt es keine Hoffnungslosigkeit mehr auf Erden.

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 Tabernakel – Thron der Liebe

 Jesus Christus am Ölberg des heiligen Tabernakels

(Originaltexte aus den „Offenbarungen an Barbara Weigand“)

Herz-Jesu-Freitag im Januar 1896

Jesus: „Die Menschheit ist so tief gefallen, daß es freilich viel Opfer kosten wird. Noch nie war der Glaube so geschwunden seit Erschaffung der Welt, wie jetzt. Deshalb habe Ich sie hingewiesen auf Meinen Tabernakel, wo Ich in Wirklichkeit noch unter ihnen weile wie damals, als Ich auf Erden lebte. Glauben, Glauben, Glauben verlange Ich, und diesen Glauben zu bezeugen, auch mit Werken.“

2. Donnerstag im Februar 1896 Jesus: „Dies sind jene treuen Seelen, die Tag und Nacht ihr Herz bei Mir und mit Mir vereinigen und unterhalten vor dem Tabernakel. Diese sind Meine liebsten Kinder ... Sie sollen wissen, wie gut Ich bin. Ich will sie in ihren Leiden trösten, in ihren Bekümmernissen ihnen zur Seite stehen, und sie sollen Tag für Tag Meine liebliche Stimme hören ... Siehe, es ist Mir eine große Freude, wenn Ich Meine Gleichgesinnten, Meine treuen Seelen um Mich sehe, weil Ich doch hier im Tabernakel wohne mit Fleisch und Blut unter den Gestalten des Brotes und Weines, wie Ich ehedem auf Erden gewandelt bin, und Ich will dieses erkannt haben von Meinen Dienern ... denn in jedem der Herzen will Ich ebenso wohnen wie im Tabernakel.“

2. Freitag im März 1896

Jesus: „Betet, leidet und opfert für die Sünder, die es nicht mehr tun. Ich will all eure Unvollkommenheiten vergessen, wenn ihr tut, wie Ich euch gesagt. Haltet fest an dem Band, das Ich um euch geschlungen, das von dem Tabernakel aus- und wieder zurückgeht in den Tabernakel. Ich werde euch nicht verlassen. Es gibt viele, die mit Mir leiden, aber nicht den eucharistischen Weg gehen. Verstehst du das?“

2. Samstag im März 1896

Maria: „Ihr sollt den Spott der Welt nicht achten, auch wenn ihr keine Anerkennung findet, euch nicht irremachen lassen durch das Gerede der Menschen, ihr sollt nichts suchen als die Ehre Gottes und Seine Verherrlichung. Siehe, was tut denn Mein Sohn im stillen Tabernakel? Dort ist Er Tag und Nacht, ob einer kommt oder ob niemand kommt, ob man kalt an Ihm vorübergeht oder ob man Ihn liebkosend und freundlich besucht, mit liebevollem Herzen, mit guter Gesinnung. Er bleibt immer derselbe, weil Er da ist für die Menschen, um von hier aus ihnen Gnaden zu spenden. So sollt aber auch ihr tun, ob es euch in eurem Innern schön zumute ist, ob Er liebevoll mit euch verkehrt, oder ob Er euch Trockenheit fühlen läßt. Das muß euch immer gleichbleiben. Denn nicht jener Weg ist der beste, der gut zu laufen ist. Man kommt über Steine und Klippen eher zum Ziel, als wenn man immer den schönen Weg gehen will.“

Gründonnerstag 1896

Jesus: „Wie aber Meine Apostel sich unmittelbar anschlossen an Meine heilige Mutter, als Ich von ihnen geschieden bin, so verlange Ich jetzt, daß alle Christen sich anschließen an Meine heilige Mutter. Und wie Sie Tag und Nacht bei Ihrem lieben Sohne weilte, wenn auch nicht dem Körper nach, so doch dem Geiste nach, beständig vor dem Tabernakel auf den Knien oder abgeschieden in Ihrem stillen Kämmerlein, so sollen die Christen sich immer wieder dorthin flüchten, wo Ich unter ihnen weile. Darum kommt, ihr Menschenkinder! Nehmt Platz an Meinem Herzen! Seht, wie die Liebe euch entgegenschlägt, seht, wie Ich Mein Herz öffnen ließ, damit ihr eingehen könnt in Mein Herz. Seht dies Herz, wie es euch entgegenschlägt, wie es euch umfassen möchte mit Liebe; denn durch dieses Herz sollt ihr eingehen in die ewige Ruhe ... Ja, jene Gemeinden, da ist aber immer eine kleine Gruppe, und es geht ihnen ein Priester voraus, an der Spitze, und die andern, die folgen, das sind diejenigen, die mit recht lebendigem Glauben ihre Gemeinden hinführen vor Meinen Tabernakel, die in ihrer Gemeinde eifern für den Empfang der hochheiligsten Sakramente, die keine Mühe, kein Opfer scheuen, um ihre Gemeinde zu retten; jene Klöster, wo der Obere mit lebendigem Glauben vorangeht und die Untergebenen anleitet, Mir Freude zu machen, jene sind es, die du an der Spitze siehst.“

Kreuzauffindung 1896

Jesus: „Ich bin der Mittelpunkt und das Band ist Mein Herz, und die Quelle, die da sprudelt, ist der heilige Tabernakel. Aus ihm sollen sich die Ströme der Gnaden über die ganze Welt ergießen. Sprudeln soll die Quelle, denn sie ist durch eine Meiner unwürdigen Dienerinnen wieder aufgegraben worden, und das bist du! Du hast den Quell wieder aufgegraben, denn du hast Mein Herz verwundet durch dein beständiges Verlangen, durch deine beständigen Seufzer, die du zu Mir geschickt; und siehe, Ich habe dich an die Quelle gesetzt.“

Fronleichnamsfest 1896

Jesus: „Glaube Mir nur, so wie Ich Mich in der heiligen Hostie vervielfältige, um in allen Tabernakeln der Welt zu wohnen, ebenso vervielfältige Ich Mich heute, um neben jeder Seele einherzuschreiten, die Mich mit Verlangen sucht und mit Liebe und Vertrauen Mich begleitet.“

Herz-Jesu-Fest 1896

Jesus: „Welche Rechenschaft werden diejenigen Meiner Diener abzulegen haben, die das Brot des Hauses Meinen Kindern verweigern! Weh ihnen, den Armen! Denn Ich werde einmal mit ihnen zu Gericht sitzen. Bin Ich ja doch da im Tabernakel eingeschlossen, in diesem Holzwerk, Tag und Nacht, nicht um dieses Holzes willen, sondern um Meiner Kinder willen, weil es Meine Lust ist, bei den Menschenkindern zu sein, Mich mit ihnen zu vereinigen. Warum verweigern sie Mir diese Freude? Warum stören sie diesen stillen Frieden in Meinem Tabernakel? ...

Vigil von der unbefleckten Empfängnis Mariens 1896

Maria: „Ja, ja, die Zeit ist gekommen. Rufet Mich nur an in der Zeit der Not, Ich werde euch nicht ohne Hilfe lassen. Deswegen habe Ich gesagt zu Meiner Dienerin, daß ihr Mich annehmen mögt zu eurer Braut. Durch Meinen Sohn habe Ich es euch gesagt; Ich will eure Braut sein, denn ihr habt den Haushalt Gottes zu regieren. Und was ist die Frau in der Haushaltung? Die Frau ist das Herz des ganzen Hauses. Seht, darum müßt auch ihr eine Gehilfin haben; Ich will das Herz sein. Ihr sollt Mich tragen in euren Gedanken, in euren Worten, in euren Handlungen, und Ich verspreche euch, wahrhaftig eine treue Gattin zu sein. Ich verspreche demjenigen Priester, der Mich zu seiner Braut annehmen und seine Kinder hinführen wird vor den Tabernakel, wo Mein Sohn wahrhaftig weilt, dessen anvertraute Seelen will Ich betrachten als Meine Kinder, als Meine liebsten Kinder. Denn sie sind ja auch die Kinder Meines Sohnes, des Vaters, der im Himmel ist, und Ich will sie alle retten, und keines von ihren Schäflein soll verlorengehen, denn dort, wo seine Wirksamkeit aufhört, wo der Arm des Priesters nicht mehr hinreicht, dort will Ich noch hingehen, dort will Ich arbeiten und sie Ihm zuführen.“

3. Freitag im Dezember 1896

Jesus: „Aber seht, Meine Kinder, der Erlöser ist unter euch, Er ist dort im Tabernakel, aber Er ist verdeckt, verstaubt, zugedeckt, und doch ist Er da. Damals war es eine arme Krippe, die Ihn barg, jetzt ist es auch eine arme Krippe; aber dort im Tabernakel sucht den Erlöser ... Ja, ja, Ich lebe unter euch, nicht mehr braucht Er geboren zu werden wie damals ... So viele Menschen, so viele Christenherzen schlagen auf der ganzen Welt, sovielmal will Ich geboren werden in dieser heiligen Zeit durch die heilige Kommunion ... Ihr aber, Meine Diener, kommt herbei zu Meinem Herzen, hier an die Krippe im Tabernakel, da will ich eure Stärke und Stütze sein, da will Ich euch alles sein.“

Vigil vom Fest der Beschneidung 1896

Jesus: „Hört nun, Meine Kinder! Ich habe die Kirche gegründet und habe Mein Reich befestigt auf Erden in Meiner Kirche. Als Ich unter euch wandelte, war das Reich Gottes unter euch erschienen; dieses Reich Gottes war Ich Selbst. Nun aber bin Ich eingegangen in das Reich Meines Vaters, und das Reich Gottes soll fortbestehen und unter euch sein und ist noch unter euch wie damals, als Ich lebte auf Erden. Erstens ist es unter euch im Tabernakel, weil Ich dort noch gerade so lebe wie zur Zeit, als Ich im Fleische wandelte. Zweitens lebe Ich noch durch ein anderes Reich unter euch. Und dieses Reich ist Meine heilige Kirche, ist Mein geheimnisvoller, mystischer Leib, der gebildet ist und zusammengefügt aus den Millionen Christen, die auf der Welt leben. Das Herz dieses Leibes ist das Priestertum, die Glieder sind all die einzelnen Gläubigen in der Kirche.“

2. Sonntag im Januar 1897

Jesus: „Denn Seelen, Seelen, verlangt Mein Herzblut, und solange Ich das Lebenslicht eines Herzens noch nicht ausgelöscht habe, solange kann er noch gerettet werden. Habet guten Mut, geht Hand in Hand, schaut auf niemand. Fraget nicht, ob die Zeit da ist, geht, wenn Ich im Herzenskämmerlein euch rufe vor Meinen Tabernakel. Wenn Ich euch rufe, dann kommt und leistet Abbitte und Sühne für jene, die es nicht tun.“

1. Donnerstag im Februar 1897

Jesus: „Aber dies verlange Ich von allen, die Mir nachfolgen, die Mich lieben wollen, daß sie Mich aufsuchen vor Meinem Tabernakel, wenn Ich sie rufe, mag in ihrem Herzen bestellt sein wie es will, mag Ich Mich in ihrem Herzen zurückziehen, oder sie trösten oder nicht, das alles soll sie nicht genieren. Je mehr Ich sie an Mich ziehe, desto mehr werde Ich mit Seelenleiden kommen. Sie werden sich verlassen fühlen, um die Ölbergangst mit Mir zu teilen; denn nur dies macht ihr Verdienst aus, alles andere ist nichts und gilt nichts vor Mir. Nur derjenige ist ein wahrer Liebhaber, der im Schmelzofen sich bewährt hat.“

Herz-Jesu-Freitag im April 1897

Jesus: „In jeder gläubigen Seele wohne Ich mit Meinem Geist, und um dies zu zeigen und um dies zu bekräftigen, was Ich in dir rede und anstrebe, darum komme Ich zu dir in so auffallender Weise; denn schon eintausendneunhundert Jahre wohne Ich unter euch im Tabernakel, um bei euch zu sein, bei euch, Meinen liebsten Kindern, die ihr allein das Glück habt, Mich so nahe zu besitzen, und doch will Ich euch zeigen durch dich und euch, Meine liebsten Kinder, daß Ich noch viel näher bei euch bin, daß Ich inmitten von euch wohnen will, daß ein jeder Christ der Tabernakel sein soll, in dem Ich wohne. Seht, wenn Ich in irgend einem Land hätte wohnen wollen, wäre es schon genug, um den Menschen zu zeigen, wie gut Ich bin, wie Ich sie liebe. So aber wollte Ich nicht nur in einem Land, nein, in allen Ländern der ganzen weiten Welt wollte Ich wohnen, und nicht nur in den Ländern, sondern in jeder Stadt, in jedem Dorf, in jeder Kirche, in jeder kleinen Kapelle. Wo nur noch ein Priester ist, da will Ich wohnen, um euch zu trösten, um euch beizustehen, um Mein Leben fortzusetzen, das Ich nun einmal begonnen, als Ich herabstieg auf diese unwirtbare Erde. Dies alles genügt Mir aber nicht, nein, es genügt Meiner Liebe nicht, denn der Tabernakel, in dem Ich wohne, ist nur der Aufenthaltsort, wo ihr Mich besuchen könnt, wo ihr euch hinflüchten sollt, wenn ihr bedrängt und müde seid auf eurem Pilgerweg von der harten Reise, die jeder Mensch durch dies Leben, durch diese Sandwüste zu machen hat. Nein, dieser Aufenthaltsort genügt Mir nicht! Auch Ich will Mich trösten, und dies kann Ich nur, wenn Ich zu euch herabsteige.“

Letzter Freitag im Mai 1897

Jesus: „Eine Seele, die fest an Mich glaubt, zu ihr will Ich hinabsteigen und mit ihr reden, da Ich nicht wie ein Stummer in ihr wohnen will. Mein Geist, der da wohnt im heiligen Sakrament, teilt sich einer jeden Seele mit; denn so wie Ich dort wohne mit Meiner Gottheit und Menschheit, kehre Ich ein in jeder Seele, und ihre Seele soll Mir der Tabernakel sein, in dem Ich immer wohnen will.“

Gründonnerstag 1897

Jesus: „Ja seht, Meine Kinder, seht, so wie Ich unter Meinen Freunden saß, so bin Ich jetzt noch unter euch. Dieselbe Liebe ist es, die Mich antrieb, Mich euch zu unterwerfen, denn Ich setzte das Priestertum euretwegen ein; Ich steige unter den Händen dieser Priester Tag für Tag auf den Altar, um unter euch zu wohnen, um eure Bitten entgegenzunehmen. Seht, Meine Kinder, wie Ich Meine Freunde versammelte, um Abendmahl mit ihnen zu halten, sooft feiere Ich Abendmahl mit euch, sooft als ihr an Meinem Tisch erscheint. Seht, dieselbe Liebe ist es, die Mich im Tabernakel verschlossen hält, dieselbe Liebe, um euren Lebensberuf zu versüßen, um euer Trost zu sein; denn wahrhaftig, Ich habe euch nicht hineingestellt in diese Welt, um euch zu martern und zu plagen. Nein, die Liebe eines Gottes ist unbeschränkt, sie ist unermeßlich und unbegreiflich!

Ich liebe die Menschen, ob sie an Mich glauben oder nicht an Mich glauben, Ich habe sie erschaffen, Ich habe sie erlöst, Ich habe ihnen Meinen Geist gesandt und alles getan, was nur ein Gott tun kann und tun wird, um den armen, schwachen Menschen an Mich zu ziehen, um ihn zu erhalten im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe, damit er einstens, wenn die Prüfungszeit vorüber ist, er auch dann ewig mit Mir herrschen könne ... Meine Kinder, ihr sollt eine neue Epoche vorbereiten, von der die Kirchengeschichte viele heroische und großartige Dinge aufzeichnen wird. Es soll eine Wende geben in Meiner heiligen katholischen Kirche, in dem Schicksal Meiner Kirche.“

2. Freitag im Juni vor Dreifaltigkeit 1897

Jesus: „Seht nun, ihr treuen Kinder Meines Herzens, euch fordere Ich auf, euch mit Mir zu vereinigen und Mir für andere Sühne und Ersatz zu leisten. Seht, Mein Herz blutet, wenn Ich Mich umsehe unter den Kindern Meiner Kirche, die Ich am Kreuz geboren, wenn Ich Mich umsehe unter den Kindern der heiligen katholischen Kirche. Die Kirche tritt jetzt ein in den Kreis, der Meinem Herzen geweiht ist, Meinem hochheiligen Fronleichnam, wo sie sich ganz besonders Meines heiligen Lebens erinnert, denn das heilige Fronleichnamsfest soll die Christen erinnern an Meinen Leib, den Ich zur Zeit dahingeopfert habe für die sündige Menschheit, soll die Christen erinnern an jenes Herz, das dreiunddreißig Jahre für sie schlug, das Tag und Nacht im Tabernakel noch für sie schlägt, und Tag und Nacht an jedes Christenherz denkt ... Wie viele Christen gibt es jetzt in dieser Zeit, für die dieses Herz umsonst schlägt, wie viele Christen gibt es, die nichts mehr kennen als genießen und verdienen, um zu genießen und wieder zu genießen, die da, von der Habsucht ganz überwuchert, nichts mehr kennen, als Schätze zu sammeln und anzuhäufen, Mich aber, ihren Gott, der unter ihnen wohnt, kennen sie nicht mehr. Ihr Gott ist der Mammon des Geldes. Und die anderen, die ganz der Fleischeslust leben, was soll Ich erst von ihnen sagen, die ihren Leib der Sünde hingeben, der Sünde, die unter Christen nicht einmal soll genannt werden. Ja, das ist das Übel, das da hineingedrungen ist bis ins Mark der Kirche. O wie sticht der Dorn in Meinem Herzen, der Dorn, der da Mir eingedrückt ist und eingegraben selbst von jenen, die Ich da gestellt habe, um andere zu leiten, um andere zu hüten, andere herbeizuführen in Meinen Schafstall. Ja, ja, ihr liebsten Kinder Meines Herzens, wie oft bin Ich getäuscht und enttäuscht von euch. Wie oft nährt ihr euch an den Trogen der Schweine. Dies alles tut Mir weh, entsetzlich weh! Und jetzt, da die Zeit herannaht, wo Mir Sühne und Ersatz von den treuen Kindern Meines Herzens geleistet werden soll, will Ich euch auffordern, euch ganz besonders jener zu erinnern, die diesen Dorn in Mich hineinbohren und hineinstoßen. Ihr sollt euch für jene Diener einsetzen, Sühne leisten für jene Priester, die im Begriff sind, ihr heiliges Amt zu schänden. O vergeßt nicht, ihr Diener der Kirche, welche Schmach Meinem Herzen angetan wird durch solche Diener der Kirche, nicht nur durch das Ärgernis, das da gegeben wird Meiner Kirche selbst, sondern auch durch das Ärgernis, das da hinausdringt in alle Schichten der Menschheit, bis zum Heidentum hinein, denn überall deutet man mit dem Finger auf Meine Kirche um solcher Diener willen.“

Fest des Heiligen Franziskus 1897

Franziskus: „Der Oberin von N. sage, sie möge nur recht darauf hinwirken bei ihren Töchtern, daß sie, wenn sie dort knien vor dem Tabernakel, vor ihrem himmlischen Bräutigam, unbekümmert seien um das, was in ihnen vorgeht, ob es auch recht sei, ob Gott mit Wohlgefallen auf ihre Armseligkeit herabsehe oder nicht. Nein, mit solcher Gewißheit, mit solcher Freiheit des Geistes sollen sie Tag für Tag und Jahr für Jahr vor Ihm knien, als ob von ihnen allein das Wohl und Wehe der Kirche abhinge ... Sie sollen versichert sein, daß sie viel beitragen können zum Sieg der Kirche, zum Sieg über all ihre Feinde; denn sie sind die lebendigen Engel, die Tag für Tag den Thron Gottes umschweben sollen, die dienstbaren Geister, die Gottes Thron umstehen, die vor Seinem Angesicht auf den Knien liegen, Ihn anbeten sollen Tag und Nacht, die Seine Befehle ausführen sollen ... Und welches sind denn Seine Befehle? Die Menschheit zurückzuführen zum Tabernakel, dieses wünscht der Herr. Er wünscht, die Christenheit zurückzuführen zum ersten Geist des Christentums, die Christen zu scharen um Seinen Altar, die Christen an Seinen Tisch zu führen.“

5. Freitag im Oktober 1897

Maria: „Dieses Licht ist die heilige Kirche, und diejenigen, die in diesem Lichte wandeln, sind die treuen Kinder der Kirche, die leben in der Gnade Gottes, vereinigt, verebenbildlicht und verähnlicht Meinem Sohn. Ihr Geist ist das Abbild, der Abglanz Meines Sohnes, und wenn sie auch noch im Fleische wandeln, wenn sie auch noch mit vielen Fehlern behaftet sind, dieser Glanz, den du ausgehen siehst vom Herzen Meines Sohnes im Tabernakel, das sind diejenigen, die Tag für Tag hintreten zu Seinem Tisch, die sich vereinigen mit dem Blut des Lammes im hochheiligen Meßopfer, Tag für Tag, in Vereinigung mit dem Priester, der dasselbe Opfer darbringt, das Er Selbst Seinem himmlischen Vater darbringt.“

Freitag vor Weihnachten 1897

Jesus: „Denn du mußt wissen, daß, wenn Ich von einem Herzen Besitz genommen habe, dies Herz Mir zu einem Tabernakel dient und Mich dann darin behaglich fühle, wenn dieser Tabernakel rein bleibt von aller falschen Lust, von allem Zwiespalt und Ärgernis ... denn der Tabernakel ist Meine Wohnung und da soll kein anderer Geist neben Mir wohnen, und sobald Zwiespalt und Unfriede einzieht, ist das nicht Meine Lust, das ist Meines Geistes nicht würdig, das ist die Lust des bösen Geistes, der einzieht in das Herz. Siehe, Ich bin der König der Herzen und eine Seele, die Mir ihren Willen zum Opfer gebracht, die Mir ihren Geist mit all seinen Kräften geschenkt, gehört Mein, habe Ich in Besitz genommen und um keinen Preis möchte Ich Mich aus ihr noch einmal verdrängen lassen.“

2. Januar 1898

Jesus: „Von denjenigen, die sich an Mich wenden, an Mich anschließen, die vor den Tabernakel kommen, um Mich zu besuchen, wird niemand von Mir hinweggehen, ohne getröstet zu werden, und für diejenigen, die im Richterstuhl der Buße ihre Sünden abwaschen, ist es nicht notwendig, die Güter dieser Erde zu besitzen, um glücklich zu sein.“

Vorabend Herz-Jesu-Freitag am 3. Februar 1898

Jesus: „Der strafende Arm Meiner Gerechtigkeit ist nicht mehr aufzuhalten. Von allen Seiten, von allen Völkern der Erde, steigen die schwarzen Massen des Unglaubens, der Sittenlosigkeit und Gottlosigkeit immer mehr gen Himmel und drohen, den Thron der Heiligsten Dreifaltigkeit, der da aufgerichtet ist in Meiner Kirche, umzustürzen; denn ihr sollt wissen, daß nicht Ich allein es bin, der dort thront im stillen Tabernakel. Der Vater und der Heilige Geist sind mit Mir, und diesen Thron wähnt man umzustürzen, zu vertilgen von der Erde. Wisse darum, daß ein solches Strafgericht im Anzug ist, daß die Erde noch nie ein solches wird gesehen haben, und daß die Throne vieler gottloser Fürsten und Könige umgestürzt werden, und auf ihren Trümmern werde Ich Meine Kirche aufrichten. Meine Kirche wird wieder neu aufblühen und von allen Völkern der Erde wird Meine Kirche wieder als solche anerkannt werden.“

Mariä Verkündigung 1898

Maria: „Seht, Meine Kinder, so viel ist eine Seele wert, eine Menschenseele, daß es der ganzen Heiligsten Dreifaltigkeit nicht zu geringfügig ist, sie schon hienieden einzuführen in Ihren Heilsplan, sie teilnehmen zu lassen an Ihrem Rate, sie eindringen zu lassen in Ihre Ratsversammlung, und diese Versammlung, diese entzückende Schönheit und schöne Lieblichkeit, soll der arme Mensch die ganze Ewigkeit genießen und besitzen und in ihr wohnen. Ist es da nicht der Mühe wert, eine Zeitlang im Dunkeln zu wandeln und zu glauben, was der Herr durch Seinen Sohn verkündigen ließ, was der Herr, nachdem der arme Mensch abgefallen war von seinem Schöpfer, wieder herstellte und gutmachte durch diesen Seinen eingeborenen Sohn, den Er hineingeschickt in Seine sichtbare Schöpfung, und dieses Reich, von dem Er dort ausging, in die Schöpfung hineinbrachte. Dieses Reich, das da Seine heilige Kirche ist, hat hernieden schon Teil an den Geheimnissen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Den Ort, den du dort geschaut, Meine Tochter, die Stadt, die du nicht zu begreifen und zu beschreiben imstande bist, hat sich abgespiegelt und erneuert auf dieser unwirtbaren Erde in der heiligen katholischen Kirche. Dort im stillen Tabernakel ist derselbe Ort, dieselbe Lieblingsstätte, wie du sie geschaut in den Versammlungen der Seligen, wohin ihr alle nach dieser Pilgerfahrt gelangen sollt, und ganz sicher, so wahr Mein Sohn lebt, so wahr Er auf Erden erschienen und Mensch geworden, werdet ihr dereinst alle dahin gelangen und teilnehmen. Aber seht, damit die Guten schon hier auf Erden einen Teil jener Glückseligkeit schauen und genießen, hat Mein Sohn Seinen Thron und den Thron der ganzen Heiligsten Dreifaltigkeit mit Ihm unter euch aufgeschlagen im stillen Tabernakel.

Gebt euch darum alle Mühe, daß recht viele himmlische Geister, das da sind die jungfräulichen Seelen, diesen Tabernakel umscharen und umstellen, wie du ihn soeben geschaut. Siehe, wie dort die Ehrenwächter stehen um den Thron Gottes, so stehen die Jungfrauen hier auf Erden um den Thron der Allerheiligsten Dreifaltigkeit im stillen Tabernakel, nicht allein die Jungfrauen, sondern alle guten, gläubigen Christen, die sich da anschließen an die Jungfrauen. Merkt euch aber: Es muß die Jungfrau so beschaffen sein, daß sie auch einem Engel, einem himmlischen Geist, ähnlich ist. Sie darf nichts begehren, als nur ihrem Bräutigam zu gefallen, ihr Kleid muß rein sein und unbefleckt, ihre Hände müssen unschuldig sein, gerecht und sich gern erheben im Gebet vor ihrem himmlischen Bräutigam.

Darum wünscht Mein Sohn, daß alle die klösterlichen Genossenschaften, die da auf der ganzen Welt zerstreut sind, im Geist recht erneuert werden, nichts Irdisches anstreben, den Weltgeist von sich abstreifen, weil sie in erster Linie die Engel im Fleische sind und sein sollen, diejenigen sein sollen, die den Tabernakel bewachen, die Wacht halten um die Allerheiligste Dreifaltigkeit. Zweitens wünscht Mein Sohn, daß der jungfräuliche Stand zu Ehren gelange inmitten der Welt, damit die Welt, die da so abgewichen ist vom rechten Weg, überall solche Engel sieht im Fleische wandeln, damit sie fortwährend erinnert wird, daß der Mensch nicht geboren ist, um zu leben, um zu genießen und zu besitzen und dann zu sterben.“

Gründonnerstag 1898

Jesus: „Seht, so wie Ich dort unter Meinen Jüngern weilte und Ich großen Trost empfand, sie so um Mich versammelt zu sehen, so ist es Mir jedesmal, wenn Ich Mich zu euch herablasse, in eurer Mitte gegenwärtig sein kann; denn obwohl Ich im Tabernakel verweile Tag und Nacht um euretwegen, so ist dieses nur zu dem Zweck, um das zu erreichen, was Ich hier in euch erreicht habe. In Menschenherzen will Ich wohnen, nicht im hölzernen Tabernakel dort. Dort habe Ich Mich niedergelassen, um die Menschen an Mich zu ziehen, um Mich mit einzelnen Menschenseelen zu vermählen, und dieses habe Ich in euch verwirklicht.“

1. Freitag im Mai 1898

Jesus: „Aber diese Meine Diener sind diejenigen, die dieses Kreuz aufrichten müssen, die dieses Kreuz, das für jetzt noch von Holz gearbeitet ist, und unscheinbar dasteht in der Weltgeschichte, mit Gold belegen sollen. Meine Diener sind es, die dieses Kreuz belegen müssen mit dem Gold der Liebe. Darum Hand in Hand gehen: Die Bischöfe mit dem Papst, der Papst mit den Bischöfen, die Priester mit dem armen, gläubigen Volk, fest und entschieden von allen Kanzeln herab, fest und entschieden den Glauben hineintragen in die Herzen der Menschen, feststehen bei dem einen Zentrum, bei dem einen Punkt, der ihr Zentrum sein soll, feststehen bei Mir im Tabernakel, alles Volk herbeiführen zu Meinem Thron, zu Meinem Tabernakel, und nur dann, wenn alles Volk eines Herzens und eines Sinnes erscheint am heiligen Tisch, wenn alle mit den Priestern vereinigt dieses Zentrum Meiner Liebe anbeten, gläubig sich niederwerfen vor dem Allerheiligsten Sakrament, nur dann werden die Feinde kleinlauter werden. Ich habe ihnen zur Mitgehilfin gegeben Meine heilige Mutter, Sie hat ihnen Selbst den Auftrag gegeben, Sie recht zu verehren im Monat Mai, weil Sie weiß, daß es Mein Wille ist, und daß, wenn jemand Mein Herz erfreuen will, sie Meine heilige Mutter ehren müssen.“

2. Freitag im Mai 1898

Maria: „Meine Kinder, in all euren Herzen, denn das ist der Gottesgarten, in dem der Herr lustwandeln will, verkehrt Er gerade so wie hier in diesem Herzen, denn durch dieses trägt Er Seinen Samen aus in eure Herzen. In sie alle streut Er Sein Wort hinein, will euch ermuntern, euch helfend zur Seite stehen. Ist es nicht ein großes Glück, eine große Freude, mitten in der Trübsal zu wissen, daß es so der Wille Gottes ist, daß der Tag schnell dahin ist und der Herr wieder von neuem denkt, wie Er Sein Kind wieder heimsuchen, erfrischen und trösten kann und will. Meine Kinder! Dieses Zimmer, in dem Mein Sohn und Ich sooft Sich würdigen, hernieder zu steigen, soll euch eine Lieblingsstätte sein, ein Lieblingsort, aber hütet euch, daß ihr nicht auf verkehrte Weise miteinander redet; denn heilig soll der Ort sein, heilig wie derjenige ist, wo Er Tag und Nacht verweilt im stillen Tabernakel. Kein ungeziemendes Wort soll hier gesprochen werden. Deswegen hast du gesehen, wie Mein Sohn erst, bevor Ich dich besuchte, einen Engel sandte, der im ganzen Zimmer, wie zu reinigen und zu säubern, geschäftig umherging. Dieses ist das Sinnbild, wie der Ort sein soll, wo der Herr Sich würdigt, manchmal zu verweilen.“

1. Freitag im September 1898

Jesus: „Aber mehr noch als ihr euch nach Mir sehnt, sehne Ich Mich nach euch. Glaubt es doch, daß Ich Mich sehne, in eure Mitte zu kommen. Habe Ich ja doch das Allerheiligste Sakrament des Altars eingesetzt, um Meine Kinder nicht verlassen zu müssen, da Ich sie ja zu Meinen Brüdern und Schwestern erhob, indem Ich Fleisch von ihrem Fleisch annahm, und darum Ich Mich nicht mehr von ihnen trennen konnte. Solange Mein Fleisch und Blut lebt in dieser Schöpfung, solange will auch Ich in ihr leben, Ich, der Ich dieses Fleisch und Blut geschaffen habe. Wenn Ich Mich nun unter euch aufhalte, verborgen im stillen Tabernakel, und unerkannt von den meisten Menschen, so glaubt Mir doch, daß Ich Mich sehne, daß die Menschenherzen sich mit Mir vereinigen und Ich ihre Not und ihr Elend mit ihnen teilen kann, indem Ich tröstend und helfend ihnen zur Seite stehen will, weswegen Ich sie ja einlade, zu Mir zu kommen, um sie in Mich aufzunehmen, um wieviel mehr sehne Ich Mich, Meine lieben Kinder, zu euch zu kommen, da Ich hier gerade so herabsteige wie auf den Altar, auf das Wort des Priesters, im stillen Tabernakel auf geheimnisvolle Weise, das der Mensch freilich nicht versteht und auch nicht begreifen kann. Und doch ist es so. Bin Ich ja der Schöpfer aller Dinge und kann tun was Ich will, darf Ich ja nur wollen, und es geschieht. Wenn Ich Mir nun ein Geschöpf erwähle und dieses benutzen will, wie einen hölzernen Tabernakel, wo Ich wohne, in dem Ich Mich aufhalte, weil es Tag für Tag mit Mir verkehrt in der heiligen Kommunion, und Ich so alle seine täglichen Fehler wieder auslösche, wie Ich es tue nach jedem guten Werk, sollte es Mir nicht erlaubt sein, mit ihm zu verkehren wie Ich will; sollte Ich dieses Geschöpf nicht benutzen dürfen, um Mich durch dieses Geschöpf euch verständlich zu machen; durch dieses Geschöpf zu euch zu reden? ...

Deswegen nicht müde werden, ihr Meine liebsten Kinder, ihr alle, die Ich euch erwählte, um an Meinem Tisch zu sitzen und auszuteilen das Brot des Lebens, das sind die Worte, die da heraussprudeln aus der Quelle des ewigen Lebens, die da fließt über die ganze Welt, über die ganze sichtbare Schöpfung im Allerheiligsten Altarsakrament; denn Ich bin es, die Quelle des ewigen Lebens, die da niedergelegt ist dort im stillen Tabernakel. Dort sprudelt sie; denn hier ist dieselbe Quelle wie dort im stillen Tabernakel, nämlich Mein lebendiges Wort. Hinaustragen sollt ihr Meine Worte, die da ausströmen aus Meinem Mund, unter Meine Kinder. Ihr sollt verkündigen, wie Ich jedem seinen Stand angewiesen, und mit diesem Stand ihm auch sein Kreuz auf seine Schultern gelegt; und daß er dieses Kreuz Mir nachtragen möge; wenn er es mit Mir trägt, wie Ich es ihm erleichtere und ihm die Krone verdienen helfe, die seiner wartet in der Ewigkeit.

Große Gefahr steht Meinem Volke bevor, und je näher die Gefahr heranrückt, desto leichtsinniger wird Mein Volk. Satans Reich ist ausgebreitet in Meiner Schöpfung, denn es ist die Zeit gekommen, wo Meine Kinder gesiebt werden sollen, weil die Völker Mich nicht mehr anerkennen als ihren Gott; weil man Meine Kirche knetet und unterdrückt von allen Seiten, aber nur deswegen, weil Ich es will, weil die Herzen und Gedanken so vieler sollen offenbar werden. Denn viele Glieder Meiner Kirche sind faul geworden, darum überließ Ich es Satan, seine Gewalt und seine Bosheiten auszuüben in Meiner Schöpfung.“

2. Freitag im Oktober 1898

Maria: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat Meinem Vater gefallen, dir das Reich zu geben. Also wißt ihr nun, Meine Kinder, warum der Herr zu euch spricht. Klein und unscheinbar ist das Samenkorn, das Er da in die Erde legt, aber es soll emporwachsen und unter seinem Schatten sollen viele, viele wohnen. Alle die guten, treuen Seelen, die noch auf Erden sich befinden, sie sollen unter Seinem Schatten wohnen, denn der Baum ist ja das Allerheiligste Altarsakrament, die Äste sind die verschiedenen Tabernakel in der ganzen Welt; die Blätter sind die einzelnen Seelen, unter die alle Menschen sich flüchten sollen, denn jede einzelne Seele soll durch ihr gutes Beispiel, durch ihre Frömmigkeit, durch ihr inniges anhaltendes Gebet andere Seelen retten, so daß unter dem Schatten jeder einzelnen Seele wieder andere Seelen Zuflucht suchen sollen, unter ihrem Schatten wohnen sollen.“

3. Freitag im Juni 1899

Jesus: „Das sind alle die Stunden, die sie vor dem Tabernakel zugebracht hat; mit jeder Stunde wird ihr Kleid geschmückt, die ganze Ewigkeit hindurch.“

1. Freitag im Juli 1899

Jesus: „Du, Mein Freund, der du an der Spitze einer Gemeinde stehst, und der du siehst, wie so viele deiner Gemeinde auf Irrwegen gehen, wie alle deine Worte unnütz und vergebens sind, in den Wind gesprochen, ja komme, Mein Freund, und stelle dich unter das eucharistische Kreuz; hier klage deine Not, und trage es mit Mir; denn in so vielen Tabernakeln wohne Ich und stehe auf der Warte und rufe und warte, und niemand hört Mich.“

3. Freitag im August 1899

Jesus: „Die heilige Eucharistie ist in der Menschheit; in allen Tabernakeln wohne Ich; sie ist ein Geheimnis, das die Menschen nicht begreifen wollen. Denn dort wohne Ich mit Gottheit und Menschheit, mit Fleisch und Blut, wie Ich dereinst unter euch wandelte, aber doch nur jenen sichtbar, die mit lebendigem Glauben sich an Mich anschließen, die zu Mir kommen mit lebendigem, kindlichem Glauben, und Mir ihre Bitten zu Füßen legen. Alle übrigen verstehen Mich nicht. Daß Ich hier wohne, ist ihnen ein Geheimnis, und weil es ein Geheimnis ist, darum glauben sie es nicht ... Seht, dieses Geheimnis möchte Ich recht vielen erschließen, und ihr sollt die Werkzeuge sein, durch die Ich es befördern will.“

4. Freitag im August 1899

Jesus: „Seht, je mehr die Sinnlichkeit überhandnimmt, je mehr das Menschengeschlecht dem Babylon zuströmt, je näher die Zeiten kommen wie damals, wo Ich das ganze Menschengeschlecht vertilgte, von der Erde hinwegschwemmte, desto näher rückt die Zeit, wo Ich Meinen Arm erheben muß, um das Menschengeschlecht zu strafen, um es zu vertilgen von der Erde. Aber siehe, Mein Freund, Ich kann es nicht, Ich kann dieses Geschlecht nicht vertilgen, denn Ich Selbst stehe unter ihm. Ich müßte ja Mich Selbst erst vernichten, Ich, der Ich unter euch wohne im stillen Tabernakel, Tag und Nacht, und zusehe, wie das Menschengeschlecht sich hineinstürzt, wie Satan Ernte hält durch Sinnlichkeit, durch die große Vergnügungssucht und alles mit sich hineinzieht in dies allgemeine Verderbnis des Unglaubens ... Denkt doch, was dieses Geschlecht Mich kostete. Bin Ich doch dreiunddreißig Jahre unter ihnen gewandelt. Hätte Ich denn nicht dieses Geschlecht erlösen können mit einem Willensakt? Aber Ich wollte euch zeigen, was Ich euch jetzt belehren will: Nicht durch einen Willensakt wollte Ich die Menschheit erlösen von der Sünde, sondern mit großen Mühen und Opfern und großer Anstrengung wollte Ich dreiunddreißig Jahre unter euch wandeln und Mich gleichsam Selbst hindurcharbeiten, als müßte Ich Selbst die ganze Welt durcharbeiten und zu Meinem Vater führen.“

Herz-Jesu-Freitag 1. September 1899

Jesus: „Seht, alle, die da dem Abfall nahe oder schon abgefallen sind unter dem Priestertum, sind meistens gelehrte Männer, haben meistens beredte Zungen, aber eine Leichtlebigkeit, wie sie die ganze menschliche Gesellschaft in sich birgt in heutiger Zeit, hat sie mit hineingeschwemmt in die Zeitgenossenschaft, und diese hat sie umstrickt, daß sie den Glauben über Bord werfen. Dann kommt Satan hinzu mit Versuchungen, und es ist geschehen um sie. Wenn nun unter dem Priestertum so vieles vorkommt, was dazu beiträgt, daß das Menschengeschlecht wie Schneeflocken der Hölle zueilt, wo soll Ich Mich dann hinwenden, wo sind dann diejenigen, die auf guten Wegen wandeln? Und doch bin Ich vom Himmel herabgestiegen, um das Menschengeschlecht zu erlösen, und doch blutet Mir das Herz in allen Tabernakeln, wo Ich wohne, wenn Ich hinschaue über dieses Geschlecht ... In früherer Zeit, wo Mein Diener Franziskus lebte, wo eine heilige Hildegard lebte, eine heilige Brigitta und alle, die sich heiligten in den Orden, war es noch nicht so Mode, wie es jetzt ist, nur zu putzen und zu scheuern. Da wurde das Gebetsleben geübt und gepflegt, da wurden Heilige gebildet. Und so möchte Ich es wissen, daß man darauf bedacht sei, eine Stunde sich loszuringen, vor dem Tabernakel zu knien und für die armen, verkommenen Menschen zu beten, die da in der Welt leben, die Mich nicht kennen. Ein Gebetsleben will Ich bilden, einen Damm will Ich bilden, und Ich werde nicht eher ruhen und rasten, bis dieser Damm errichtet ist.“

1. Freitag im Oktober 1899

Jesus: „Ist es denn möglich, daß Ich Tag für Tag auf der Warte stehe und Mich umsehe, ob Meine Kinder kommen und Mich anbeten, daß Ich die Hände voll Gnaden habe und bereit bin, sie Meinen Kindern zu schenken, und sie gehen ganz kalt und herzlos vorüber, sie kennen Mich nicht mehr? Und dieser geheimnisvolle Weg, den Ich im Tabernakel gehen muß, denn Tag für Tag lasse Ich Mich in geheimnisvoller Weise durch die Hände des Priesters dahinschlachten im heiligen Meßopfer; und selbst der Priester kennt Mich nicht. Er schlachtet Mich und geht hinaus aus der Kirche und schaut sich nicht mehr um nach seinem Gott, den er hineingeschlossen hat in die hölzerne Tür, als ob Ich nur für das Holzwerk da wäre, und dann den ganzen Tag Mich nicht mehr besucht ... Geht hinaus und merkt euch, was ein Gott von euch verlangt, denn Ich will, daß das eucharistische Leben, das Ich hier führe im Tabernakel, wieder aufgefrischt werden soll. Viele sollen herbeikommen, alle Kinder der heiligen katholischen Kirche möchte Ich herbeiziehen, ein Band möchte Ich schlingen um die Menschheit, um die Christenheit, damit Ich Selbst sie ziehe, sie leite und führe ... Aber zu diesen verschiedenen Verhältnissen werde Ich jedem so viele Leiden schicken und dazugeben, daß ein jeder viel, viel Trost braucht. Und diesen Trost kann Ich nur ihm geben und will Ich ihm spenden durch Mich Selbst. Dort im stillen Tabernakel, wo Ich weile, dort sollst du Mich empfangen, und Ich will dein Trost sein und dir dein Leben versüßen inmitten der Trübsale, deiner Armut, oder deiner sonstigen schwierigen Verhältnisse, in die Ich dich hineingestellt, daß du das Paradies auf Erden hast, daß du das Paradies auf Erden wähnst zu haben.“

Vigil von Allerheiligen 1899

Maria: „So in den Tag hineinleben, wie jetzt die Christen tun, nur noch mit knapper Not einen flüchtigen Blick ihrem Schöpfer zuwerfen und dann dahinstreichen, als sei damit alles abgemacht und nur auf die Erde schauen, damit ist dem Herrn nicht genug gedient. Er will das ganze Herz besitzen, das ganze Herz des Menschen. Nun ist aber dieses Christenleben so eingewurzelt in den Materialismus, daß der Christ sich nicht mehr losbringen kann, kaum eine Stunde, ja bei den meisten Menschen noch keine halbe Stunde für seinen Gott zu erübrigen, um Ihm den schuldigen Tribut darzubringen. Wo soll Er nun Seine Verherrlichung suchen, dieser große Gott? Soll Er Sich freuen, wenn Er sieht, wie Satan täglich sein Reich und seinen Thron schöner ausschmückt und ziert? Satans Reich und Thron sind alle diejenigen, die ihm Handlanger sind, um alles Böse, alles Gift in die Welt hineinzustreuen, alle diejenigen, die in der Hochschule sitzen und den Unglauben dem armen Volk lehren, die die Jugend vergiften. Handlanger, um den Thron Satans aufzurichten auf der Welt, sind aber auch alle jene, die es nur darauf abgesehen haben, dem Volk Vergnügen zu verschaffen, und so den Glauben aus dem Herzen zu reißen, indem sie ihm jeden Tag neue Spiele auftischen, um sein Herz zu versinnlichen, um es ganz zu umstricken mit lauter Vergnügen, Putz und Tanz. Dieser Thron Satans wird mit jedem Tag herrlicher geschmückt. Der Thron Meines Sohnes aber, dort wo Er wohnt im stillen Tabernakel, wird mit jedem Tag armseliger; denn Sein Schmuck sind die unsterblichen Seelen, nicht die schönen Kirchen, die Ihm erbaut sind, nicht die herrlichen Dome. Diese sind nur erbaut, um eine leere Halle zu sein. Die Zierde aber und der Schmuck des Thrones Meines Sohnes sind die gläubigen Christenherzen. Diese sollen herbeikommen und Ihn zieren und schmücken ...

Aber auf, Meine Kinder, auf! Jetzt ist die Zeit gekommen, die Zeit der Gnade. Mein Sohn hat aufgegraben den Born, der da sprudeln soll über die ganze Erde dahin; überall hin, wo es gläubige Christen gibt, soll dieser Born dahinsprudeln, und niemand wird es wagen, ihm Einhalt zu tun. Der Born, der da sprudelt, quillt aus Seinem göttlichen Herzen. Seine Worte sind es, die da hinübertönen über Welt und Meer. Es sind die Worte: ‚Leiden, meiden und schweigen!’ Diese drei Worte sollen die Christenherzen erwägen. Viele sollen sich anschließen, sie sollen leiden mit ihrem dornengekrönten, verachteten König, der dort wohnt mitten unter ihnen im stillen Tabernakel. Sie sollen freiwillige Leiden auf sich nehmen und Leiden, die Er Selbst ihnen auferlegt, die da über jeden Menschen kommen, die täglichen Leiden, die Er ihnen zuschickt, mit Geduld aus Seiner Hand annehmen und so Sein Kreuz erleichtern, das Er im stillen Tabernakel tragen muß; denn Er trägt das eucharistische Kreuz Tag und Nacht wie einstens, als Er es hinaufschleppte auf den Berg Kalvaria.“

1. Freitag im Dezember 1899

Jesus: „Meine Kinder! Es ist recht so, euch einzufinden an der Mir geliebten Stätte. Wißt, daß Ich, obwohl im stillen Tabernakel wohnend, die Herzen der Menschen erwartend, spähend Tag und Nacht, ob jemand komme, Mich zu besuchen, und Ich bereit bin, jeden aufzunehmen und in Meine Arme zu schließen, jedes Herz zu erleichtern, das zu Mir kommt, so wißt aber auch, daß Mir ebenso zumute ist wie euch; denn obwohl Ich als Gott im Allerheiligsten Altarsakrament wohne, bin Ich aber auch Mensch wie ihr; zwar nicht wie ihr mit Fleisch und Blut euch gegenwärtig und sichtbar, sichtbar euren Augen, aber den Engeln und Heiligen bin Ich sichtbar, geradeso wie ihr Mir. Weil Ich Mich in diesem Sakrament, im Tabernakel, euretwegen aufhalte, und nur die Liebe Mich zu einem Gefangenen macht, darum kommt die Zeit, wo Ich Mich doch auch sehne, ein wenig auszuruhen, und menschlich gesprochen, Mein Herz auszuschütten einem Meinesgleichen; denn Ich bin euer Bruder, Ich bin euer geliebter Bruder, Ich bin der Bruder, der die wahre Bruderliebe in Sich trägt und deswegen auch manchmal Stunden hat, wo Er Sich zu Seinem Bruder begeben möchte und ihm Sein Herz eröffnen möchte.“

Vigil von Weihnachten 1899

Jesus: „Erinnert euch daran, wenn schwere Stunden kommen, wenn das Kreuz euch niederdrücken will bis in den Boden, wenn es scheint, als sei der Himmel dunkel geworden, und ihr könnt nicht mehr hindurchsehen, das heißt, Gott habe euch verlassen, Sein Blick könne euch nicht mehr treffen, so kommen Zeiten über den armen Menschen, daß die Seele sich verfinstert, weil Ich ihn mit Kreuz beladen ... Wißt, daß ihr eucharistische Kreuzträger seid. Kommt mit Mir in Mein Herz. Seht, dort im Tabernakel wohnt euer Haupt, eure Krone, und ihr seid alle Meine Glieder. Ich schleppe das Kreuz still und verborgen dort im Tabernakel, und ihr seid die sichtbaren Glieder, die es mit Mir tragen müssen ... Darum geht hin, Meine Kinder, und nehmt die heilige Freude mit euch, als Weihnachtsgeschenk will Ich sie euch geben, nicht, als ob ihr nichts mehr fühltet, als ob ihr jetzt einen Weg zu gehen hättet, der mit Blumen bestreut ist. Nach wie vor werden schwere Stunden kommen, aber in eurem Innern wird eine Stimme sein, die euch immer wieder mit Trost erfüllt zur rechten Zeit, und wenn die Not am größten ist, werde Ich mit Meiner Hilfe am nächsten sein, Ich euer Gott, Ich euer Liebster, der im Tabernakel Tag und Nacht Sein Herz für euch schlagen läßt.“

Vigil des heiligen Evangelisten Johannes 1899

Jesus: „Nein, Ich will Mich in euch trösten, und darum auch euch trösten. Seht, was diese Mir versagen, sollt ihr Mir ersetzen, ihr, die liebsten Kinder Meines Herzens. Geht hin von einer Kirche zur anderen, solange Ich euch die Kraft dazu gebe, wo Ich aufbewahrt werde, wo Ich im stillen Tabernakel wohne und das eucharistische Kreuz aufgerichtet ist, und helft Mir, dieses Kreuz zu tragen, betet Mich an für eure Brüder und Schwestern, die es nicht mehr tun, und in alle Ewigkeit will Ich euch dafür belohnen.“

3. Freitag im Januar 1900

Jesus: „Aber für andere beten, für die Sünder, für die großen Anliegen Meiner Kirche, für alle, die noch außerhalb der Kirche stehen, sowie für die in der Kirche sich befindenden Glieder, für die toten Leichname wie für die Lebendigen, für die Sünder wie für die Gerechten. Für die Gerechten, damit sie noch gerechter werden, und damit sie ausharren auf dem betretenen Weg, für die Ordensleute, damit sie alle zurückkehren zur strengen Observanz ihrer Stifter, für die in der Welt lebenden Christen, damit recht viele sich anschließen an euch. Ja, ja, Meine Kinder, freilich solche, die da noch etwas Eigenliebe in sich tragen, die da noch selbstsüchtig sind, auch wenn sie in klösterlichen Genossenschaften leben, auch wenn sie solche Glieder sind, die Ich berufen habe, Tag und Nacht vor Meinem Tabernakel auf den Knien zu liegen, um Mir ihre Huldigung darzubringen, selbst jene, sage Ich, wenn sie noch Selbstsucht in sich haben, wollen es nicht leiden und können es nicht begreifen, daß Ich mit Seelen in der Welt mehr verkehren sollte als mit ihnen ... Seht nun all die vielen Menschen, die in der Welt wandeln, Tag und Nacht an Meinem eucharistischen Leib vorübergehen, ohne Mich zu beachten, ja, die Mir Tag für Tag einen Dolchstich ins Herz versetzen. Dafür sollt ihr sühnen und büßen. Ihr sollt ja, wie Ich euch schon oft gesagt, den eucharistischen, geheimnisvollen Weg wandeln, den Ich gehe im stillen Tabernakel. Dort wohne Ich Tag und Nacht, mitten unter Meinen Geschöpfen, aber sie kennen Mich nicht, ja, sie verachten und hassen Mich ... Ebenso müßt ihr, Meine Kinder, wandeln unter der gottlosen Welt, für sie leidend und sühnend und bittend und betend, und von ihnen Tag und Nacht nichts als Hohn und Spott ernten. Seht, Meine Kinder, selbstlos wie Ich es bin im stillen Tabernakel, müßt und sollt ihr sein. Dies ist der geheimnisvolle Weg, den Ich euch zugedacht habe.“

Vigil von Herz-Jesu-Freitag im März 1900

Jesus: „Meine Kinder! Das israelitische Volk seid ihr. Wie Ich sie geliebt, wie Ich immer und immer wieder mit ihnen verkehrte, von Adam angefangen bis hinauf zum letzten der Propheten, so verkehre Ich mit euch, in eurer Mitte, bis hinauf zum letzten der Christen. Die Welt soll und muß gerettet werden. Und wer es wagen möchte und wagen wollte, diese Bundeslade zu berühren, mit dem will Ich strenge Rechenschaft halten, derjenige, sage Ich, der nicht befugt und bevollmächtigt ist dazu. Dies sind jene, die da noch draußen stehen, die nicht das Recht haben, sich zu wagen an diese Bundeslade. Die Bundeslade im Neuen Testament ist der Tabernakel, ist dort in eurer Kirche, in deren Mitte Ich wohne, und die da draußen stehen, dürfen es nicht wagen, an diese Bundeslade auch nur den Finger zu rühren, das heißt, erst müssen sie eingegliedert werden in die große Familie, die Ich Mir gegründet habe in Meinem Reich. Und diejenigen, die abgewichen sind vom rechten Weg, wenn sie auch mitten in diesem Reich stehen und teilhaben an der Bundeslade, sie haben doch nicht das Recht, weil sie Mich nicht mehr kennen. Für diese alle sollt ihr Sühne und Buße leisten, damit sie wieder herbeikommen und Mein Reich wieder aufgerichtet werde auf der ganzen weiten Welt. Erst muß Meine Kirche wieder zur Blüte gelangen; erst müssen die Christen, die Mir am nächsten stehen, wieder Glieder Meines Leibes werden, lebendige Glieder Meines Leibes. Dann, wenn die Welt sieht, was es heißt um das Christentum, werden viele, viele sich wieder anschließen.“

Vigil vom Fronleichnamsfest 1900

Antonius: „Siehst du, meine Schwester, deswegen ich dir gezeigt, daß einzig und allein die Seele, in welcher der Herr auf außerordentliche Weise wirken will, an den Tabernakel sich halten muß. Dort muß sie hineilen, sie muß hören die Stimme ihres Geliebten in ihrem Herzen, nicht achten auf das Gerede der Menschen, selbst wenn es von denjenigen kommt, die über sie gestellt sind, welche die Aufgabe haben, andere zu leiten, die Herzen anderer zu leiten. Auch mir ging es so. Meine Brüder verklagten mich bei meinen Obern, als sei ich eine scheinheilige Person, als wollte ich Frömmelei treiben, weil ich jeden Augenblick benutzte, um vor den Tabernakel zu gehen, weil ich, wenn ich an der Arbeit war, mich immer soviel wie möglich von anderen zurückzog, sobald es wieder ging, um mit meinem Gott zu verkehren. Darum wurde ich von einigen gehaßt, von anderen gleichgültig angesehen als Sonderling, als wollte ich mehr sein als sie, mich einschmeicheln bei meinen Obern, und wie die Fehler vorkommen in Genossenschaften, wo viele beisammen wohnen und wo jeder nach Heiligkeit oder doch nach Frömmigkeit strebt. Du hast gesehen, wie sie zu meinen Oberen liefen und mich verklagten, daß ich schon wieder müßig gehe, schon wieder in die Kirche gelaufen sei. Das war mein ganzer Lebensweg.“

Jesus: „Dieses bereitet Meinem Herzen einen unaussprechlichen Schmerz und einen unaussprechlichen Kampf. Ich kämpfe, sage Ich euch, Meine Kinder, Ich kämpfe im stillen Tabernakel, ob Ich es nicht zulassen soll, daß das Licht des Glaubens hinweggenommen werde diesem verkehrten Geschlecht, und deswegen arbeite Ich an den guten treuen Seelen und Ich kann ihnen keine Mühe ersparen, keine Leiden. Leiden müßt ihr, ihr guten treuen Seelen. Sage dieser Schwester, sie soll viele, viele Seelen retten in dieser Stadt. Die Finsternis wird von Tag zu Tag dichter, denn seht euch um in dieser Stadt und in der Umgegend, wo überall die Festlichkeiten stattfinden, ob man da noch denkt an eine Sonntagspflicht, an die Familienpflichten, die der Vater und die Mutter haben. Alles wird vernachlässigt. Die Kinder gehen ihre Wege. Der Vater geht seine Wege und die Mutter ihre, wenn auch nicht gerade wie der Vater, sie kann es nicht mehr halten, und sie läuft über zur Fahne Satans, weil sie aus lauter Verzweiflung überläuft. Und diese Familien muß Ich Tag für Tag mit ansehen und Ich kämpfe in Meinem stillen Tabernakel, ob Ich denn noch bleiben will unter diesem Geschlecht ... Darum auf, Meine Kinder, auf! Ihr seid die Berufenen, ihr, ihr! Um euretwillen soll das Licht des Glaubens erhalten bleiben.

Seht, wie die Oberhäupter sich verbinden mit den Liberalisten, wie sie alles aufbieten, um das Volk am rechten Fleck anzupacken, damit auf so feine Weise der Glaube hinausgeschafft wird aus der Schöpfung, aus diesem Lande, der Glaube an die heilige Eucharistie, denn nur das Christenvolk hat Mich ja in seiner Mitte, alle anderen Glaubensgenossenschaften wissen ja nichts von Meiner Gegenwart, wenn sie auch noch an einen Gott glauben. Und unter diesem Geschlecht, das da so bearbeitet wird, stehe Ich jetzt als ein unbekannter Gott, denn je mehr da gespielt und getanzt wird, desto mehr vergißt man Mich im heiligsten Sakrament des Tabernakels. Ihr, Meine Kinder, sollt die Ehrenwache bilden. Um euretwillen will Ich bleiben, und wenn es eure Vorgesetzten jetzt noch nicht glauben wollen, ja, ja, sie werden es glauben, werdet nicht irre! Es ist, wie Ich euch schon lange gesagt. Weil die Welt gar zu gottlos geworden ist, will man alles vermeiden, was auffällig ist. Von euch wird nichts verlangt als wie die Beharrlichkeit, ein tieflebendiger Glaube, eine unerschütterliche Hoffnung, ein felsenfestes Gottvertrauen und ein festes Zusammenhalten zum Liebesbund.“

Fest St. Peter und Paul 1900

Jesus: „Und seht, Meine Kinder, wie es immer mehr abwärts geht in jetziger Zeit. Wie muß Ich es beklagen! Tag und Nacht wohne Ich unter euch im stillen Tabernakel und schaue zu, ob ein Mensch komme und bei Mir sich Rat und Trost und Hilfe suche, um sein gequältes Herz zu erleichtern. Ihr wißt nicht mehr, wo es euch fehlt, ihr alle fühlt den Druck, der auf der Menschheit lastet. Das Leben wird finsterer und finsterer. Alle müssen mitfühlen den Kummer, den Schmerz, den euer Gott und Herr, der unsichtbar unter euch zugegen ist, tragen muß im stillen Tabernakel, denn wohl sah Ich voraus, als Ich das hochheiligste Sakrament stiftete, als Ich Mir vornahm, weil Ich die Menschen liebte und von ihnen scheiden sollte, ein Denkmal zu hinterlassen, damit alle sich an Mir halten und mit Mir vereinigt bleiben sollten, solange der Kampf dieses Lebens währt. Damals sah Ich schon voraus, daß all dieses so kommen werde, daß aus Meinem Herzen heraus es Menschen gibt, denn alle Priester sind das Herz Meiner Kirche, Ich bin das Haupt, ihr alle seid Meine Glieder, und das Herz Meiner Kirche, das Herz dieses Meines mystischen Leibes ist das katholische Priestertum.“

20. Dezember 1900

Jesus: „Wofür bin Ich denn im Tabernakel? Doch nicht für die Holzwände, sondern um in die Menschenherzen hinabzusteigen. Und warum steige Ich hinab? Um mit ihnen zu reden.“

31. Oktober 1901

Jesus: „Wo ist denn Meine Hausfrau, die Mir die Speisen bereitet? Du sollst sie sein. In dir will Ich alles niederlegen, die Speisen, deren die Menschheit bedarf, das heißt, Meine Worte. Du sollst sie austeilen unter Meinen Kindern, damit recht viele herbeikommen. Siehe, wie verlassen bin Ich. Bedenke, wie Ich da wohne im Tabernakel. Wo sind die Menschen, die sich mit Mir unterhalten? Ich will, daß es immer neue Anregungen gibt, daß recht viele herbeikommen.“

20. Januar 1902

Jesus: „Ich bin doch tagtäglich enttäuscht über die Menschen. Ich erschaffe den Menschen, und zwar zu Meiner Ehre, und Millionen Menschen machen Mir Unehre und Schande, und Ich gehe ruhig darüber hinweg, nur um Meiner Auserwählten willen, weil Ich eine solche Freude an Meinen Auserwählten habe, daß Ich das andere übersehe. Wenn es alle Menschen so machen wollten, brauchte Ich nicht im Tabernakel zu wohnen. Ich verlange nur ein standhaftes Vertrauen und Glauben, und daß ihr euch nicht irremachen laßt.“

Fest Petri Stuhlfeier am 22. Februar 1903

Jesus: „Wenigstens drei Stunden bringe jeden Tag vor Meinem Tabernakel zu. Nimm auch mit, was du mitbringen kannst, besonders die Kinder; denn nicht nur in den Städten werde Ich so mißhandelt, sondern in jedem, auch dem letzten Dörfchen und Winkel der Erde. Ja, sage es N., man möge noch so viel nach Rom pilgern und alle Hebel in Bewegung setzen, um Meiner Kirche zum Sieg zu verhelfen, aber solange der Glanz der Heiligkeit eines tiefdemütigen Glaubenslebens aus den Gliedern Meiner Kirche nicht herausleuchtet, sei alles umsonst. Meine Kirche muß geläutert und gesiebt und viele Auswüchse entfernt werden, und der Artikel: ‚Ich glaube an eine Gemeinschaft der Heiligen’ von vielen recht beherzigt und beachtet werden. N., (die aus dem Kloster entlassen wurde wegen Magenkrebs) wird nicht sterben, sondern noch einmal ins Kloster zurückkehren. Deine Neffen werden Priester werden, wenn auch große Hindernisse in den Weg kommen.“

Fest des heiligen Johannes am 27. Dezember 1903

Jesus: „Darum benütze die Zeit genau, und wo du dich losreißen kannst, gehe vor Meinen Tabernakel und leiste Mir Abbitte und Sühne für so viele Menschen, die es nicht mehr tun, die Mich links liegenlassen als einen unbekannten Gott. Tut wenigstens ihr Mir Ersatz und Sühne leisten.“

Freitag vor dem 1. Fastensonntag am 19. Februar 1904

Jesus: „Darum, Meine Kinder, wenn Ich sage, Meine Kirche muß erneuert werden, das Glaubensleben muß erneuert werden, dann müßt ihr alles aufbieten, was Ich eingebe, wenn es auch manchmal scheint, als sei Ich es gar nicht gewesen. Wenn Ich dann wieder alles so kommen lasse, wie es kommt, wenn Ich dir sage, du sollst oft vor Meinen Tabernakel kommen und es kommt dann ganz anders, so daß du nichts dafür kannst, dann hast du keine Schuld.“

24. Februar 1906

Jesus: „Wisse, daß Ich im heiligsten Sakrament wohne wie ein Freund unter seinen Freunden, ja, noch mehr, wie ein Vater unter seinen Kindern. Wenn ein Vater zusehen muß, wie all seine Liebe und die Opfer, die er für seine Kinder bringt, von einigen seiner Kinder nur mit Füßen getreten und sie ihn mit Undank schnöde verlassen und ihre eigenen Wege gehen, schmerzt ihn dieser Undank so sehr, daß er alle Freude am Leben verliert. Wenn nun seine übrigen Kinder sich alle Mühe geben, mit doppelter Liebe dem Vater ihre Anerkennung darzubringen, dann wirft sich die ganze Zärtlichkeit des Vaters auf seine guten Kinder, die ihm den Undank ihrer bösen Geschwister ersetzen. Ich aber bin im Tabernakel, um Mich Tag und Nacht zu opfern für Meine Kinder, die Ich Mir am Kreuze erworben und muß zusehen, wie Tag für Tag mehr Mein Blut mit Füßen getreten wird. Warum sollte Ich da nicht Meine guten Kinder, die sich Mühe geben, Mich für den Undank ihrer Mitbrüder zu entschädigen, Meine Liebe und Zärtlichkeit fühlen lassen? In ihnen will Ich Meinen Schmerz ersticken, indem Ich Meine ganze Zärtlichkeit über sie ausgieße.“

4. März 1906

Jesus: „Denn, obwohl Ich im Tabernakel mit Fleisch und Blut gegenwärtig bin, habe Ich aber nur einen verklärten Leib, einen leidensunfähigen Leib. Darum lasse Ich Meine Auserwählten fühlen, was Ich nicht mehr fühlen kann. Deswegen sagte Ich dir vor einigen Tagen: Wenn du Mir Freude machen willst, dann unterlasse nicht, das, was Ich mit dir rede, aufzuschreiben, denn es gilt nicht der Trost dir allein, sondern allen, die mit gutem Willen Mir dienen wollen.“

25. Juli 1907

Jesus: „Siehe, Meine Tochter, hier in dieser armen Bretterwand weile Ich gerade so wie in der reich ausgestatteten Kathedrale. Aber wie einsam und verlassen von Meinen Kindern weile Ich hier. Wie selten kommt eine treue Seele hierhin, Mich zu trösten. Darum fordere Ich dich auf, ehe du diese Gegend verläßt, gehe zu Meinem Diener, der hier den Gläubigen den Gottesdienst abhält und sage ihm, er möge sich Mühe geben, wo er ein gutes Keimchen findet in einer gläubigen Seele, dieselbe herbeizuziehen, damit Mir auch hier Abbitte und Sühne geleistet werde! Wenn Mir unter gläubigen Kindern Meiner Kirche der Aufenthalt im Tabernakel erschwert wird durch ihre immer mehr überhandnehmende Gleichgültigkeit, so wird Mir der Aufenthalt aber fast unerträglich an den Orten, wo so viele Un- und Irrgläubige wohnen, die Meine Gegenwart im Allerheiligsten Sakrament nur für ihren Spott benutzen, und das Opfer der heiligen Messe, woraus allein der Welt noch Heil und Segen Tag für Tag ausströmt, um den Zorn Meines Vaters zu besänftigen, für teuflische Ketzerei halten, und so Mein bitteres Leiden und Mein Kostbares Blut mit Füßen treten.“

Fest der heiligen Barbara 4. Dezember 1909

Jesus: „Siehe, das ist der Lohn schon hier auf Erden für diejenigen, die glauben, daß Ich es bin, der mit dir redet, daß sie auch teilnehmen an der Freude, die Ich ausgieße vom stillen Tabernakel aus über Meine Kinder. Denn der opferfreudige Glaube ist eine Belohnung, die Ich ausgieße über alle Mitglieder des Liebesbundes, für alle jene aber, die das Wehen Meines Geistes nicht verstehen wollen, eine Strafe, die ihren Verstand verdunkelt, so daß sie zu der Gnade, die Geister zu unterscheiden, nicht gelangen können. Siehe, das Werk, das Ich dir auftrug, ist so groß, daß es zurückreicht bis ins Paradies hinein. Ich will der Menschheit zeigen, wie vertraut Ich damals schon mit dem Menschen umging, so auch heute noch in Meiner wahren heiligen katholischen Kirche. Warum hat man noch nicht gehört, daß Ich an einem Juden, Heiden oder Irrgläubigen solche Dinge wirke? Und wollte jemand etwas dergleichen nachäffen außerhalb Meiner Kirche, so ist es ein Zerrbild ohne Vernunft und Verstand.“

Weihnachten 1909

Jesus: „Freuet euch, Meine Kinder, alle, alle in den vier Enden der Welt, freuet euch! Ihr alle seid die liebsten Kinder Meines Herzens. Leistet Mir Ersatz und Sühne. Geht still verborgen und ruhig eure Wege, aber laßt euch nicht verwirren; der Weg geht über den Kalvarienberg, aber er führt in die himmlische Herrlichkeit. Dort mündet er am goldenen Tor, an der goldenen Pforte. Jubeln wird man noch, freuen wird man sich, in der ganzen Welt wird man es erzählen, was Ich Großes wirken wollte durch ein unscheinbares Menschenkind. Ich will das Glaubensleben erneuern, Ich will den Menschen zeigen, daß Ich wirklich unter ihnen wohne im heiligsten Sakrament, im Neuen Bund in Meiner Kirche. Bethlehem, du erster Stall, du warst der erste Hochaltar. Meine heilige Mutter und Mein heiliger Nährvater waren die ersten Nebenaltäre. Die lieben Englein musizierten beim Hochamt, als Ich geboren wurde und eintrat in die konsekrierte Hostie, vielmehr, als Ich heraustrat aus der konsekrierten Hostie, aus Meiner heiligen Mutter. Dieses ist es, was Ich der Menschheit zeigen will ... Hier, hier ist der Tabernakel, hier throne Ich, hier bin Ich, und so throne Ich in euren Herzen. Ihr seid der Tabernakel, nicht in dem hölzernen Tabernakel ist Meine Wohnung allein, aber um in euer Herz zu gelangen, deswegen bin Ich im Tabernakel.“

Herz-Jesu-Freitag 4. Februar 1910

Jesus: „Nicht so, Meine Tochter! Nicht dich will Ich trösten, aber durch dich zu Meinen treuen Kindern reden, denn Mein Herz ist sehr betrübt. Gehe und sage zu allen Meinen treuen Kindern, daß Ich gleichsam in einem Schwächezustand Mich befinde in euren Tabernakeln, wo Ich wohne, und daß Ich sehnsüchtig ausschaue nach Meinen treuen Kindern.“

14. Februar 1916

Jesus: „Seit jener Zeit, wo Ich Meine Kirche auf Petrus gegründet habe und ihm vor Meinem Heimgang zum Vater alles übergeben habe, seit dieser Zeit hat die Hölle schon manchen heißen Ansturm unternommen und versucht, diesen Felsen zu erschüttern. Doch so groß auch ihre Macht ist, so ist ihr Werk noch nie gelungen, und immer, wenn große Gefahr drohte, dann sandte Ich Hilfe vom Heiligtum und erweckte Werkzeuge, die mit unerschrockenem Opfermut alle Irrlehren wieder umstießen. Diese furchtbaren Gefahren des Schiffleins Petri sah Ich voraus und darum bewog Mich auch die Liebe dazu, Mein blutiges Kreuzesopfer geistigerweise fortzusetzen und im heiligen Tabernakel Meine Ölbergstunden zu wiederholen. Wie wenige von den vielen Millionen Seelen, die Ich durch Mein blutiges Opfer am Kreuze erlöst, sind aber durchdrungen von den Geheimnissen Meiner Liebe, und jetzt, wo das Zeitalter Meiner heiligen Eucharistie anbrechen soll, gerade jetzt ist die Liebe und das Verständnis für alles Hohe und Übernatürliche gänzlich erkaltet. Fast unmöglich erscheint es nun selbst jenen, die Mich kennen, daß eine Umgestaltung möglich sei ... Ja, noch nie, seit Ich im heiligen Geheimnis weile, habe Ich mehr gelitten als jetzt und deshalb, weil es keine Christen sind, sondern Menschen, und zwar Menschen, die sich noch Meines Namens zu rühmen sich nicht schämen und doch keine Spur weder in Gedanken, noch im Herzen tragen, welche Meinen Geist tragen. O was leide Ich unter diesen Namens-Christen! Welche Marter bereiten sie Meinem Herzen.“

16. Februar 1916

Jesus: „Die tiefe Betrübnis im heiligen Tabernakel will Ich dir nun klarlegen und dir zeigen, welche Seelen Meinem Herzen die tiefsten Schmerzen verursachen. Ziehe sehr viel daraus, wenn du Mir Seelen näherführst, und gerade diese Seelen, die Ich dir nun zeige, sie zu bilden nach Meinem Geiste, wird dir auch die gleiche Mühe kosten wie es Mir Schmerzen verursacht. In der Kirche selbst ist man in dieser Zeit der Meinung, daß die Seelen Meinem Herzen die tiefsten Qualen verursachen, die nicht an Meine Gegenwart im Allerheiligsten Sakrament glauben oder außerhalb der Kirche stehen. Ja freilich, diese armen, verirrten Seelen erregen Mein tiefstes Mitleid, aber das Mitgefühl und die inneren Gefühle erregen sie nicht, denn sie kennen Mich nicht und Ich sie nicht. Ja, wenn ein Freund den Freund beleidigt, so tut dies auch weher, als wenn ein Fremdling mir etwas zufügt. Da kann man sich trösten mit dem Gedanken, daß er mich nicht kennt und es nicht besser weiß. Dieses Gleichnis des Fremdlings kann Ich nun auch auf jene Seelen anwenden, die außerhalb Meiner Kirche stehen. Aber nun höre Meine tiefen Klagen über diejenigen, die sich Meine Freunde nennen, und die wohl mit süßen Reden Mich beim Einkehren in der heiligen Kommunion überhäufen, aber nicht den Mut haben, ein Leben nach Meinem Geiste zu führen und dem verderblichen Zeitgeist gänzlich nach und nach zu entsagen.

Vor allem sind es jene Frommen, die sich zwar Tugenden aneignen, aber auch umweht vom Zeitgeist die Tugend demselben anpassen. Wenn jetzt Meine Lehre, wie Ich sie gepredigt habe, auf die jetzige staatliche und kirchliche Ordnung angepaßt werden sollte, wie würde das in der Tat aussehen? Der grellste Widerspruch mit Meiner Lehre! Die jüdischen Gesetze, Ich mußte sie umstoßen, und jetzt, wenn Ich jetzt wieder Meinen Geist aufpflanzen will auf dieser so ganz ins Natürliche gesunkenen Welt, so muß Ich alles zerstören, was die Welt soziale und moralische Ordnung heißt. Ja, wo bleibt denn da vor lauter weltlicher Ordnung noch ein Raum für ein wahres Christenleben? Der reinste Hohn ist dasselbe. Wenn nun Seelen, die fortgesetzt Meine Gnaden, die Ich im heiligsten Sakrament niederlege, gebrauchen, dabei aber in ihrem stolzen menschlichen Verstand alles Übernatürliche leugnen, so mußt du Meinen Schmerz begreifen, wenn Ich noch in solche Herzen einkehren soll. Tränen der heißesten Qual hat Mein lieber Pius X. geweint, als die Welt seine Stimme so wenig beachtet; jedoch Mein göttliches und so tieffühlendes Herz, das erglüht von Liebe, weint blutige Tränen, wenn Ich nirgends Eingang finde, und am allermeisten bei denen, welche Mir geweiht sein sollen. Welche Verheerungen erblicke Ich da! Unter dem Bewußtsein ihrer Selbstgerechtigkeit treten sie zu Meinem hochheiligen Geheimnis hinzu und heucheln Liebe wie damals die Pharisäer. Meine übernatürlichen Werke aber verfolgen sie und suchen dieselben zu zerstören. Das gleiche Bild wie zu Meinen Zeiten, als Ich auf Erden wandelte. Sie wurden auch immer verstockter, denn sie sahen mit leiblichen Augen Meine Wunder, und doch gingen sie soweit, Mich zu kreuzigen.

Heute nun wird weder dem Stellvertreter Christi, Meinem rechtmäßigen Nachfolger Petri, voller Glaube und Vertrauen geschenkt, noch lassen sie Meine Werke aufkommen, die auf übernatürlichem Keim aufgebaut sind. Sie wollen Mir, dem Herrn des Himmels und der Erde, auch heute noch vorschreiben, wen Ich erwählen soll, um Meinen Willen kundzutun. Und nun sage Ich ernst und furchtbar, keiner von all diesen, die Meine Werke vernichten wollen, werden Mein Abendmahl verkosten, weder bei Meinem eucharistischen Mahle und Friedensfest auf Erden, noch beim himmlischen Hochzeitsmahle. Nur lasse Ich zum Mahle einladen, wen Ich will und wer fähig ist, Meinen Geist anzunehmen. O wie furchtbare Qualen muß ich nun noch immer mehr erdulden im hochheiligen Geheimnis, bevor die großen Heimsuchungen anbrechen.

Darum führe Mir jetzt immer mehr Opferseelen und Sühneseelen näher, aus allen Ständen wünsche Ich solche. Ich führe sie zu dir und dann scheue kein Opfer, die Eisrinde ihrer Herzen zu schmelzen und das eucharistische Licht deines liebeentflammten Herzens auf sie einwirken zu lassen, damit sie erwärmt werden und Ich sie dann Selbst noch bilden kann nach Meinem Wohlgefallen und sie fähig werden, Meine Einsprechungen zu vernehmen. Eine überaus heilige Aufgabe steht dir also bevor und vor allem aber auch eine mühevolle. Ich weiß es. Könnte Ich Selbst Eingang finden in diese Herzen, dann würde Ich Mich nicht eines solchen Werkzeuges bedienen, aber die natürliche Liebe ist zu groß, als daß Meine übernatürliche Liebe Platz finden kann.“

17. Februar 1916 – Verwüstung

Jesus: „Nun will Ich dir erklären, was Ich unter dem Wort ‚Sühneseelen’ meine. Es sind jene bevorzugten Seelen, die Ich schon lange durch schwere Prüfung aller Art an Mich gezogen habe, und die nun bestimmt sind, Mir durch ihre Liebe Ersatz zu leisten für die tiefen Leiden, die Mein Herz hauptsächlich erdulden muß, besonders von seiten derjenigen Priester, die zwar das Amt eines solchen bekleiden, aber mit einer Eisrinde umgeben Mich empfangen und von übernatürlicher Empfindung keine Spur in ihrem Herzen bergen. Wie du leidest, wenn du unter kalten Menschen weilst, so leide Ich unendlich unter diesen von Mir so geliebten Priestern, die Mein Stolz und Meine Freude sein sollten. Ja, soweit ist das innere Leben in Meiner heiligen Kirche gesunken, daß Ich mit tiefem Grauen die Verheerungen erblicke, die besonders in den so umnachteten Priesterseelen Mir entgegenschauen. Wie sollte von dieser Seite eine Umgestaltung des inneren Lebens möglich sein? Niemals!

Darum, Meine liebe, teure Braut Meines hochheiligsten Sakramentes, erwärme und entzünde nun die berufenen Sühneseelen, die Ich zu dir führe, und die niemals sich würdig finden würden, um Sühne zu leisten, da sie von seiten der Priester nicht dazu aufgefordert, nein, vielmehr abgehalten werden. Und doch muß Ich um diese Sühne bitten, denn Meine Leiden im hochheiligen Geheimnis sind nicht zu begreifen. Darum sage nun diesen Seelen, die Ich dir zeige, welche zur Sühne bestimmt sind, daß sie Mir alle Gefühle ihres Herzens weihen sollen und oft und täglich zum Tisch des Herrn hinzutreten sollen ohne bange Zweifel, und daß sie, sooft es ihnen möglich ist, vor Meinen heiligen Tabernakel kommen sollen, um Mich dort zu trösten und anzubeten. Schon einmal habe Ich eine ähnliche Sühne gewünscht durch die Einführung der Ehrenwache Meines göttlichen Herzens, aber ach, wie kalt und wie gleichgültig sind so viele Mitglieder derselben, wie wenige finden sich auf ihrem Liebesposten ein, und kaum habe Ich dieses Werk von der heiligen Kirche verlangt, so muß Ich nun auch über dieses Meine Klagen laut werden lassen. Ja, die eisige Kälte, die durch die Welt weht, sie ergreift selbst alle jene, die Ich noch Meine Ehrengarde nenne, und was muß Ich noch alles ersinnen, damit Ich noch bis an das völlige Ende der Zeiten in dem Geheimnis bleiben kann, daß der Schmerz ein wenig gemildert wird. O undankbare Christenheit! Ja, solche Klagen, Ich könnte sie nicht genug ausrufen. Es sind so viele, die Mein von Liebe verzehrtes Herz beschleichen. Nur, wer Meine unbegreifliche Liebe erkennt, begreift Meinen Schmerz. Wie sollten jetzt die armen Menschen sich noch stärken von Meinem heiligen Geheimnis auf die kommenden Zeiten! Statt dessen gähnen Mir lauter leere Kirchen entgegen und beim Gottesdienst lauter Herzen ohne lebendigen Glauben und ohne Funken einer Liebe. O arme Menschen! Wie damals, als Ich auf Erden war, ein Land der Erde Meine Füße getragen, so soll auch wieder nur ein Land Meine eucharistische Herrlichkeit verkosten. Doch so viele gute Seelen Ich auch darin erblicke, so muß Ich dennoch mit Entsetzen sehen, daß es noch vorher verwüstet werden muß; denn so könnte Ich unmöglich dort auf Meinem eucharistischen Throne in Meinem Friedenstempel herrschen. Ja, dann erst wird Mir wahre Sühne zuteil werden, welche dann fortdauern wird in der ewigen Glorie.“

18. Februar 1916 – Opferseelen

Jesus: „Die geistige Bildung der Sühneseelen habe Ich dir nun klargelegt. Nun will Ich dir noch eine andere Art von Seelen zeigen, die noch kostbarer sind und auf deren Heranbildung du die größte Sorgfalt verwenden mußt. Es sind die Opferseelen. Als schönstes und heiligstes Vorbild dieser Art von Seelen leuchtet als erstes Vorbild Meine geliebte, himmlische Mutter und Ihr folgen in endloser Reihenfolge seit der Zeit der ersten Christen vor allem jene christlichen Mütter, die ihre Kinder im wahren christlichen Geist geistig wiedergeboren haben und so ihre Kinder unter vielen Opfern für den Himmel gerettet haben. Wie Meine liebe Mutter damals unter dem Kreuz als Königin der Martyrer stand, so ehrt Mein liebendes Herz vor allem jene Mütter, die treue Nachfolgerinnen von Ihr sind und mit Anrufung Ihres Beistandes sich retten und befreien vom Gift, das die Stammutter der Lebendigen im Paradies auf ihre ganze Menschheit herabbeschworen und deren Schuld und Strafe alle ihres Geschlechtes besonders büßen müssen. Ja, furchtbar lastet diese Schuld der Sünde besonders auf den Müttern, und die Schlange, die schon die Eva mit List betrog, wie schleicht sie sich auch heute noch an die Mütter, besonders um sie in ihrem Samen der Hölle zu überliefern.

O wie furchtbar ist in jetziger Zeit die Macht der Hölle! Was tut der Versucher wegen einer einzigen Menschenseele und wieviel erst um Seelen, welche bemüht sind, noch mehrere zum Himmel zu führen. Und jetzt, wo das Ende der Zeiten so nahe ist, und wo so vieles noch auf Erden gebüßt werden muß, welch schweres Fegefeuer muß Ich noch über Meine Mir so teuren Opferseelen verhängen und wie muß Ich sie oft in den Fesseln der Sünde und des Satans schmachten sehen. Wie wehe tut es da Meinem Herzen, wenn sie seiner Stimme gehorchen und dem Tisch der Gnaden fernbleiben und so immer unfähiger zum Kampf werden. O rufe ihnen durch Mich zu: Kommt alle zu Mir, die ihr Meiner Hilfe so bedürftig seid! Sage ihnen, wie sehr Mein göttliches Herz danach verlangt, sie durch oftmaligen Empfang der heiligen Kommunion stark zu machen für die kommenden Zeiten. Ja, den geistigen Mut einer Makkabäischen Mutter braucht es in dieser Zeit und viel Gebet und Opfer von seiten solcher Opferseelen. Besonders wer Meine liebe Mutter als Schmerzhafte Mutter verehrt, wird sich wunderbar schützen in allen Gefahren. Die Kämpfe der jetzigen noch guten Christen gleichen denselben der ersten Christen, aber ihr Rang wird im Himmel der größte sein. O liebe, teure Jüngerin und Apostel Meines heiligsten Sakramentes, laß dir keine Mühe und kein Opfer zu viel sein, solchen Seelen auf dem steilen Weg zur ewigen Glorie behilflich zu sein und sie zu stützen, zu ermuntern und aufzurichten. Wie werden sie dir einmal dafür im Himmel danken! Ja, Ich werde dir immer die nötige Erleuchtung geben und du wirst ohne Mühe erkennen, welche Mittel du anwenden mußt, um die drohenden Gefahren zu beseitigen und fernzuhalten. Auch noch andere Opferseelen möchte Ich dir nahelegen, und das sind Meine geliebten Priester, die zur Heiligkeit bestimmt sind. Auch sie leiden so viel, da auf die Fürbitte Meiner himmlischen Mutter auch ihnen die Gnade zuteil wird, viele Seelen dem Satan zu entreißen und für den Himmel zu retten und gleichsam durch Maria dieselben geistig wiederzugebären; denn eine von den Fesseln Satans befreite Seele kann nur durch Maria von ihren Wunden befreit werden. Wie Ich am Opferaltar des Kreuzes der erste Opferpriester war, so steht gleichsam auch die liebe, himmlische Mutter neben dem mystischen Opferaltar des Kreuzes bei der Messe und bittet für ihn bei Mir und für alle, für welche er heilige Meßopfer darbringt. Ja, Meine liebe Mutter, wie nahe steht Sie dem Priester, und ach, wie viele sind es, die Sie nicht kindlich verehren, und doch, wie könnten sie dies geheimnisvolle Opfer ohne Ihre Mithilfe würdig feiern? Nein, ohne Ihre Hilfe wird all ihr Beten ohne Frucht sein und auch ihr Wirken ohne geistigen Wert sein. Nur durch Maria können alle Opferseelen ihr schweres Amt vollbringen und den Fürsten der Finsternis besiegen, der bald furchtbar in den einzelnen Seelen tobt, aber auch mit versteckter List sich verbirgt und so unendlichen Schaden anrichtet. Ja, furchtbar ist der Kampf mit diesem Drachen, der Gift und Galle speit, und nur heilige Priester vermögen ihn gänzlich zu besiegen, ohne daß sie Schaden leiden. Ja, diese Meine Worte gelten besonders den geliebten Priestern, die für Mich in dieser Hinsicht wirken. Diese Worte von ihrem göttlichen Herrn und Meister seien ihnen heilig, aber auch jene, die Ich als Apostel im Laienstand erwähle!“

8. März 1916 – Verlassenheit im heiligsten Sakrament

Jesus: „In eine entscheidende Zeit tritt nun heute die heilige Kirche ein und auch für dich, Meine liebe, gekreuzigte Braut, ist es eine Zeit von tiefer Bedeutung. Habe Ich dich doch ausersehen, mit Mir Mein Opfer des Kreuzestodes fortzusetzen und dich so mit Mir zum Heil der heiligen Kirche mit Leib und Seele zu opfern. Der Tag dieses geheimnisvollen Leidens ist nicht fern, und darum sei dir nun in dieser letzten Zeit des Aufstiegs auf den Opferberg auf Kalvaria recht viel deiner heiligen Aufgabe bewußt. Deinen Körper an Abtötung zu gewöhnen, brauche Ich nicht zu erwähnen, denn auf das Kreuz angeheftet, liegst du seit Wochen auf dem Schmerzensbette. Doch einen innigen Wunsch hege Ich: Betrachte in dieser heiligen Fastenzeit viel und oft mit denen, die um dich sind, die tiefen Leiden im hochheiligsten Sakrament des Altars. Zu diesem Zweck werde Ich dir Selbst die Betrachtungen zeigen. Steige nun, liebe Braut, mit Mir zum Ölberg des heiligen Tabernakels und betrachte dort Meine tiefe Betrübnis wegen Meiner Verlassenheit, die Ich dort erdulden muß. Von wie vielen tausenden Gläubigen, die wissen, daß Ich dort gegenwärtig bin, werde Ich nie besucht, und von denen, die hie und da eine Kirche im Vorübergehen betreten, o welche Kälte von diesen Herzen starrt Mir da entgegen. Wenn Ich zurückdenke an die furchtbaren Leiden, die Ich damals am Ölberg erduldete, o wieviel Ähnlichkeit haben diese jetzt im Tabernakel. Drei Meiner liebsten Freunde nahm Ich mit Mir, und ach, auch diese schliefen und ließen Mich allein in Meinem Schmerz.

Und jetzt? Wie sieht es heute aus auf Meinem Ölberg des heiligen Tabernakels? Wie viele nennen sich Meine trauten Freunde und Meine Apostel, und wenn es gilt, bei Mir eine Stunde zu verweilen, dann entwindet man sich dieser heiligen Pflicht durch alle möglichen Ausreden, und ach, wie wenige Seelen nenne Ich Mein Eigen, die mit inniger Liebe und mit ganzem Herzen zu Mir kommen und Mich in Meiner Verlassenheit trösten. Du weißt, liebe Braut, und Ich habe es dir ja schon oft geklagt, daß gerade diejenigen Mir am meisten Schmerz bereiten, die Mich täglich in den Händen tragen und Mein heiliges Opfer feiern, Meine Priester. O an wie vielen Ketten ist ihr Geist gefesselt und wie wenig lebendigen Glauben und treue, gänzliche Hingabe finde Ich bei ihnen. Wie viele kostbare Zeit vergeuden sie mit allen möglichen Geschäften und Mich, ihren Herrn und Meister, Mich besuchen sie wohl, aber ihr Herz bleibt leer und ohne Gefühl für Mich. O könnte Ich ihr Herz in Besitz nehmen! O welche Wonne würden sie empfinden, jede freie Minute in Meiner heiligen Gesellschaft mit Mir zu verkehren, der Ich doch ihr einziger wahrer Freund bin. Wie wird es solchen Seelen sein, wenn einmal die Hülle ihres Leibes fällt und ihr Geist sich versetzt sieht vor Meinen unerbittlichen Richterstuhl, wo sie dann den schauen, den sie auf Erden nie besucht und der nun mit der strengsten Miene ihre Vergehen und Unterlassungen des Guten richtet. Wie bitter wird dann die Reue werden, wenn sie der vielen Stunden gedenken, welche sie Mir hätten weihen können und es nicht getan haben. Aber, o wehe, dann kommt die Reue zu spät! Nur als Arme Seele kann sie dann sich selbst anklagen und dann die Strafe entgegennehmen, die dann Meine Gerechtigkeit über sie verhängt.

Ja, wie furchtbar ist dann für eine Seele dieses Gefängnis des Fegefeuers, die dann bedenken muß, daß sie mit mehr Liebe zum Guten es hätte weit bringen können, unverzüglich in die ewigen Räume aufgenommen zu werden. Doch ein Zurück gibt es nicht mehr, sondern jetzt ist die Zeit der tiefsten Reue angebrochen und diese bittere Reue peinigt die Seele auf das Furchtbarste. Sie erkennen dann, daß Ich das höchste Gut und Besitz in aller Ewigkeit bin und dieses höchste Gut hat sie bei Lebzeiten nicht besucht und hat Mich, ihren Schöpfer und Erlöser, nicht geliebt, wie sie hätte tun sollen. Ja, von tausend irdischen Vorwänden ließ sie sich abwendig machen, Mich in Liebe zu besuchen, und hat dadurch Mein göttliches Herz tief betrübt. Ja, jetzt auf Erden überhört so manche Seele Meine Einladung, in der anderen Welt würde sie danach lechzen, vor Meinem hochheiligsten Sakrament verweilen zu dürfen. Ja, so weit ist die Welt ins Natürliche und Irdische gesunken, daß man überall Ruhe und Frieden sucht, nur nicht bei Mir, der Ich verkannt und verlassen auf Meinem eucharistischen Throne bin. Nein, keinen Thron kann Ich es jetzt nennen, sondern nur Gefängnis und diejenigen, die Mein Gefängnis schließen, sind ohne Gefühl und ohne Liebe für Mich. Doch, du gesunkene Welt, nun sollst du bald erfahren, wer Herr ist über Leben und Tod. Ich, der Ich verborgen im Tabernakel weile, oder euer verderblicher Gott, der Mammon. Ja, jetzt soll Mein eucharistisches Königtum anbrechen, nachdem Ich nun so eine endlose Zeit schon als Gefangener bei euch bin. Mein Ölberg soll nun zum Tabor werden und herrlich werden die Früchte sein, die dann erblühen.“

11. März 1916

Jesus: „Ernste und tiefergreifende Worte waren es, die Ich dir in Meiner letzten Offenbarung kundgetan habe, aber noch lange nicht ernst genug; denn was Ich leide, seitdem Ich im hochheiligsten Geheimnis weile, dies auszusprechen, dazu sind Worte zu wenig. Darum, teure Braut Meiner heiligen Eucharistie, fühle du mit Mir und alle, die Mich wahrhaft lieben. Den ganzen Kelch der Leiden Meiner Todesangst im Tabernakel ließ Ich dich schon mittrinken und auch während des nun anbrechenden Sühneleidens für Meine geliebte, streitende Kirche auf Erden will Ich dich ihn verkosten lassen. Denn groß werden die übernatürlichen Gnaden sein, die Ich dann in dieser Nacht Meiner Todesangst am Ölberg über dich ausgieße und du wirst da Geheimnisse von hohem Werte sehen dürfen. Aber auch während des Freitagsleidens wirst du Dinge schauen, die nur ein gänzlich durch und durch geläuterter Geist zu schauen imstande ist. Doch sage Ich, auch deine Leiden sind groß, ebenso groß wie die Gnaden. Doch Meine Kraft wird sie dir soweit lindern, daß du sie zu ertragen imstande bist. Ja, liebe teure Braut, wie manche Seele wird noch aus dem Gnadenborn schöpfen, denn er ist unversiegbar; denn jeden Freitag fließen dir neue Gnaden zu und gleich einem Opferlamm wirst du dich opfern für das Heil der streitenden Kirche. Darum verlange Ich auch, daß alle Mitglieder dich mit Liebe und Ehrfurcht behandeln, denn vieles ist nach dem Sieg der heiligen Kirche dann dir zu verdanken, denn in unermüdlicher Arbeit und feurigem Seeleneifer wirst du für das schon anbrechende Reich Meiner heiligen Eucharistie tätig sein und noch Tausende von Seelen dem Satan entreißen. Wenn du für eine Seele bittest, so soll sie nicht verlorengehen. Ja, furchtbar sind die Netze, die er ausgeworfen hat, und wie viele Meiner Auserwählten schmachten noch darin und können sich derselben nicht mit eigener Kraft entwinden. O wie bangt Mir, wenn Ich von Meinem heiligen Tabernakel sehen muß, wie viele dem Tisch der Gnaden fernbleiben nur deshalb, weil der böse Feind ihnen die Netze der falschen Scham und Furcht umgeworfen hat und sie dann vor Hunger nach geistigen Schätzen fast verschmachten. Ich bitte dich, liebe Jüngerin, o löse ihre Netze, ja, löse ihnen ihre bangen Zweifel und heiße sie, zu Mir zu gehen wie zum Arzt der Seelen. Ja, in Liebe will Ich ihre Wunden heilen und sie dann befähigen mitzuarbeiten an der Neuerstellung des Reiches Jesu Christi auf Erden.“

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Litanei von der heiligen Eucharistie

Herr, erbarme Dich unser

Christus, erbarme Dich unser

Herr, erbarme Dich unser

Christus, höre uns

Christus, erhöre uns

Gott Vater vom Himmel – erbarme Dich unser

Gott Sohn, Erlöser der Welt – erbarme Dich unser

Gott Heiliger Geist – erbarme Dich unser

Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott – erbarme Dich unser

Jesus, Du lebendiges Brot, das vom Himmel gekommen ist

Du fleischgewordenes Wort, das unter uns wohnt

Du verborgener Gott und Heiland

Du Lamm ohne Makel

Du unblutiges Opfer des Neuen Bundes

Du immerwährendes Opfer

Du wahres Versöhnungsopfer für Lebende und Verstorbene

Du würdiges Lob- und Anbetungsopfer

Du mächtiges Bitt- und Dankopfer

Du erhabenes und hochheiliges Sakrament

Du Gedächtnis des Todes Christi

Du Brot, das der Welt zum Leben gegeben ist

Du Brot, das alle Freude in sich trägt

Du verborgenes Manna

Du Speise der Engel

Du Nahrung der Auserwählten

Du Kelch des Segens

Du Geheimnis des Glaubens

Du Denkmal der göttlichen Wunderwerke

Du höchstes Gut der Kirche

Du Baum des Lebens inmitten des Paradieses

Du Quelle aller Gnaden

Du Brunn des lebendigen Wassers

Du heiliges Gastmahl, bei dem die Engel dienen

Du himmlische Kraft gegen alle Sünde

Du Trost in allen Leiden

Du Stärke der Schwachen und Mühseligen

Du Erquickung heiliger Seelen

Du Band der Liebe und des Friedens

Du Vorbild des himmlischen Hochzeitmahles

Du Wegzehrung der im Herrn Sterbenden

Du Arznei der seligen Unsterblichkeit

Du Unterpfand der zukünftigen Herrlichkeit

Sei uns gnädig – verschone uns, o Jesus

Sei uns gnädig – erhöre uns, o Jesus

Von allem Übel – erlöse uns, o Jesus

Von dem unwürdigen Genusse Deines Leibes und Blutes

Von der Begierlichkeit des Fleisches

Von der Begierlichkeit der Augen

Von der Hoffart des Lebens

Von der Unehrbietigkeit gegen dieses heilige Sakrament

Durch die Sehnsucht, mit Deinen Jüngern dieses Ostermahl zu essen

Durch die Demut, mit der Du Deinen Jüngern die Füße gewaschen hast

Durch Dein Verlangen, bis zum Ende der Welt bei uns zu bleiben

Durch die lebendigmachende Kraft Deines heiligen Leibes

Durch Dein Kostbares, für uns vergossenes Blut

Durch Deine heiligen fünf Wunden

Durch Dein von Liebe brennendes Herz

Wir armen Sünder, wir bitten Dich, erhöre uns

Daß Du in uns den Glauben und die Ehrfurcht gegen dieses heiligste Sakrament erhalten und vermehren wollest

Daß Du in uns eine innige Liebe und Andacht zu diesem heiligsten Sakrament entzünden wollest

Daß Du uns vor Irrglauben, Unglauben und Blindheit des Herzens bewahren wollest

Daß Du uns mit Dir und dem Nächsten in Liebe vereinigen wollest

Daß Du uns vor dem Gottesraube einer unwürdigen Kommunion bewahren Wollest

Daß Du in uns das Verlangen nach dem öfteren Genusse Deines Leibes und Blutes erwecken wollest

Daß Du die kostbaren Früchte dieses heiligen Sakramentes uns mitteilen Wollest

Daß Du uns in der Stunde des Todes mit dieser himmlischen Wegzehrung stärken wollest

Daß Du uns zur seligen Anschauung Deiner Gottheit und Menschheit führen wollest

Daß Du uns zur glorreichen Unsterblichkeit auferwecken wollest

O Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt –

verschone uns, o Jesus

O Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt –

erhöre uns, o Jesus

O Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt –

erbarme Dich unser, o Jesus

V. Brot vom Himmel hast du ihnen gegeben. (Alleluja.)

A. Das alle Erquickung in sich birgt. (Alleluja.)

V. Lasset uns beten! Gott, Du hast in dem wunderbaren Sakramente das Andenken an Dein Leiden hinterlassen; wir bitten Dich: laß uns die heiligen Geheimnisse Deines Leibes und Blutes so verehren, daß wir die Frucht Deiner Erlösung allezeit in uns erfahren, der Du lebst und herrschest in Ewigkeit.

A. Amen

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Eucharistischer Rosenkranz vor dem Tabernakel

Begrüßung der Himmelskönigin

Im Namen des Vaters ...

Zwölfmal die Anrufung: O Himmelskönigin, wer ist Dir gleich!

Ehre sei dem Vater ...

Begrüßung des eucharistischen Königs im heiligen Tabernakel vor dem Tabernakel kniend:

Im Namen des Vaters ...

Ich glaube an Gott ...

Ehre sei dem Vater ...

Vater unser ...

Gegrüßet seist Du, Maria ... Jesus, der in uns den Glauben vermehre ...

Gegrüßet seist Du, Maria … Jesus, der in uns die Hoffnung stärke ...

Gegrüßet seist Du, Maria ... Jesus, der in uns die Liebe entzünde ...

Ehre sei dem Vater...

Gesätze:

1. Der tiefbetrübt ist im heiligen Tabernakel

2. Der aufs neue gegeißelt wird durch den Undank der Menschen

3. Dessen liebevolles Herz von Dornen umwunden wird durch den Stolz der unbeugsamen Herzen

4. Der das schwere Kreuz der Verlassenheit trägt bis zum Ende der Zeiten

5. Der aufs neue gekreuzigt wird in der heiligen Hostie unter den Füßen der Gottlosen.

Am Schluß jeden Gesetzleins setzen:

Hochgelobt und gebenedeit sei das Allerheiligste Sakrament des Altares, das Kostbare Blut Jesu und die unbefleckte Empfängnis der Jungfrau Maria, von nun an bis in Ewigkeit. Amen.

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Gebet für die Mitglieder der Leibgarde Jesu Christi

O Jesus, Du unser Gott und Heiland, entzündet von lebhaftem Verlangen, Dein anbetungswürdiges, von so vielen verkanntes und beleidigtes Herz zu trösten, und im Bewußtsein unserer Unwürdigkeit, bringen wir Dir unsere Huldigung dar durch das unbefleckte Herz Mariä, Deiner heiligen Mutter. Mit Ihr vereint und durch Sie als unsere Bannerträgerin, bitten wir Dich, Deine mächtige Hand über Deine Kirche auszustrecken, sie zu verteidigen und ihr den Sieg über alle ihre Feinde zu verleihen; erleuchte und führe unser ehrwürdiges und erhabenes Oberhaupt.

Würdige Dich, wir bitten Dich, unser Vaterland zu segnen und zu beschützen; wirf auf dasselbe Deinen barmherzigen Blick und gib ihm heilige und standhafte Verteidiger des Glaubens und der heiligen Eucharistie. Gieße in alle Herzen eine glühende Verehrung des Allerheiligsten Altarsakramentes und eine feurige Liebe zur Anbetung, und verbreite die Ehrenwache am Tabernakel in Windeseile über den ganzen Erdball und segne, behüte und beschütze alle Mitglieder Deiner Tabernakel-Ehrenwache.

Ich bete Dich an, Herr Jesus Christus, und sage Dir Dank, daß Du in Deiner unendlichen Liebe zu uns armen Menschen das hochheilige Sakrament des Altares eingesetzt hast. Stärke meinen Glauben und entzünde in mir das Feuer der Liebe zu diesem Sakramente, damit ich oft und allzeit würdig hintrete zu Deinem Tische und dadurch mir die Gnade erwirke, vor meinem Tode noch mit dem himmlischen Manna gespeist zu werden.

Endlich führe zu Dir alle Sünder und Irrenden; überhäufe mit Deinen Gnaden und Segnungen im reichsten Maße alle Mitglieder Deiner „Leibgarde Jesu Christi – Tabernakel – Ehrenwache“ und verbreite in den Herzen aller die Ergüsse Deiner Liebe und das brennende Feuer jenes Eifers, den zu entzünden Du auf Erden gekommen bist. Das erbitten wir durch das allerreinste Herz der unbefleckten Empfängnis Mariens. Amen.

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 Zur Ablassgewinnung

 Einführung in die kirchlichen Bestimmungen

Can. 911 ff. Alle sollen die Gewinnung von Ablässen hochschätzen, das ist die von Gott gültige Nachlassung zeitlicher Strafen für Sünden, die der Schuld nach bereits getilgt sind. Die kirchliche Obrigkeit gewährt diesen Nachlaß aus dem Schatz der Kirche für die Lebenden in der Form der Lossprechung, für die Verstorbenen auf dem Weg der Fürbitte. Das Ablaßgeschehen ist leider, wie vieles andere in unserer heiligen Kirche, bei vielen Gläubigen und vor allem bei den Kirchenoberen in völlige Vergessenheit geraten. Welch eine unverzeihliche Nachlässigkeit, denn dadurch entgehen den Armen Seelen im Fegefeuer unzählig viele Gnaden und Erleichterungen in ihrer Pein, die sie zu durchleiden haben. Es gibt unzählige Ablaßbewilligungen, auf deren Veröffentlichung und Bekanntmachung unter dem gläubigen Volke ein heiliger Anspruch besteht. Das Ablaßgeschehen ist in allgemeinen Richtlinien und Grundsätzen für das gläubige Volk verbindlich geregelt und wird (wurde) von der Heiligen Päpstlichen Pœnitentiarie als Schatz der Kirche verwaltet und behütet. Die Heilige Päpstliche Pœnitentiarie führt dabei den Auftrag des Heiligen Vaters aus. Ein Auszug aus den wichtigsten Ablaßbestimmungen ist bei traditionellen katholischen Verlagen noch erhältlich.

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 Zu Jesus im hochheiligsten Sakrament

 I. Stoßgebete und Anrufungen

105

Seele Christi, heilige mich!

Leib Christi, erlöse mich!

Blut Christi, tränke mich!

Wasser der Seite Christi, wasche mich!

Leiden Christi, stärke mich!

Guter Jesus, erhöre mich!

In Deinen Wunden berge mich!

Von Dir laß nimmer scheiden mich!

Vor dem bösen Feinde schütze mich!

In meiner Todesstunde rufe mich

Und heiße zu Dir kommen mich,

Daß ich mit Deinen Heiligen Dich

Dann loben möge ewiglich. Amen.

300 Tage Ablaß. 7 Jahre Ablaß, wenn man die Anrufungen nach der heiligen Kommunion betet. Vollkommener Ablaß unter den gewöhnlichen Bedingungen, wenn man es einen ganzen Monat lang jeden Tag andächtig tut. (Ablaßkongr. 9. Januar 1854)

 

106

a) Sei gegrüßt, Du Opferlamm des Heils! Für mich und das ganze Menschengeschlecht hast Du Dich am Stamme des Kreuzes dahingegeben.

b) Sei gegrüßt, Du Kostbares Blut! Aus den Wunden unseres Herrn Jesus Christus bist Du am Kreuze geflossen und hast die Sünden der ganzen Welt getilgt.

c) Herr, denk an Dein Geschöpf; Du hast mich erlöst durch Dein Kostbares Blut.

500 Tage Ablaß für jedes dieser Stoßgebete, auch für jedes einzeln, wenn man es während der heiligen Messe bei der Wandlung betet. (Ablaßkongr. 30. Juni 1893; Pœnit. 25. Februar 1933)

 

107

Mein Herr und mein Gott!

Die Gläubigen, die dieses Stoßgebet vertrauensvoll, in Ehrfurcht und Liebe sprechen, wenn bei der heiligen Messe die Hostie erhoben wird oder während sie feierlich ausgesetzt ist, wird ein Ablaß von 7 Jahren gewährt; ein vollkommener Ablaß einmal in der Woche, wenn sie dies jeden Tag tun, dazu beichten, die heilige Kommunion empfangen und nach der Meinung des Heiligen Vaters beten. (Pius X., eigenhändiges Reskript vom 18. Mai 1907, vorgelegt am 12. Juni 1907; Pœnit. 21. Juni 1927 und 26. Januar 1937)

 

108

Jesus im heiligsten Sakrament, erbarme Dich unser!

300 Tage Ablaß. (Breve vom 20. Mai 1911)

 

109

Gelobt und angebetet sei ohne End’

Das hohe, heilige Sakrament!

300 Tage Ablaß. Vollkommener Ablaß unter den gewöhnlichen Bedingungen, wenn man das Stoßgebet einen ganzen Monat lang jeden Tag andächtig wiederholt. (Hl. Offizium 10. April 1913)

 

111

Ich will Dich preisen ohne End’

Lebendiges Brot vom Himmel, Du großes Sakrament.

300 Tage Ablaß. Vollkommener Ablaß unter den gewöhnlichen Bedingungen, wenn man das Stoßgebet einen ganzen Monat lang jeden Tag andächtig wiederholt. (Pœnit. 4. Juni 1934)

 

112

O Opferlamm, Du bringst uns Heil

Und tust uns auf des Himmelstor.

Der Feinde Macht bedrängt uns stets;

Drum gib uns Kraft und steh uns bei!

Dem einen und Dreieinigen Gott

Sei Ruhm und Ehre allezeit!

Er schenke uns den ewigen Lohn

Dereinst im seligen Vaterland! Amen.

(Aus dem Brevier)

5 Jahre Ablaß. Vollkommener Ablaß unter den gewöhnlichen Bedingungen, wenn man die Anrufung in frommer Gesinnung einen ganzen Monat lang jeden Tag wiederholt. (Pœnit. 4. Juni 1934)

 

113

Gepriesen sei der da kommt im Namen des Herrn, Hosanna in der Höhe!

(Aus dem Brevier)

Die Gläubigen, die obiges Gebetchen bei der Heiligen Messe nach der Wandlung andächtig sprechen, wird ein Ablaß von 500 Tagen gewährt; ein vollkommener Ablaß unter den gewöhnlichen Bedingungen, wenn sie dies in frommer Gesinnung einen ganzen Monat lang jeden Tag tun. (Pœnit. 22. November 1934)

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II. Verehrung des Allerheiligsten

115

Sooft die Gläubigen, wo sie gerade sind, beim Glockenzeichen zur Wandlung während der Heiligen Messe irgendein Gebet verrichten, wird ihnen ein Ablaß von 300 Tagen gewährt.

(Gregor XIII., Konsit. „Ad excitandum“, 10. April 1580; Pœnit. 25. Februar 1933)

 

118

Den Gläubigen, die das heiligste Sakrament andächtig besuchen, während es an den zwei Tagen der Karwoche im sog. Heiligen Grab aufbewahrt wird, und zum schuldigen Dank für die Einsetzung der heiligen Eucharistie 5 Vaterunser, Gegrüßet seist Du Maria und Ehre sei dem Vater beten, und dann die genannten Gebete noch einmal nach der Meinung des Heiligen Vaters, wird ein Ablaß von 15 Jahren gewährt; ein vollkommener Ablaß einmal am ersten Tag und am zweiten Tag, wenn sie auch beichten und zum Tische des Herrn gehen.

(Ablaßkongr. 7. März 1815; Pœnit. 20. Mai 1935)

 

119

a) Den Gläubigen, die vor dem im Tabernakel aufbewahrten heiligsten Sakrament zum Zeichen der Anbetung ordnungsgemäß eine Kniebeuge machen und dabei das Gebetchen sprechen: Jesus, mein Gott, Du bist hier gegenwärtig im Sakramente Deiner Liebe; ich bete Dich an … oder ähnliches (bspw. Mein Jesus, Barmherzigkeit oder Mein Jesus, ich vertraue auf Dich), wird ein Ablaß von 300 Tagen gewährt.

b) Wenn sie vor dem ausgesetzten Allerheiligsten mit beiden Knien, wie es sich gebührt, eine Kniebeugung machen und dabei das erwähnte oder ein ähnliches sprechen, wird ihnen ein Ablaß von 500 Tagen gewährt. c) Wenn sie an einer Kirche oder einer Kapelle vorübergehen, in der das heiligste Sakrament aufbewahrt ist, und durch irgendein äußeres Zeichen ihre Ehrerbietung zum Ausdruck bringen, wird ihnen ein Ablaß von 300 Tagen gewährt.

Pius X. eigenhändiges Reskript vom 28. Juni 1908, vorgelegt am 3. Juli 1908; Hl. Offizium 22. März 1917; Pœnit. 25. Februar 1933)

 

120

Den Gläubigen, die beim Eintritt in eine Kirche zu allererst zum Sakramentsaltar (Tabernakel) hingehen und dort dem Allerheiligsten Sakrament auch nur kurz ihre Anbetung erweisen, wird ein Ablaß von 300 Tagen gewährt.

(Pœnit. 15. Juni 1923)

 

121

Den Gläubigen, die in frommer Gesinnung das heiligste Sakrament besuchen und 5 Vaterunser, Gegrüßet seist Du Maria und Ehre sei dem Vater beten und dann die genannten Gebete noch einmal nach der Meinung des Heiligen Vaters, wird ein Ablaß von 10 Jahren gewährt; ein vollkommener Ablaß einmal in der Woche, wenn sie die ganze Woche hindurch jeden Tag in Ehrerbietung dies tun, dazu beichten und die heilige Kommunion empfangen.

(Breve vom 15. September 1876 und 3. Juni 1932)

 

122

Den Gläubigen, die wegen Krankheit oder aus sonst einem triftigen Grunde nicht zur Kirche gehen können, um Jesus im heiligsten Sakramente zu besuchen, die dafür zu Hause oder da, wo sie eben festgehalten sind, im Glauben an die wirkende Gegenwart Jesu Christi im Sakramente des Altares im Geiste eine solche Besuchung machen und 5 Vaterunser, Gegrüßet seist Du Maria und Ehre sei dem Vater beten und dann die genannten Gebete noch einmal nach der Meinung des Heiligen Vaters, wird ein Ablaß von 5 Jahren gewährt; ein vollkommener Ablaß einmal in der Woche, wenn sie in der gleichen Lage sich befinden und die ganze Woche hindurch jeden Tag auf diese Weise eine Besuchung machen.

(Pœnit. 12. April 1935)

 

123

Den Gläubigen, die an einer feierlichen eucharistischen Prozession im Gotteshaus oder in der Öffentlichkeit teilnehmen, wird ein Ablaß von 5 Jahren gewährt; ein vollkommener Ablaß einmal in der Woche, wenn sie beichten, das Himmelsbrot empfangen und nach der Meinung des Heiligen Vaters beten.

(Pœnit. 25. September 1933 und 10. Juli 1936)

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Gebetsanhang aus dem Gebetsschatz nach A. M. Weigl

 Zur Königin der Engel – Zur Besiegerin Satans

Von Jesus an Barbara Weigand empfohlen zum täglichen Gebet „Hehre Königin des Himmels, höchste Herrin der Engel, Du hast von Anbeginn von Gott die Macht und die Sendung erhalten, den Kopf der höllischen Schlange zu zertreten. Wir bitten Dich demütig, sende Deine himmlischen Legionen; damit sie unter Deinem Befehle und durch Deine Macht die bösen Geister verfolgen, sie überall bekämpfen, ihre Verwegenheit zuschanden machen und sie in den Abgrund zurückstoßen.

Erhabene Gottesmutter, schicke Dein unüberwindliches Kriegsheer auch in den Kampf gegen die Sendlinge der Hölle unter den Menschen; zerstöre die Pläne der Gottlosen und beschäme alle, die Übles wollen. Erwirke ihnen die Gnade der Einsicht und der Bekehrung, auf daß sie dem Dreieinigen Gott und Dir die Ehre geben. Verhilf überall der Wahrheit und dem Rechte zum Siege.

Mächtige Schutzfrau, durch Deine flammenden Geister behüte auch auf der ganzen Erde Deine Heiligtümer und Gnadenstätten!

Bewache durch sie die Gotteshäuser, alle heiligen Orte, Personen und Gegenstände, namentlich das Allerheiligste Altarsakrament. Verhindere jede Entweihung und Zerstörung. Du, unsere Zuflucht, unsere liebe Frau! Wir bitten Dich vertrauensvoll darum, Du vermagst es ja mit Leichtigkeit. Die Engel, Deine Diener, sind jeden Augenblick Deines Winkes gewärtig und brennen vor Verlangen, ihn zu erfüllen.

Himmlische Mutter, beschütze endlich auch unser Eigentum und unsere Wohnungen vor allen Nachstellungen der sichtbaren und unsichtbaren Feinde. Laß Deine heiligen Engel darin walten und Ergebung, Frieden und die Freude des Heiligen Geistes in ihnen herrschen.

Wer ist wie Gott? Wer ist wie Du, Maria? Du Königin der Engel und Besiegerin Satans?

O gute und zärtliche Mutter Maria, Du makellose Braut des Königs der reinen Geister, in dessen Angesicht sie zu schauen verlangen, Du wirst immer unsere Liebe und Hoffnung, unser Schutz und Ruhm bleiben! Heiliger Michael, heilige Engel und Erzengel, verteidigt uns, beschützet uns! Amen.

(Gebete: „Werk der heiligen Engel“)

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Wie du einst den Knaben Jesus“

Von Jesus an Barbara Weigand empfohlen zum täglichen Gebet Zu dir, seliger Joseph, nehmen wir in der Trübsal unsere Zuflucht. Wir haben deine heilige Braut um Ihre Hilfe angerufen, nun bitten wir auch dich vertrauensvoll um deinen väterlichen Schutz. Um der Liebe willen, die dich mit der unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter verbunden hat, um der väterlichen Liebe willen, mit der du das Jesuskind umfangen hast, bitten wir dich flehentlich: Schau gütig herab auf die Kirche, die Jesus Christus durch Sein Blut Sich erworben hat, und komm unseren Nöten durch deine Macht zu Hilfe!

Nimm, o fürsorglicher Beschützer der Heiligen Familie, die auserwählten Kinder Jesu Christi unter deine Obhut! Liebreichster Vater, halte fern von uns jede Ansteckung durch Irrtum und Verderbnis! Du starker Beschützer, steh uns vom Himmel aus gnädig bei in unserem Kampf mit der Macht der Finsternis.

Wie du einst den Knaben Jesus aus der höchsten Lebensgefahr gerettet hast, so verteidige jetzt die heilige Kirche Gottes wider alle Nachstellungen ihrer Feinde und gegen jede Widerwärtigkeit. Jeden aus uns nimm unter deinen ständigen Schutz, daß wir nach deinem Beispiel und mit deiner Hilfe heilig leben, fromm sterben und die ewige Seligkeit im Himmel erlangen. Amen.

(Leo XIII.)

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Das Gebet eines großen Gottliebenden

Mein Herr Jesus Christus! Aus Liebe zu den Menschen bist Du Tag und Nacht in diesem Sakramente gegenwärtig. Du wartest, rufst und nimmst voll Erbarmen und Liebe alle auf, die Dich hier besuchen. Ich glaube, daß Du im Sakramente des Altars gegenwärtig bist. Ich bete Dich an im Abgrunde meines Nichts; ich danke Dir für alle Gnaden, die Du mir erwiesen hast, besonders dafür, daß Du Dich Selbst mir in diesem Sakramente geschenkt, daß Du mir Deine heiligste Mutter als Fürsprecherin gegeben, und daß Du mich gerufen hast, Dich in dieser Kirche zu besuchen. So grüße ich heute Dich liebevolles Herz. In dreifacher Absicht möchte ich es tun: Erstens will ich Dir Dank sagen für dieses große Gnadengeschenk; zweitens will ich alle Unbilden wieder gutmachen, die Dir von Deinen Feinden in diesem Sakramente zugefügt werden; drittens will ich durch diesen Besuch Dich an all den Orten der Erde anbeten, wo Du in diesem Sakramente wenig verehrt wirst und ganz verlassen bist.

Mein Jesus, ich liebe Dich aus ganzem Herzen. Es schmerzt mich, daß ich Deine unendliche Güte bisher sooft beleidigt habe. Mit Deiner Gnade nehme ich mir vor, Dich in Zukunft nie mehr zu beleidigen. Für jetzt aber schenke ich mich Dir ganz, so elend ich auch bin. Ich entsage meinem Eigenwillen, meinen Neigungen, meinen Wünschen, allem, was mein ist, und übergebe es Dir. Verfüge von heute an über mich und alles, was mir gehört, so wie es Dir gefällt! Ich suche und verlange nichts anderes als Deine heilige Liebe, die Beharrlichkeit bis ans Ende und die vollkommene Erfüllung Deines Willens.

Ich empfehle Dir die Seelen im Fegefeuer, besonders die, die das heiligste Sakrament und Maria, die seligste Jungfrau, am innigsten verehrt haben. Ich empfehle Dir auch alle armen Sünder. Endlich, mein geliebter Heiland, vereinige ich alle meine Gebete mit den Gebeten Deines liebevollen Herzens und so vereinigt opfere ich sie Deinem ewigen Vater auf und bitte Ihn in Deinem Namen, er möge sie aus Liebe zu Dir annehmen und erhören.

(Hl. Alfons Maria von Liguori)

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Mein Gott, ich glaube fest,

daß Du wahrhaft und wirklich gegenwärtig bist im heiligen Sakramente des Altars. Ich bete Dich an aus dem tiefsten Grunde meines Herzens. In aller Demut, die mir möglich ist, verehre ich Deine heilige Gegenwart. Meine Seele, was für ein Trost ist es, daß wir Jesus Christus stets bei uns haben, dass wir von Herz zu Herz vertrauensvoll Zwiesprache halten können! Nun bete ich hier auf Erden in diesem wunderbaren Sakramente Deine heilige Majestät an. Gib, Herr, daß ich Sie auch einmal ewig anbeten kann im Himmel. Amen.

(Benedikt XV.)

 

Jesus, komm in meine Seele,

auch für jene, die Dich nicht empfangen, für jene, die in einer Todsünde sind, für jene, die nicht glauben, für jene, die Dich verstoßen. Laß meine Seele Dir Wohnstatt sein und mein Herz für Dich zum beständigen und lebendigen Tabernakel werden! Jesus, Allgegenwärtiger, ich empfehle Dir meine Familie; beschütze meine Familie, erleuchte, rette sie und alle Familien der ganzen Welt! Mein Jesus, segne den Heiligen Vater, hilf ihm den Willen Gottes zu erfüllen, hilf allen Sterbenden, besonders denen, die nicht in der Gnade sind; rette sie! Mein Jesus, ich möchte Dich heute zusammen mit unserer heiligsten Mutter, mit allen Engeln und Heiligen, in allen Tabernakeln der Welt anbeten, lieben und Dir danken. Amen.

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Denk’ Du in mir, o Jesus,

dann denk’ ich licht und klar! Sprich Du aus mir, o Jesus, so sprech’ ich mild und wahr! Wirk’ Du durch mich, o Jesus, gerecht ist dann mein Tun, geheiligt meine Arbeit, geheiligt auch mein Ruh’n! Erfüll’ mein ganzes Wesen, durchdring’ mein ganzes Sein, daß man aus mir kann lesen die große Liebe Dein! Mach’, daß ich hier auf Erden durch Deiner Gnad’ Gewalt kann allen alles werden! Komm, werd’ in mir Gestalt! Amen.

 

Gott, wir weihen Dir unsere Herzen.

Sie sind verbunden durch die stärkste, aufrichtige Bruderliebe. Wir bitten Dich Jesus, im heiligsten Sakrament möge die tägliche Nahrung für unseren Leib und unsere Seele sein, Jesus möge der Mittelpunkt unsrer Liebe sein, so wie es bei Maria und Josef war. Herr, gib, daß die Sünde niemals unsre Einheit störe hier auf Erden, daß wir ewig vereinigt bleiben mit Dir, mit Maria, dem heiligen Josef und allen Heiligen im Himmel. Amen.

(Benedikt XV.)

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Siehe, o mein liebreichster Jesus,

wohin bist Du im Übermaß Deiner Liebe gekommen! Du hast mir mit Deinem Fleisch und Deinem Kostbaren Blut eine himmlische Tafel zubereitet, um Dich mir ganz zu schenken. Wer hat Dich doch zu solchem Übermaß der Liebe bewogen? Gewiß niemand anders als Dein liebevollstes Herz.

O anbetungswürdigstes Herz meines Jesus, brennender Feuerofen der göttlichen Liebe, nimm meine Seele in Deine heiligste Wunde auf, damit ich in dieser Schule der Liebe lernen möge, jenen Gott wieder zu lieben, der mir so erstaunliche Beweise Seiner Liebe gegeben hat. Amen.

Du wartest, Herr,

Tag und Nacht in allen Tabernakeln der Welt auf die Liebe der Menschen, auf ihren Willen, sich retten zu lassen. Erinnere uns immer wieder an die Kälte und Gleichgültigkeit, an die Lauheit und Ehrfurchtslosigkeit, die Du, verborgener Gott, auf Deinen Erdenthronen erdulden mußt, und laß uns stellvertretend anbeten und lieben jeden Tag! Ihr heiligen Engel der Anbetung, lehret uns die Ehrfurcht vor jedem Hause Gottes! Amen.

Beim Besuch des Tabernakels.

Darum laßt uns tiefgebeugt verehren ein so großes Sakrament! Dieser Bund wird ewig währen, und der alte hat ein End’; unser Glaube soll uns lehren, was das Auge nicht erkennt. Gott dem Vater und dem Sohne sei Lob, Preis und Herrlichkeit; mit dem Geist auf höchstem Throne eine Macht und Wesenheit! Singt mit lautem Jubeltone der Göttlichen Dreieinigkeit! Amen.

V. Brot vom Himmel hast Du ihnen gegeben.

A. Das alle Erquickung in sich birgt.

V. Lasset uns beten! Gott, Du hast in dem wunderbaren Sakramente das Andenken an Dein Leiden hinterlassen; wir bitten Dich: laß uns die heiligen Geheimnisse Deines Leibes und Blutes so verehren, daß wir die Frucht Deiner Erlösung allezeit in uns erfahren, der Du lebst und herrschest in Ewigkeit.

A. Amen

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Stoßgebete und Anrufungen

Eucharistisches Herz Jesu, Du glühst von Liebe zu uns; entzünde auch unsre Herzen in Liebe zu Dir!
(Leo XIII.)

Mit Maria, der Makellosen, wollen wir anbeten, preisen, anrufen und trösten das heiligste und liebenswürdigste Herz Jesu im Sakramente des Altars.
(Hl. Pius X.)

Gepriesen sei das heiligste Herz Jesu im hochheiligen Sakramente des Altars.
(Hl. Pius X.)

Eucharistisches Herz Jesu, Du Vorbild des Priesterherzens, erbarme Dich unser!
(Hl. Pius X.)

Eucharistisches Herz Jesu, hab’ Mitleid mit uns!
(Hl. Pius X.)

Lob und Preis sei dem heiligen Herzen und dem Kostbaren Blute Jesu im hochheiligen Sakramente des Altars!
(Hl. Pius X.)

Gelobt sei das heiligste Herz Jesu im hochheiligen Sakrament!
(Hl. Pius X.)

Eucharistisches Herz Jesu, mehre in uns den Glauben, die Hoffnung und die Liebe!
(Benedikt XV.)

Eucharistisches Herz Jesu, Du Mittelpunkt der Gottesliebe, schenke der Welt den Frieden!
(Pius XI.)

Heiliges Herz Jesu im hochheiligen Sakrament, ich bete Dich an.
(Benedikt XV.)

Liebe, Ehre und Ruhm sei dem eucharistischen Herzen Jesu!
(Pius XI.)

Lob und Anbetung, Liebe und Dank sei dem eucharistischen Herzen Jesu in allen Tabernakeln der Welt ohne Unterlaß bis ans Ende der Zeiten! Amen.
(Pius IX.)

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So vergessen im heiligsten Sakrament

Herz Jesu im heiligsten Sakrament! Liebevoll teilst Du mit uns das Los der Verbannung. Ich bete Dich an. Herz Jesu im heiligsten Sakrament, Du bist so einsam, so sehr verdemütigt, so verlassen, so vergessen, so mißachtet. Du wirst so viel geschmäht, so viel verkannt von den Menschen. Du liebst unsre Herzen und wirbst um unsre Liebe. Du wartest geduldig auf uns, willst uns erhören. Dein Wunsch ist es, daß wir zu Dir beten. Du bist der Quell neuer Gnaden. Du bist so schweigsam und möchtest doch reden zu den Seelen. Du bist der beste Schutz für das innere Leben, Du lehrst uns die Geheimnisse der Vereinigung mit Gott. Du bist das Herz dessen, der schläft und doch immer wacht. Herz Jesu im heiligen Sakrament, hab’ Mitleid mit uns!

Jesus, Du Opfer1amm, ich will Dich trösten. Ich vereinige mich mit Dir, ich opfere mich mit Dir, ich verdemütige mich vor Dir. Ich möchte auch mich vergessen, um nur an Dich zu denken; ich möchte vergessen und verachtet sein aus Liebe zu Dir. Nur von Dir will ich verstanden und geliebt werden. Schweigen will ich und nur auf Dich hören. Mich selbst will ich aufgeben und ganz mich verlieren in Dich. Du allein sollst leben in mir. Gib, daß ich so Deinen Durst nach meinem Heile stille, Deinen brennenden Durst nach meiner Heiligung, daß ich rein werde und Dir eine lautere, echte Liebe schenke. Ich will Dich nicht länger mehr warten lassen; nimm mich hin, ich schenke mich Dir. Dir weihe ich mein ganzes Tun. Dir übergebe ich meinen Geist, daß Du ihn erleuchtest, mein Herz, damit Du es leitest, meinen Willen, daß Du ihn festigst, mein Elend, daß Du es linderst, meine Seele und meinen Leib, damit Du sie nährst.

Herz meines Jesus im heiligsten Sakrament, Dein Blut ist das Leben meiner Seele. Ich will nicht mehr selbst leben, Du allein sollst leben in mir. Amen. (Leo XIII., Breve 6.2.1899)

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Weihe an Jesus im heiligsten Sakrament

(von Papst Leo XIII.)

Jesus, anbetungswürdiger Meister! Du wohnst verborgen im Sakramente Deiner Liebe, Du weilst hier bei mir, um mir die Verbannung zu erleichtern. Könnte ich Dich nicht etwas trösten in Deiner Verlassenheit? Du schenkst mir Dein Herz; könnte ich Dir nicht das meine schenken?

Mich Dir schenken, das ist in Wahrheit ein Gewinn für mich. Da finde ich einen unendlich kostbaren Schatz, ein liebevolles, selbstloses, treues Herz. So sollte das meine sein. Solcher Art kann ich Dir nichts bieten; ich empfange nur immer von Dir. Herr, an Großmut kann ich mich nicht messen mit Dir; doch ich liebe Dich. Nimm mein armes Herz huldvoll an! Bis jetzt ist es nichts; doch Du liebst es und durch Dich wird es etwas werden. Mach es gut, nimm Dich seiner an!

Herz Jesu im heiligen Sakrament, Dir weihe ich alle Fähigkeiten meiner Seele, alle Kräfte meines Leibes. Ich will mich bemühen, Dich immer besser kennenzulernen und immer mehr zu lieben. Dann will ich auch mithelfen, daß die anderen immer besser Dich erkennen und immer mehr Dich lieben. Ich will nur arbeiten zu Deiner Ehre und will nur den Willen Deines Vaters tun. Dir weihe ich jeden Augenblick meines Lebens. Ich will Dich anbeten in Deiner wirklichen Gegenwart, will Dir Dank sagen für dieses unvergleichliche Gnadengeschenk, will Dir Sühne leisten für unsere herzlose Gleichgültigkeit, will ohne Unterlaß zu Dir flehen. Durch Dich, mit Dir und in Dir senden wir unsere Gebete empor. Geläutert und gesegnet mögen sie sich emporschwingen zum Throne der göttlichen Erbarmung zu Gottes ewiger Ehre. Amen.

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Gebet vor dem eucharistischen Herrn

Jesus, ich danke Dir, daß Du wahrhaft, wirklich und wesentlich, mit Gottheit und Menschheit, im Geheimnis des heiligsten Altarsakramentes gegenwärtig bist. Du hast gesagt: Bittet und ihr werdet empfangen, suchet und ihr werdet finden, klopfet an und es wird euch aufgetan werden. Siehe, ich komme und klopfe an. Ich bitte Dich: Schenke uns heilige Familien, Priester und Ordensleute!

Jesus, Du hast gesagt: Um was ihr immer den Vater in meinem Namen bitten werdet, Er wird es euch gewähren. Siehe, in Deinem Namen erbitte ich von Deinem Vater die Gnade: Schenke uns heilige Familien, Priester und Ordensleute! Jesus, Du hast gesagt: Himmel und Erde werden vergehen, aber Meine Worte werden nicht vergehen. Siehe, im Vertrauen auf die Unfehlbarkeit Deiner Worte bitte ich Dich: Schenke uns heilige Familien, Priester und Ordensleute!

Heiligstes Herz Jesu, ich vertraue auf Dich! Heiligstes Herz Jesu, es ist Dir nicht möglich, mit uns Elenden kein Mitleid zu haben. Erbarme Dich über uns Sünder und gewähre uns durch das unbefleckte Herz Mariens, Deiner und unserer Mutter, die Gnade, um die wir Dich bitten. Amen.

(Aus: „Betendes Volk Gottes“)

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Gebet um Lebensbesserung

(von Papst Leo XIII., Breve 6.2.1899)

(Ihr Priester, ihr Gottgeweihten und all ihr gottliebenden Seelen betet oft und beherzigt das folgende Papstgebet:)

Herz meines Gottes im heiligsten Sakrament, Du atmest und schlägst hier unter der Hülle der heiligen Gestalten. Ich bete Dich an.

Die Liebe erwacht aufs neue in mir, wenn ich das heilige Sakrament, dies große Gnadengeschenk, betrachte. Reue erfaßt mich über meinen Undank. In Demut knie ich nieder im Abgrund meines Elends und versenke mich in den noch größeren Abgrund Deiner Erbarmungen. Du hast mich erwählt von Jugend auf, hast mich in meiner Schwachheit nicht verschmäht. Du bist in mein armes Herz eingekehrt, bist gekommen, es zu gegenseitiger Liebe einzuladen. Du hast mir Glück und Frieden gebracht. Doch ich habe alles verloren; ich bin treulos gewesen, Herr Jesus. Mein Geist ist abgeschweift, mein Herz ist kalt und lau geworden und ich habe es zugelassen. Ich habe nur an mich gedacht und hab’ auf Dich vergessen. Du wolltest mein Führer, mein Berater, mein Beschützer sein im Leben; doch ich habe es geduldet, daß die Leidenschaften Deinen stillen Lockruf übertönten, ich habe nicht auf ihn geachtet und hab’ auf Dich vergessen.

Bei heilsamen Prüfungen und Leiden, bei Freuden und Tröstungen, in meinen Schwierigkeiten und Sorgen, statt zu Dir zu kommen, habe ich das Geschöpf gesucht und hab’ auf Dich vergessen: Lieber Jesus, ich habe auf Dich vergessen in den einsamen Tabernakeln, wo Du in Liebe Dich verzehrst, in den Kirchen der Städte, wo man Dich schmäht, in den gleichgültigen, gottesschänderischen Herzen, auch in meinem eigenen, sündhaften Herzen, selbst als ich hinging, Dich zu empfangen, und gleich nachdem ich Dich empfangen hatte.

Herz meines Heilands im heiligsten Sakrament, Du warst meine Freude bei meiner ersten heiligen Kommunion, in den Tagen der Treue; ich schenke mich Dir aufs neue. Komm auch Du wieder zu mir, ja, komm zu mir! Zieh mich von neuem hin zu Dir! Verzeihe mir noch dies eine Mal! Durch meine Liebe will ich alles wieder gutmachen.

Heiliger Erzengel Michael und du, heiliger Johannes, du Lieblingsjünger des Herrn, tragt meine Abbitte hin zu Gottes Thron und tretet ein für mich! Amen.

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Sühne dem göttlichen Herzen Jesu

Göttliches eucharistisches Herz Jesu! In Demut knien wir vor Dir nieder mit dem festen Entschluß, die Beleidigungen, die Dir von uns und anderen zugefügt werden, durch vermehrte Liebe und Treue gegen Dich wieder gutzumachen. Darum versprechen wir Dir feierlich, im Angesichte der heiligen Engel, die Deinen Altar umschweben:

Je mehr Deine Geheimnisse gelästert werden, - desto fester wollen wir an sie glauben, o Jesus!

Je mehr der Unglaube sich anstrengt, uns die Hoffnung auf die ewige Seligkeit zu rauben, - desto mehr wollen wir auf Dich hoffen, o Jesus, Du einzige Hoffnung der Menschen!

Je mehr die Herzen dem Antrieb Deiner Liebe widerstehen, - desto mehr wollen wir Dich lieben, o unendlich liebenswürdiger Jesus!

Je mehr der Unglaube Deine Gottheit angreift, - desto mehr wollen wir Dich anbeten, o anbetungswürdiger Jesus!

Je mehr Dein heiligstes Sakrament gelästert und verunehrt wird, - desto lauter und feierlicher wollen wir rufen: Hochgelobt und gebenedeit sei das Allerheiligste Sakrament des Altars!

Je mehr Du in Deinen Kirchen vergessen und verlassen bist, - desto öfter wollen wir Dich besuchen, Du unter uns weilender Jesus!

Je mehr Dein unendliches Opfer versäumt und vernachlässigt wird, - desto eifriger und andächtiger wollen wir ihm beiwohnen!

Je mehr Deine Kommunion gemieden und mißbraucht wird, - desto häufiger und besser wollen wir sie empfangen!

Je mehr Deine Gebote vergessen und übertreten werden, - desto getreuer wollen wir sie beobachten, o Jesus!

Je mehr Deine anbetungswürdigen Tugenden verkannt werden, - desto mehr wollen wir uns bestreben, sie nachzuahmen, o Jesus, Du Vorbild aller Tugenden!

Je mehr die Hölle zum Verderben der Seelen sich anstrengt, - desto größer soll unser Eifer für ihre Rettung sein, Du Eiferer für das Heil der Seelen!

Je mehr Genußsucht und Sinnenlust herrschen, - desto mehr wollen wir uns im Geiste des Opfers und der Entsagung hingeben, Du mit Schmach gesättigter Jesus!

Je mächtiger die Pforten der Hölle gegen Deine Kirche anstürmen, - desto treuer wollen wir zu ihr halten, o Jesus!

Je mehr die Welt sich empört gegen die unfehlbare Autorität des Papstes, - desto mehr wollen wir mit kindlichem Glauben auf ihn hören und mit demütiger Hingebung uns von ihm leiten lassen, o Jesus, Du ewige Weisheit!

Je mehr die Menschen sich voneinander in Selbstsucht absondern, - desto inniger wollen wir als Glieder derselben Gottesfamilie einander lieben in Dir, o liebreichster Jesus!

Je mehr die Nationen einander hassen und befeinden, - um so mehr wollen wir alle uns sammeln um Dein heiligstes Sakrament, o Jesus!

Lasset uns beten! Göttliches Herz Jesu, gib uns Deine Gnade und mach’ sie in uns so stark und so mächtig, daß wir als treue Kinder Deiner Kirche Deine Apostel seien inmitten der Welt und Deine Freunde hier und in der Ewigkeit! Amen.

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O Quell’ ewiger Liebe

Herz Jesu im heiligsten Sakrament, Du bist der Mittelpunkt der höchsten Liebe unseres Herrn Jesus Christus. Du hast das hochheilige Sakrament eingesetzt, um hier mitten unter uns zu wohnen, um unseren Seelen Dein Fleisch als Speise, Dein Blut als himmlischen Trank zu reichen. Herr Jesus, wir glauben fest an Deine große Liebe; sie hat dieses heilige Sakrament eingesetzt. Hier vor dieser heiligen Hostie beten wir, wie es sich gebührt, Deine Liebe an. Wir wissen es und bekennen es freudig, das ist der heilige Quell, dem das Leben Deiner Kirche entströmt. Deine Liebe ist für uns eine dringende Einladung. Es ist, als würdest Du uns zurufen: Seht, wie Ich euch liebe! Ich reiche euch Mein Fleisch als Speise, mein Blut als Trank. Durch diese Vereinigung will Ich die Liebe in euch entzünden, will euch verbinden mit Mir. Ich will eure Seelen Mir, dem Gekreuzigten, dem Brot des ewigen Lebens, ähnlich gestalten. Schenkt Mir eure Herzen, lebet in Mir und ihr werdet leben in Gott. Ja, Herr, das ist der Ruf Deines eucharistischen Herzens; wir wissen es, wir danken Dir dafür. Wir wollen ihm folgen, ja, wir wollen ihm folgen. Gib, daß diese höchste Liebe uns ganz durchdringt. In dieser Liebe hast Du unmittelbar vor Deinem Leiden uns eingeladen, Deinen heiligen Leib zu empfangen und zu genießen. Präge unserem Herzen tief den festen Vorsatz ein, dieser Einladung treu zu folgen! Gib uns eine rechte Andacht und Ehrfurcht, um das Geschenk Deines eucharistischen Herzens, das Geschenk Deiner Liebe bis ans Ende, gebührend zu ehren und würdig zu empfangen. Gib, daß wir so mit Deiner Gnade wirksam das Andenken an Dein Leiden feiern, daß wir unsere Sünden und unsere Gleichgültigkeit wieder gutmachen, daß wir die Liebe zu Dir in uns nähren und stärken und das Unterpfand einer seligen Unsterblichkeit stets in unsrem Herzen lebendig erhalten. Amen.

(Hl. Pius X.)

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Gebet zum auferstandenen Jesus

O auferstandener Jesus, Du lebst in Deiner verklärten Menschheit, wir sagen Dir Dank für das Geschenk des Lebens, das Du uns und Deiner Kirche mit Deiner Auferstehung gebracht hast. Gib, daß Deine Söhne, die hier im Gebete vereint sind, dieses Leben in sich immerdar nähren und so mit Dir vereint bleiben und Deine Gebote erfüllen. Laß das Osterlicht Deiner Gnade auf dem Wege leuchten, das die verirrten und vom Wege abgewichenen Seelen zum Hause Deines Vaters zurückführt. Erneuere jene in ihrer christlichen Tugend, die Deinen Namen tragen, die aber nicht mehr dessen eingedenk sind, was dieser Name von ihnen fordert. Öffne Deinem Licht und Deiner Liebe die Herzen aller, die ihr Ohr dem Zweifel, der Verneinung, der Ablehnung Deiner Heilsbotschaft leihen, oder die sich durch die leeren und trügerischen Lockungen der Welt vom rechten Wege abbringen lassen. Schenke Deiner Kirche neue Freude und trockne die Tränen ihrer Söhne und Töchter, die da in Schmerz und Angst leben und Verfolgung leiden um der Wahrheit und Gerechtigkeit willen, und gib, daß in allen Herzen der Gruß Widerhall findet, den Du nach der Auferstehung an Deine Jünger gerichtet hast: Pax vobis! Der Friede sei mit euch! Amen.

(Pius XII.)

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Zu Jesus Christus, dem König der Welt

Herr Jesus Christus, ich huldige Dir als dem König der Welt. Alles, was geschaffen ist, wurde für Dich geschaffen. Verfüge über mich, ganz wie es Dir gefällt! Ich erneuere meine Taufgelübde, ich widersage dem Teufel, seiner Pracht und seinen Werken und verspreche als guter Christ zu leben. Ganz besonders verpflichte ich mich, nach Kräften mitzuarbeiten, daß die Rechte Gottes und Deiner Kirche zum Siege gelangen. Göttliches Herz Jesu, Dir weihe ich das wenige, das ich tun kann, damit alle Herzen Dein heiliges Königtum anerkennen und so Dein Friedensreich auf der ganzen Welt fest begründet werde. Amen.

(Pius XI.)

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Weihe des Menschengeschlechtes

(von Papst Leo XIII.)

Liebster Jesus, Erlöser des Menschengeschlechtes, blicke herab auf uns! In Demut knien wir hier vor Deinem Altar. Dein sind wir, Dein wollen wir sein. Um jedoch immer inniger mit Dir verbunden zu werden, darum weiht sich heute ein jeder von uns freudig Deinem heiligsten Herzen.

Viele haben Dich niemals erkannt, viele lehnen Deine Gebote ab, weisen Dich zurück. Erbarme Dich ihrer aller, gütigster Jesus, und ziehe alle an Dein heiligstes Herz. Sei Du, Herr, König nicht nur über die Gläubigen, die nie von Dir gewichen sind, sei es auch über die verlorenen Söhne, die Dich verlassen haben. Gib, daß sie bald ins Vaterhaus zurückkehren und nicht vor Elend und Hunger zu Grunde gehen.

Sei Du König auch über die, die durch falsche Lehren sich täuschen lassen oder durch Spaltungen von Dir getrennt sind. Rufe sie zur sicheren Stätte der Wahrheit und zur Einheit des Glaubens zurück, damit bald nur eine Herde und ein Hirt werde. (Sei Du König über alle, die immer noch vom alten Wahn des Heidentums oder des Islams umfangen sind; entreiße sie der Finsternis und führe sie zum Licht und Reiche Gottes. Blicke endlich voll Erbarmen auf die Kinder des Volkes, das ehedem das auserwählte war. Möge das Blut, das einst auf sie herabgerufen wurde, als Bad der Erlösung und des Lebens auch über sie fließen.)*

Verleihe, Herr, Deiner Kirche Wohlfahrt, Sicherheit und Freiheit; verleihe allen Völkern Ruhe und Ordnung. Gib, daß von einem Ende der Erde bis zum andern der eine Ruf erschalle: Lob sei dem göttlichen Herzen, durch das uns Heil geworden; ihm sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen.

* der in Klammern stehende Abschnitt wurde von Papst Johannes XXIII. gestrichen.

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Gebet zu Jesus, dem König der Zeiten

(von Papst Pius XII.)

O Jesus, Du bist König aller Zeiten, Unsterblicher und Unsichtbarer, Dir sei aller Zeiten Ehre und Ruhm. Um Dich kreisen alle Jahrhunderte. Ist nicht in Dir, dem Erlöser der gefallenen Menschheit, die Vergangenheit erfüllt worden, wie das Auge des Propheten es vorausgesehen hat? Bist nicht Du die Fülle der Zeit? Wir schauen Dich, wie Du herabkamst vom Himmel zum gewaltigen Geschehen auf Golgotha, wie Du als Erstgeborener von den Toten auferstandest, um als Sieger in den Himmel aufzufahren. Die Zeitenfolge hat ihren Namen von Dir. Es kamen Deine Boten und kündeten Deine Wundertaten, allen voran der heilige Petrus, der noch immer lebt in seinen unfehlbaren Nachfolgern. Auf Dich blickt der Glaube, zu Dir hin geht die Sehnsucht der Hoffnung und die Glut der Liebe.

Alle Jahrhunderte leiden und streiten für Dich. Durch Dich nehmen die jungen Nationen mildere Sitten an und treten in die Gemeinschaft der Kulturvölker ein; Dir gründen sie Zufluchtsstätten des Friedens und der Heiligung, entzünden sie Leuchtfeuer der Wahrheit, bauen sie Bögen und Pfeiler von schwindelnder Höhe, daß sie die Stufen Deines Thrones zu erreichen scheinen, wahre Triumphbögen auf den Wegen Deines sich ausbreitenden Sieges. Vor dem Auge Deines Statthalters ziehen sie einher, die Scharen der Martyrer, die Chöre der Jungfrauen, die Zahl der Gelehrten, all die frommen Familien, die unübersehbare Zahl Deiner Gläubigen. Herrsche, o Jesus, und triumphiere! Dein Reich komme, immer mehr komme es zu uns! Deine Herrschaft erstrahle über dieser Erde! Gib, daß sie immer mehr erkannt und geliebt werde! Immer schöner und machtvoller zeige sie sich, unendlich an Macht gleich Deinem heiligen Blut, das zu unserer und der ganzen Welt Erlösung vergossen ward! Wie viele Schafe aus Deiner Herde, für die Du zu Deinem Vater gebetet hast, irren noch umher, fern von dem einen Hirten, den Du zum Führer und Verteidiger der wahren Weideplätze des Lebens eingesetzt hast! Gib, daß unter seiner Hand sich alle versammeln um Dich, den göttlichen Hirten unserer Seelen!

Wir sind Deine Söhne und nehmen teil an Deinem Sieg. Seit neunzehn Jahrhunderten wird uns die Frucht der Erlösung zuteil, die Du auf Golgotha vollzogen hast. Was können wir da anderes tun, als Dich anbeten, Dir Dank sagen und uns niederwerfen vor Deinem Kreuz, auf daß Dein Blut als unsere Kraft und unser Heil immer reichlicher auf uns herabfließe.

Göttlicher Heiland, erlöse uns von der sterblichen Hülle des Leibes. Befreie Deine Braut, die Kirche, von den Fesseln, die ihre Feinde ihr anlegen. Entzünde in allen, die an Dich glauben, jene Liebe, die die Brüder erlöst, und die hienieden die Einheit der Herzen und der Seelen schafft. So werden wir alle, von Deinem mächtigen Arm gehalten, uns erheben über die Wetterstürme der Welt, hinauf aus der Dunkelheit des Glaubens, um in der lichten Schau Deines ewigen Sieges immerdar glückselig zu sein. Amen.

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Mein guter heiliger Engel,

erflehe mir die große Gnade, daß, wenn ich vom heiligen Tabernakel fortgehe an meine Tagesarbeit, ich meinen Jesus in meinem Herzen mitnehme, Ihm Wohnstatt biete in mir. Zuvor bitte ich jedoch die liebe Muttergottes flehentlich, Sie möge an die Stelle meines sündigen Herzens Ihr Herz der Unbefleckten Empfängnis setzen und daselbst das göttliche Herz Jesu empfangen und so mich zu einem Tabernakel der letzten Zuflucht machen, auf daß der Gedanke an Jesus im hochheiligsten Sakrament nie verlösche, sondern zur immerwährenden Anbetung mich entbrenne, ich somit zu einem wandelnden Tabernakel werde, in dem der eucharistische König Seine Wohnstatt hat. Entzünde in mir das Feuer der Liebe zu einer immerwährenden Ehrenwache vor dem heiligen Tabernakel; mach mich stark, beharrlich und freudig darin. Amen.

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Aufnahme-Riten in die Leibgarde Jesu Christi

Gebets-Anhang:

Vorbereitungs- und Aufnahme-Riten in die

LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache

Bemerkungen

Dazu eine Bemerkung: Es sollte angestrebt werden, die Aufnahme in die LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache nach diesem vorgeschlagenen Ritus zu vollziehen, d. h. mit einem Priester Ihres Vertrauens, denn es darf durchaus angenommen werden, daß ein solcher Akt in den Augen Gottes mit besonderer Genugtuung und Zustimmung angesehen wird. Allerdings setzt das auch voraus, daß die äußeren Umstände dazu auch Raum und Möglichkeit schaffen. Dort, wo das (noch) nicht der Fall ist, begnüge man sich mit einem stillen Akt vor dem Tabernakel und/oder rufe den heiligen Eucharistiepapst Pius X. um geistlichen Beistand oder auch den heiligen Pater Pio. Alles weitere finden Sie auf den nächsten Seiten vermerkt.

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Weihe an das göttliche Herz Jesu

Wer in die LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache aufgenommen werden will, der vollziehe nach eingehender Selbstprüfung und Vorbereitung im Gebet einen heroischen Tugendakt vor dem Tabernakel mit der einmaligen und innigen Bitte an Jesus, Er möge Sich würdigen, ihn aufzunehmen in Seine Leibgarde der Anbetung und Verehrung des Allerheiligsten Altarsakramentes, und ihn und seine ganze Familie unter Seinen besonderen Schutz nehmen. Man kann sich dabei folgenden Gebetes bedienen:

Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, den ich im Allerheiligsten Sakramente wahrlich tief verehre und aus vollem Herzen wahrhaft bekenne und liebe, ich bitte Dich mit der ganzen Inbrunst meines Dich aufrichtig liebenden Herzens, würdige Dich, mich in die Zahl jener bevorzugten Kinder Deiner heiligen katholischen Kirche aufzunehmen, die Du in Deiner Leibgarde Jesu Christi zusammengeschlossen hast. Weil ich ein gar schwacher Mensch bin, bitte ich Dich, Du mögest mir aus dem Streitheer der heiligen Engel des Allerheiligsten Altarsakramentes einen besonderen Schutzengel zur Seite stellen, der mich in allen meinen Bemühungen um eine gläubige Verbreitung der Tabernakelverehrung schützen und leiten möge. Ich verspreche Dir von ganzem Herzen, mit Deiner allmächtigen Gnade alle meine besonderen Obliegenheiten darin getreu und gewissenhaft zu erfüllen und meine Besuche beim Tabernakel gewissenhaft und regelmäßig zu befördern und mich auf alle Deine Wünsche einzulassen, die Du mir darin auftragen wirst. Heilige Maria, Muttergottes, Du meine Mutter, Du bist die Bannerträgerin und Schutzherrin aller Leibgardisten und mächtige Königin des Himmels und vorzügliche Fürsprecherin am Throne meines Erlösers, hl. Erzengel Michael, hl. Josef, hl. Franziskus, hl. Paschalis Baylon, hl. Maria Magdalena, hl. Barbara, mein heiliger Schutzpatron, alle Engel und Heiligen, bittet für mich!“ Amen.

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Unterwerfungssgebet

unter den besonderen Schutz des himmlischen Vaters.

Auch als Vorbereitungsgebet zu beten in einer Folge von 9 Tagen (als Novene) Ewiger Vater, ich bringe Dir das Opfer meines Lebens dar als Brandopfer zu Deiner größeren Ehre; und in einem Akt der Liebe vereinige ich meinen letzten Seufzer und den letzten Schlag meines Herzens mit der Hingabe Deines göttlichen Sohnes auf den Altären, auf denen Er Sich als Opfer im Augenblick meines Todes darbringen wird; um Dich anzubeten durch Ihn und mit Ihm, Dir zu danken für alle Segnungen, die Du mir huldvoll während meines Lebens gewährt hast, um Sühne zu leisten für alle meine Sünden und die Strafe, die ich für meine Sünden schulde, damit sie meine ewige Vereinigung mit Dir nicht verzögern mögen. Ich erbitte von Dir mein Heil und das Heil aller Seelen, die Du mir hienieden gegeben hast.

Durch Jesus, mit Ihm und in Ihm sei Dir dargebracht alle Ehre und alle Herrlichkeit; Dir, o Gott, dem allmächtigen Vater, in Einheit mit dem Heiligen Geiste, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

 

Die sieben Pflichten der Leibgarde Jesu Christi

Die sieben wichtigsten Pflichten und Aufgaben der Mitglieder der

LEIBGARDE JESU CHRISTI Tabernakel – Ehrenwache sind:

1. Sie sollen mutig und standhaft, offen und frei den katholischen Glauben bekennen wollen durch treue Beobachtung der Gebote Gottes und der Kirche, sowie durch standhafte Verteidigung der Rechte derselben.

2. Sie sollen oft, ja täglich die heilige Kommunion in höchst ehrfürchtiger und ehrerbietiger Weise empfangen, nach dem Wunsche des Heiligen Vaters und dem Rate ihres Beichtvaters/Seelenführers und das Sakrament der heiligsten Eucharistie mit aller nur möglichen Liebe und Verehrung umgeben.

3. Sie sollen, sofern es ihnen die Lage erlaubt bzw. gestattet, an allen öffentlichen Kundgebungen des wahren katholischen Glaubens im Bereich ihrer Heimatgemeinde, bei Wallfahrten und Prozessionen, Kreuzweg-, Rosenkranz- und Maiandachten eifrig teilnehmen, um so ihren Glauben vor der Welt zu bekennen.

4. Sie sollen durch ein stilles, zurückgezogenes Leben anderen ein Vorbild in ihrer katholischen Lebensführung sein und dadurch dem heutigen Zeitgeist der Vergnügungssucht, der Gottlosigkeit und der Verflachung des wahren katholischen Glaubens widerstehen und allem entsagen, was ihrem Seelenheil zuwider ist.

5. Sie sollen ein stilles Opferleben führen durch Gebet, Anbetung und stille Wachezeiten vor dem Tabernakel ihrer Heimatgemeinde, durch Sühnen und Leiden in der treuen Erfüllung aller ihrer Berufs-, Standes- und hauswirtschaftlichen Pflichten, in Ertragung des täglichen Kreuzes und in der geduldigen Hinnahme von Schmach und Verachtung.

6. Sie sollen geduldig und treu gegenüber ihren kirchlichen Oberen das besondere Kreuz der Schmach und des Gehorsams tragen in allen Fragen der Zurücksetzung und des Verzichts, soweit es ihre vorbezeichneten Pflichten als Leibgardist/Leibgardistin betreffen, dabei jedoch das angestrebte Ziel nie aus dem Auge verlieren. Alles, was ihnen nicht gelungen ist in ihrem Tageswerk, wollen Sie durch das Aufopferungsgebet am Abend in der vorgegebenen Weise Gott übergeben.

7. Sie sollen täglich die Vereinsgebete (Aufopferungsgebet am Morgen und am Abend) beten und sich daselbst vom Geiste derselben tagsüber durchdringen lassen, indem sie sich vergessen, ihre Fehler zu bessern und abzulegen suchen und sich einsetzen für das Wohl der Kirche und für die ganze Menschheit, auf daß bald werde eine Herde und ein Hirt, und die eine wahre Kirche Gottes im Vermächtnis unseres Herrn Jesus Christus auf den heiligen Berg gestellt werde, von wo aus sie überallhin leuchten soll.

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Ritus und Aufnahme in die „LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache“

Vorbemerkungen:

1. Die Aufnahme in die LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache soll in der Regel von einem Priester des Vertrauens erfolgen.

2. Vorbereitungen für die Aufnahmefeier. Falls ein dafür vorgesehener Priester nicht verfügbar ist, vollziehe man diesen Akt in stiller Andacht in der Kirche vor dem Tabernakel und rufe hierzu in geistiger Weise den heiligen Eucharistiepapst Pius X. oder den heiligen Pater Pio um geistlichen Beistand und vollziehe einen stillen Akt der Ganzhingabe.

3. Mit einem Weihepriester:

a) Die feierliche Aufnahme soll vor einem festlich, d.h. mit brennenden Kerzen und mit Blumen geschmückten Altar geschehen.

b) Der Weihepriester trägt weißes Rochet und weiße Stola, darüber, wenn möglich, das Pluviale.

c) Auf dem Altar (oder auf einem in nächster Nähe befindlichen Tischchen) sind bereitgestellt:

Ein Benediktuskreuz, das dem neuen Leibgardisten(in) ausgehändigt wird, seine eigenhändig unterschriebene Verpflichtungserklärung (im Büchlein der LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache), das Rituale für die Kreuzweihe nebst Weihwasser und Aspergile.

d) Der(die) Kandidat(in) soll die Weiheformel (Weihe an das göttliche Herz Jesu) vor dem Weihepriester beten und eine geweihte Kerze in der Hand halten.

4. Die Aufnahme in die LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache ersetzt eine gleichartige Aufnahme in den Eucharistischen Liebesbund des göttlichen Herzens Jesu. Die Vereinsgebete beider Bünde sind identisch. Sie entstammen allesamt den „Offenbarungen an Barbara Weigand“.

5. Der Weihepriester verwahrt die Aufnahmeunterlagen seiner vorgenommenen Weihen bei sich und bewahrt darüber Stillschweigen.


Erläuterungen:

Wir denken, daß der Weihe und Aufnahme in die LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel- Ehrenwache eine Anrufung zum Heiligen Geistes vorausgehen sollte. Man kann auch eine entsprechende Novene zum Heiligen Geist halten, denn der Heilige Geist heiligt jede einzelne gutgewillte Seele. „Durch den Heiligen Geist, der uns geschenkt wurde, ist ja die Liebe Gottes in unsere Herzen eingegossen“ (Röm 5,5).

Auch ist eine gute Beichte, ggfs. Generalbeichte, sehr zu empfehlen und auch das Confiteor und Absolutionsgebete sollten abgebetet werden. Überhaupt gilt es, diese Weihe und Aufnahme in die LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache als einen ganz besonderen Akt der Ganzhingabe an Gott zu betrachten, den man gar nicht festlich genug gestalten kann. Wir geben uns sprichwörtlich mit der Weihe und dem Versprechen, grundkatholisch zu leben und zu streiten, dem hochheiligsten Leib des Herrn auf alle Zeit und Ewigkeit hin; dies ist das kostbarste Geschenk, daß der gläubige Mensch seinem Gott machen kann, alles natürlich nur in Übereinstimmung mit den Glaubensgrundsätzen und der gültigen Lehre der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche, die Jesus Christus gestiftet hat und deren Haupt Er ist und ewiglich sein wird.

Das bedingt auch, daß in ausreichendem Maße die Lehre vom Heiligen Meßopfer, so wie es uns das Hochheilige Ökumenische und Allgemeine Konzil von Trient verbindlich lehrt, welches im Heiligen Geiste rechtsmäßig unter dem Vorsitz der Bevollmächtigten des Apostolischen Stuhles versammelt war, der alte, unbedingte und in jeder Hinsicht vollkommene Glaube sowie die Lehre der katholischen Kirche über das große Geheimnis der Eucharistie erhalten bleibe und dieselbe in ihrer Reinheit frei von Irrtümern und Irrlehren bewahrt werde.

Damit wird auch ausdrücklich, und dies sei nochmals klar und eindeutig und für alle verbindlich aufgezeigt, die heilige Eucharistie und deren unverfälschte Bewahrung, der heilige und ehrerbietige und ehrfürchtige Umgang mit der hochheiligen Brotsgestalt und deren Verteidigung gegen jedwede Form der Verunehrung und Leichtfertigkeit ausgesprochen und uns mit Eindringlichkeit und Nachdrücklichkeit ins Herz geschrieben.

Die LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache ist also dazu bestimmt, die gottsuchenden katholischen Christen zurückzuführen in ein höchst ehrfurchtsvolles und tiefempfundenes Dienen und Untertänigkeit vor dem wahrhaften Leib Christi und Blut Christi als einzig wahre Opferfrucht aus dem Kreuzesopfer, das der Herr Seiner geliebten Braut, der Kirche, unter den Gestalten von Brot und Wein sichtbar hinterlassen hat und immer wieder erneuert, sooft der Priester dieses Opfer auf dem Altar nach der Ordnung des Melchisedechs feiert. In dieser Lehre vom Heiligen Meßopfer des Konzils von Trient heißt es u.a.: Weil aber durch den Tod Sein Priestertum nicht ausgelöscht werden sollte, so wollte Er beim letzten Abendmahle, in der Nacht des Verrates, Seiner geliebten Braut, der Kirche, ein sichtbares Opfer hinterlassen, in dem jenes blutige Opfer, das einmal am Kreuze dargebracht werden sollte, gegenwärtig gesetzt, Sein Andenken bis zum Ende der Zeiten fortdauern gelassen, und dessen heilbringende Kraft zur Vergebung der Sünden, die wir täglich begehen, zugewandt werden sollte.

Wir wissen auch, daß dieses Heilige Opfer ein wirkliches Sühneopfer ist und es bewirkt, daß wir, wenn wir mit geradem Herzen und mit dem richtigen Glauben, mit Scheu und Ehrfurcht, zerknirscht und bußfertig vor Gott hintreten, wir Barmherzigkeit erlangen. Diese Barmherzigkeit und dazu eine Fülle von Gnaden und Hilfen in unserem täglichen Wirken als heilssuchende Menschen wird durch unsere Leibeigenschaft im Dienste des eucharistischen Königs gekrönt und geadelt. Das sei uns gewiß!


Weihe und Aufnahme:

In den vorbezeichneten Bund der LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache wünsch(en) aufgenommen zu werden:

z. B.

Hochwürden/Pater ...

Herr ...

Ehrw. Mutter/Schwester ...

Frau/Fräulein ...

Priester:

Bruder (Schwester), was begehren Sie?

Weihekandidat(in):

Ich bitte um Aufnahme in die LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache.

 

Priester:

Sie haben den Ruf Gottes gehört, und Sie wollen, von der lieben Gottesmutter und den heiligen Engeln geleitet, mit ganzer Kraft an der Rettung der Seelen und am Siege Jesu Christi über alle Mächte der Finsternis mitwirken. Sie wollen sich in besonderer Weise der Verehrung des Allerheiligsten Sakramentes verpflichten, den hochgebenedeiten Leib des Herrn verteidigen, Seine häufige, ja beständige Anbetung und stille Verehrung fördern und gemäß der Statuten des „Eucharistischen Liebesbundes des göttlichen Herzens Jesu“ und der LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache in treukatholischer Gesinnung leben.

Weihekandidat(in):

Nicht aus eigener Kraft, sondern im Vertrauen auf die Gnade des HERRN, auf die Fürsprache Seiner heiligen Mutter und auf die Hilfe der heiligen Engel sowie aller Martyrer und Martyrerinnen der heiligen Eucharistie hoffe ich, alle Anforderungen erfüllen zu können.

Priester:

Wollen Sie die Treue aufbringen, dieses Versprechen immer zu halten?

Weihekandidat(in):

Ja, das verspreche ich, darnach verlange ich, es für Lebenszeit mit der Gnade Gottes zu halten.

Priester:

Was Gott in Ihnen begonnen hat, das möge Er Selbst vollenden. Amen.

Pr. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn,

A. Der Himmel und Erde erschaffen hat.

Pr. Der Herr sei mit Euch

A: und mit Deinem Geiste

Pr: Lasset uns beten:

Wir bitten Dich, Herr, himmlischer Vater, Allmächtiger, Ewiger Gott, segne + gnädig dieses Zeichen des Kreuzes, auf daß es ein wirksames Heilmittel für das Menschengeschlecht sei; es gebe Festigkeit des Glaubens, Fortschritt in den guten Werken; es sei Erlösung der Seele, Trost, Hilfe und Schutz gegen die todbringenden Pfeile des Feindes. Amen.

Lasset uns beten: Segne + , Herr Jesus Christus, dieses Kreuz, durch das Du die Welt aus der Knechtschaft des bösen Geistes errettet hast. Du hast durch Dein Leiden den Verführer zur Sünde überwunden, der frohlockte über das Vergehen der ersten Menschen, die vom verbotenen Baume gegessen hatten. Es werde geheiligt dieses Zeichen des Kreuzes im Namen des Vaters + und des Sohnes + und des Heiligen Geistes +, damit alle, die um des Herrn willen vor diesem Kreuze beten und es verehren, Gesundheit des Leibes und der Seele erlangen, durch Christus unseren Herrn. Amen.


Weiheversprechen:

„Vor dem Angesichte Gottes, der Himmelskönigin Maria, meines heiligen Schutzengels und heiligen Engel sowie aller Martyrer und Martyrerinnen der heiligen Eucharistie verspreche ich armer Sünder

N.N.


Weihekandidat(in)

mich mit ganzer Kraft für die Aufgaben und Ziele der LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache einzusetzen, immer geduldig und demütig meine Gebete und Anbetung vorzunehmen, der heiligen Kirche und allen Bischöfen und Priestern bis ins letzte zu gehorchen und die heilige Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater zu üben. Du mein Gott, gib mir die Gnade der Kraft und der Treue! Du, meine himmlische Mutter Maria, nimm mich an Deine liebe Hand! Und ihr, meine großen himmlischen Begleiter, kämpft an meiner Seite und führt mich an jenen Platz, wo ich nach Seinem Willen Ihn, unsern Herrn und Gott, mit euch in alle Ewigkeit loben und preisen darf.“ Amen.

Priester:

Der Allmächtige Gott segne Ihren Entschluß und Maria, die Königin des Himmels und der Erde, möge Sie unter Ihren Schutzmantel nehmen und Ihren Namen in Ihr unbeflecktes Herz eintragen.

Die heiligen Engel und alle Martyrer und Martyrerinnen der heiligen Eucharistie seien Ihnen Führer und Kampfgefährten, die heilige Kirche bekleide Sie mit der Waffenrüstung Gottes, auf daß Sie, von den heiligen Engeln und allen Martyrern und Martyrerinnen der heiligen Eucharistie geführt, sicher durch die Not der Zeit hinfinden zur ewigen Herrlichkeit Gottes, des Vaters, + des Sohnes + und des Heiligen Geistes +. Amen.

Empfangen Sie das heilige Kreuz als Zeichen der LEIBGARDE JESU CHRISTI, Tabernakel-Ehrenwache, tragen Sie es immer an sich, und vollbringen Sie zusammen mit den heiligen Engeln und allen Martyrern und Martyrerinnen der heiligen Eucharistie die hohe Aufgabe, zu der Gott Sie gerufen hat. Das heilige Kreuz sei Ihnen der stärkste Halt, die sicherste Zuflucht und das Zeichen des Sieges.

Es segne Sie der Allmächtige Gott, der Vater +, der Sohn + und der Heilige Geist +.

Amen.

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Tägliches Gebet an St. Paschalis Baylon

dem Schutzpatron aller eucharistischen Bruderschaften und Vereinigungen (Auch als Novene für besondere Anlässe geeignet)

Ich bete Dich an, Herr Jesus Christus, und sage Dir Dank, daß Du in Deiner unendlichen Liebe zu uns armen Menschen das hochheilige Sakrament des Altares eingesetzt hast. Stärke meinen Glauben und entzünde in mir das Feuer der Liebe zu diesem Sakramente, damit ich oft und allzeit würdig hintrete zu Deinem Tische und dadurch mir die Gnade erwirke, vor meinem Tode noch mit dem himmlischen Manna gespeist zu werden.

Und du, glorreicher, heiliger Paschalis, liebreicher Tröster der Geprüften und mein Beschützer, komme mir zu Hilfe mit deiner kräftigen Fürbitte. Bei deiner Liebe zur heiligen Kirche, zum Frieden und zur Wohlfahrt der christlichen Völker, besonders aber bei deiner großen Andacht und Liebe zur heiligen Eucharistie bitte ich dich flehentlich: erlange mir hienieden ein Herz voll Demut, Sanftmut und Reinheit, eine brennende Liebe zum Allerheiligsten Altarsakrament und ein sehnliches Verlangen nach einer *ehrerbietigen und *ehrfürchtigen täglichen heiligen Kommunion. Dann wird meine Seele dereinst den Frieden finden und der Wonnen des Himmels sich erfreuen, da ich mit dir ewigen Kommuniontag feiern kann im beseligenden Genusse des Dreieinigen Gottes. Amen.

Imprimi permittitur

Temesvarini, 16. Nov. 1915 + Julius, Episcopus

(mit kleinen *Abänderungen versehen. Der Verf.)

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Weihe des Eucharistischen Liebesbundes an das unbefleckte Herz Mariens

durch Altabt Dr. Thomas Niggl OSB mit Wolfgang E. Bastian
am 8. Dezember 1996 in Heiliger Messe

Verehrungswürdigste Heiligste Dreifaltigkeit !
 Vater, Sohn und Heiliger Geist!

In tiefster Demut bete ich Dich an in großer Dankbarkeit für die Erwählung unserer himmlischen Mutter, die als die Unbefleckt Empfangene von der Erbsünde freigeblieben ist. Ihr übergebe ich mich und weihe Ihr den Eucharistischen Liebesbund, den unser Herr durch Seine Dienerin Barbara Weigand so sehnlichst erwünscht und erbeten hat. So erbitte ich durch diese Weihe die Gnade, daß viele Seelen sich dem Liebesbund anvertrauen und sich ihm anschließen, und daß sie kraft dieser Weihe unseren Herrn im Tabernakel glühend verehren und anbeten und die heilige Kommunion in abgrundtiefer Ehrfurcht empfangen. Auch bitte ich, daß sie den Mut haben, vor aller Welt ihre Liebe durch die kniende Mundkommunion zu bezeugen und so einen sichtbaren und unsichtbaren Damm bilden gegen den herrschenden Zeitgeist der Glaubens- und Sittenlosigkeit, gegen die sich immer mehr verbreitende Lauheit und religiöse Gleichgültigkeit. In Vereinigung mit der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria erbitte ich für alle, die sich dem „Eucharistischen Liebesbund des göttlichen Herzens Jesu“ anschließen werden, die Rettung der Seelen, die unserem Herrn so sehr am Herzen liegen, und für die Er am Kreuz gestorben ist, und daß sich das Reich des göttlichen Herzens Jesu über die Herzen aller Menschen verbreite und ausdehne. Diese Gnade erbitte ich demütigst und im Bewußtsein meiner Unwürdigkeit, im Vertrauen auf unsere himmlische Mutter und Königin, die einst miterlösend unter dem Kreuz gestanden ist, in Vereinigung mit dem hl. Erzengel Michael, dem hl. Josef, dem hl. Franziskus, dem hl. Paschalis Baylon, allen heiligen Engeln und allen heiligen Martyrern und Martyrerinnen der heiligen Eucharistie.“

Altabt Dr. Thomas Niggl OSB, Ettal

Am Tage der Unbefleckten Empfängnis am 8. Dezember 1996 in der Benediktinerabtei Ettal und Wolfgang E. Bastian, Friedrichsdorf

Dieses Weiheversprechen sollte alle Jahre wiederholt werden an einem der folgenden Tage in stiller Andacht und Hingabe:

8. Dezember am Fest der unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria

19.März am Fest des hl. Josefs, Bräutigam der allerseligsten Jungfrau Maria

25.März am Fest Mariä Verkündigung

17.Mai am Fest des hl. Paschalis Baylon, Patron und Schutzherr

29.September am Fest des hl. Erzengels Michael

4. Oktober am Fest des hl. Franz von Assisi

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 Aufopferungsgebet für die Leibgarde

Aufopferung am Morgen

Kirchlich approbiertes Vereinsgebet der Mitglieder des

„Eucharistischen Liebesbundes des göttlichen Herzens Jesus“

(Bitte täglich beten.)

O Jesus, Du Bräutigam meiner Seele, ich opfere Dir beim Beginn dieses Tages alle Leiden und Widerwärtigkeiten auf, die mir bei der Ausübung meiner Standes- und Berufspflichten begegnen werden. In Vereinigung mit Dir will ich heute wieder das Kreuz meines Berufes tragen, gleichwie Du Dein schweres Kreuz den Kalvarienberg hinaufgetragen hast, und ich verspreche Dir, mit Deiner Gnade auszuharren in diesem meinem Berufe bis zum letzten Atemzuge meines Lebens. Laß nie mehr zu, daß ich etwas anderes begehre, als eine Braut des Gekreuzigten zu sein. Um diese Gnade bitte ich auch für alle bedrängten Priester und Ordensleute, die um ihres Glaubens und Berufes willen so vieles leiden müssen. Indem ich mich mit ihnen verbinde, bitte und beschwöre ich Dich, uns als Schlachtopfer hinzunehmen, daß wir uns selbst ganz vergessen; unsere Fehler abzulegen suchen und uns einsetzen für die sündige Menschheit, auf daß bald werde eine Herde und ein Hirt. Amen.

(„Daß Du die Feinde Deiner heiligen Kirche demütigen wollest, wir bitten Dich, erhöre uns!“ Amen.)

Aufopferungsgebet für die Leibgarde

Aufopferung am Abend

Kirchlich approbiertes Vereinsgebet der Mitglieder des

„Eucharistischen Liebesbundes des göttlichen Herzens Jesus“

(Bitte täglich beten.)

Lieber heiliger Schutzengel, nimm mein armseliges Tagewerk und trage es in die Hände der lieben Mutter Gottes. Dich aber, o liebe Mutter, bitte ich: Du wollest alles, was mangelt, ersetzen und es in dem Kostbaren Blute Jesu reinigen und vervollkommnen. Mache es auch vollwertig aus dem unendlichen Wert der heiligen fünf Wunden und Deiner Verdienste und Tugenden. Bereinige es mit dem Gebet und den Werken aller Heiligen des Himmels und aller Frommen und Gerechten auf Erden und opfere es so dem himmlischen Vater auf für die Anliegen der heiligen Kirche, besonders des Heiligen Vaters, für die Bekehrung der Sünder, besonders derer, die heute sterben; zum Trost der Armen Seelen, für meine Anliegen und das Wohl aller meiner lieben Angehörigen. Amen.

 

Eigenhändige Verpflichtung

Ich gelobe und verspreche, daß ich in heiliger Ehrfurcht und Treue meinen Dienst in der LEIBGARDE JESU CHRISTI Tabernakel – Ehrenwache ausüben werde und mich in meinem ganzen Leben treu an die vorbezeichneten Richtlinien, die aber nicht unter Sünde verpflichten, halten werde. Ich werde immer wieder in der Meinung des Heiligen Vaters beten und mich in allem der heiligen Kirche unterwerfen. Ich bitte um Deinen reichen Segen, mein Gott.

Ich gelobe und verspreche, ……………...............……………………………….

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Ort und Datum Unterschrift

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Gebetsanrufung

an die Gottesfreundin Barbara Weigand

Verehrte Gottesfreundin Barbara Weigand.

Unsere Kirchen sind leerer, unsere Klöster älter,

unsere Priester erschöpfter, unsere Gläubigen schwächer,

unser Heiland im Tabernakel einsamer und verlassener geworden.

In dieser Notzeit des Glaubens und bei dem großen Mangel

an glühender Verehrung zum Allerheiligsten Altarsakrament

wenden wir uns mit der Bitte an dich:

Sei du durch deine Fürsprache bei Gott unsere Helferin in aller Not

und bitte mit der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria

in allen unseren Anliegen.

Amen.


Gebet um die Seligsprechung

der Dienerin Gottes

O Gott, Du hast Deine Dienerin Barbara Weigand

zu einem besonderen Werkzeug der heiligen Eucharistie,

des Gebetes und zum Eiferer der Seelen gemacht.

Gewähre uns die Gnade, daß wir sie zur Ehre Deines Namens

und zum Segen vieler alsbald in unserer heiligen Kirche verehren dürfen.

Amen.


Benützte Literatur:

Robert Mäder: <Jesus, der König>; Alfons Maria Weigl: <Gebetsschatz>; Barbara Weigand: <Offenbarungen an Barbara Weigand und andere Manuskripte>; Aufopferungsgebete aus den Originalstatuten des <EUCHARISTISCHEN LIEBESBUNDES DES GÖTTLICHEN HERZENS JESU>; Hl. Alphons Maria v. Liguori: <Vorbereitung zum Tode> ; hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort <Das Goldene Buch>; Aufnahme- Riten einer kanonisch errichteten Bruderschaft, Robert Mäder: <Eucharistie> sowie Eigentexte des Verfassers. Die auszugsweise Veröffentlichung wird als kostenlose Gabe ausschließlich zum Zwecke der Tabernakelverehrung verwendet und unentgeltlich als Broschüre weitergegeben.

Wolfgang E. Bastian (Hrsg.)

Leibgarde Jesu Christi

Tabernakel-Ehrenwache

Im Dienste des eucharistischen Königs

Im Selbstverlag: Schriftenapostolat Barbara Weigand

Gemäß den Dekreten von Papst Urban VIII. und der Heiligen Ritenkongregation wird erklärt, daß diesen veröffentlichten Darlegungen keine andere als die zuverlässig bezeugte menschliche Glaubwürdigkeit beizumessen ist und nicht beabsichtigt ist, in irgendeiner Weise dem Urteil der heiligen katholischen und apostolischen Kirche vorzugreifen.

Das Dekret der Glaubenskongregation (A.A.S.N. 58-18 vom 29. Dezember 1966), das die Canones 1399 und 2318 aufhebt, wurde von Papst Paul VI. am 14. Oktober 1966 gebilligt und auf seine Anordnung veröffentlicht. Auf Grund dieses Dekretes ist es nicht verboten, ohne Imprimatur Schriften über Erscheinungen, Offenbarungen, Visionen, Prophezeiungen oder Wunder zu verbreiten.

2. erweiterte Auflage 2003

Copyright © und Herausgeber:

Schriftenapostolat Barbara Weigand by Wolfgang E. Bastian, Postfach 1319 D-50364 Erftstadt

Schriftleitung, Bestellung:

Sekretariat Wolfgang E. Bastian, Postfach 1319 D-50364 Erftstadt

 

Helfen Sie uns bei der Verbreitung dieser Schriften.

Alle Schriften und Broschüren und ihre Verbreitung wird aus Spendenmitteln finanziert.
Umfasst sieben Bände „Offenbarungen an Barbara Weigand“ und daneben weitere Bücher.

Gemäss einer Botschaft an Barbara Weigand sollen alle Schriften unentgeltlich verbreitet werden (Link). Wenn Sie unser Apostolat finanziell unterstützen möchten, bitte auf das folgende Konto:
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Bildnachweis:

Bild Barbara Weigand by Schriftenapostolat Barbara Weigand, Herrn Wolfgang E. Bastian

The Crucified Christ with the Virgin Mary, Saints and Angels, The National Gallery

Wolfgang E. Bastian (Hrsg.)

Leibgarde Jesu Christi

Tabernakel – Ehrenwache

Gedanken

Gebete und Meditationen

Im Dienste des eucharistischen Königs

Herausgegeben im Selbstverlag

Schriftenapostolat Barbara Weigand

Postfach 1319 D-50364 Erftstadt
 

Widmung

Jesus,

dem Eucharistischen Friedenskönig, Retter der Welt,

im heiligen Tabernakel

durch

Maria,

Seiner himmlischen Mutter,

Schutzherrin und Bannerträgerin der

Leibgarde Jesu Christi

Tabernakel-Ehrenwache

sein Schrifttum, daß alle sich aufmachen,

den eucharistischen Heiland im Tabernakel zu ihrer täglichen

Wallfahrt der Liebe zu machen und Ehrenwache zu halten.

Der Verfasser.

„Er hat unter uns Sein Zelt aufgeschlagen.“
(Joh. 1,14)

+

„Ja, weil es Meine Freude ist, bei den Menschenkindern zu sein und Meine Lust, in ihnen zu wohnen.“

Jesus Christus zu Barbara Weigand am 2. Donnerstag im Oktober 1895

+

„Siehe, Wir wollen Unsere Liebe vervielfältigen.“

Schöpfergott an Barbara Weigand am Gründonnerstag 1897

 

 

 

  Bücher PDF Datei

Leben für GOTT und sein Reich
Barbara Weigand im Urteil von Bischöfen und Priestern
Lebensbeschreibung Barbara Weigand
Tabernakel-Ehrenwache
Leibgarde Jesu Christi
Gebetsarmee Gottes - Eucharistischer Liebesbund
Tabernakel-Heiligster Ort der Kirche
In der Nachfolge des Kreuzes
Wo bleibe ICH nun, euer HERR und GOTT?
Die Wahrheit -Verteidigungsschrift
Leben für GOTT und sein Reich 2. Aufl.
DER AUFTRAG: Gegen das vergessen

 

  Offenbarungen
Band 1-7
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Alle 7 Bände in einem Pdf 3646 Seiten - 20,8 MB.

 

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Zum 72. Todestag von Barbara Weigand:
Rundbrief zum 72. Todestag
Rundbrief zum 70. Todestag
Rundbrief 29.09.2014

 

  Diese Webseite steht unter dem Patronat der Muttergottes: Königin des Weltalls und Königin der Armen Seelen. Alle Gnaden dieser Webseite seien den Armen Seelen im Fegefeuer zugewendet.

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